Weitere Stammzellart im Nabelschnurblut?

Referenten von li nach re: Prof. Holzgreve, Prof. David, Prof. Faber, Prof. Stepan, Prof. Plagemann, Prof. BeckerPremiere in der Messestadt: Am Wochenende trafen sich Frauenärzte aus Sachsen und Thüringen zum ersten Leipziger Symposium für Pränatal- und Geburtsmedizin. Dabei ging es unter anderem um neue Diagnosemethoden, damit Krankheiten des Kindes oder der Mutter rechtzeitig aufgedeckt und behandelt werden können. Einer der Referenten – Prof. Holzgreve von der Uniklinik in Freiburg – berichtete von der Möglichkeit, freie DNA (Desoxyribonukleinsäure) des Kindes im Blute der Mutter nachzuweisen. Anhand derer könne die Krankheit Präklampsie (gefährlicher Bluthochdruck bei Schwangeren) frühzeitig – vor der zwölften Woche – festgestellt und entsprechend gehandelt werden. Im Anschluss an den Vortrag ergab sich in der Diskussionsrunde, dass neben der freien DNA, die vom Kind auf die Mutter übergeht, auch Stammzellen überwechseln können. Diese siedeln sich im Knochenmark der Mutter an und können in späteren Lebensjahren zum Ausbruch von Krankheiten führen. Aufgrund der beobachteten Krankheitsbilder spekulierte der Mediziner, dass es ”im Nabelschnurblut einen pluripotenten Stammzelltyp geben könnte”. Würde sich das bewahrheiten, könnte Nabelschnurblut die Quelle einer weiteren – neben mutlipotenten mesenchymalen und hämatopoetischen – Stammzellart werden. Die Veranstalter Prof. Faber vom Zentrum für Pränatale Medizin Leipzig und Prof. Stepan vom Ortsansässigen Uniklinikum konnten sich über eine rege Beteiligung an der ersten Veranstaltung seiner Art erfreuen.

Foto: Die Referenten von links nach rechts – Prof. Holzgreve (Freiburg), Prof. David (Berlin), Prof. Faber (Leipzig), Prof. Stepan (Leipzig), Prof. Plagemann (Berlin), Prof. Becker (Berlin)

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