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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch &#187; Therapie</title>
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		<title>Wir benötigen neue Behandlungsmethoden für Diabetes</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 08:23:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung mit Nabelschnurblut]]></category>
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		<category><![CDATA[Typ-1-Diabetes]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Zahl der Menschen, die jedes Jahr neu an Diabetes erkranken, steigt kontinuierlich an, Experten sprechen gar von einer Epidemie. Da die Forschung noch nicht abschließend die Ursachen dieser Erkrankung bestimmen kann, spielt Prävention zum Schutz vor der Erkrankung eine entscheidende Rolle. Im dritten Teil unseres Interviews mit Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler spricht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Frau Prof. Ziegler" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/12/Frau_Prof_Ziegler3-280.jpg" alt="Frau Prof. Ziegler" width="250" height="374" align="left" />Die Zahl der Menschen, die jedes Jahr neu an Diabetes erkranken, steigt kontinuierlich an, Experten sprechen gar von einer Epidemie. Da die Forschung noch nicht abschließend die Ursachen dieser Erkrankung bestimmen kann, spielt Prävention zum Schutz vor der Erkrankung eine entscheidende Rolle. Im dritten Teil unseres Interviews mit Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler spricht die Medizinerin, die seit über 25 Jahren in der Diabetesforschung tätig ist, über die Möglichkeiten der Diabetesprävention, über die Notwendigkeit, Behandlungsmethoden weiterzuentwickeln und über einen neuen Therapieansatz mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut</p>
<p><em>Kann man sich vor Diabetes schützen?</em></p>
<p>Ich würde sagen: nein. Nein insofern, als dass Diabetes zu einem großen Teil genetisch bedingt ist und wir einfach keinen hundertprozentigen Umweltfaktor als ursächlich nennen können. Allerdings liegt es nah, dass man sich, wenn man aus einer Diabetesrisikofamilie kommt, zumindest was die Ernährung und gewisse frühkindliche Faktoren betrifft, ”vorbildhaft” verhält &#8211; sprich: man tut das Beste. In unseren Augen ist es empfehlenswert, wenn man sich an die Vorgaben der Gesellschaft für Kinderernährung hält. Das mag banal klingen, aber es ist eine Tatsache, dass sich weniger als zehn Prozent der Bevölkerung nach diesen Richtlinien ernähren.</p>
<p><em>Studien belegen, dass die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen künftig deutlich steigen wird. Worin glauben Sie liegen die Ursachen für diese Tendenz?</em></p>
<p>Das wissen wir auch noch nicht. Man kann nur beobachten, dass so etwas auch mit Veränderungen in einer Gesellschaft einhergeht. Um ein Beispiel zu nennen: nach der Vereinigung von Deutschland sind die Zahlen der Diabeteskranken in den neuen Bundesländern deutlich angestiegen. Gewisse Umweltveränderungen führen zu solchen Anstiegen. Die vorhin bereits erwähnten Hygienefaktoren scheinen eine große Rolle zu spielen. Aber die wirkliche Ursache dieser Epidemie kennen wir bis heute leider nicht.</p>
<p><em>Können die heutigen Behandlungsmethoden da noch mithalten?</em></p>
<p>Die Betroffenen können heute durch eine extrem gute Insulintherapie eine lange Lebenserwartung haben und relativ gut zurecht kommen. Dennoch ist die Insulintherapie eine Hormonersatztherapie und bewirkt keine Heilung. Deswegen glaube ich, dass wir neue Behandlungsformen benötigen, durchaus auch in Kombination mit der Insulintherapie.</p>
<p><em>2007 berichteten amerikanische Forscher von ersten positiven Ergebnissen nach der Behandlung mit körpereigenem Nabelschnurblut. Wie beurteilen Sie diese Studie?</em></p>
<p>Unsere Studie ist Teil dieser amerikanischen Studie, das heißt, wir gehören zusammen, wir sind ein Satellitenzentrum hier in Deutschland, aber es ist ein gemeinsames Projekt. Die Amerikaner haben allerdings eine Vorauswertung von ersten Pilotergebnissen gemacht, die sehr positiv zu lesen waren. Das heißt, die Patienten, die mit ihrem eigenen Nabelschnurblut behandelt wurden, konnten wieder selbst mehr Insulin bilden, was darauf hindeutet, dass als Folge der Therapie durchaus Zellen neu gebildet wurden oder die Zellen weniger zerstört wurden. Allerdings denke ich, dass man eine Gesamtauswertung erst dann machen kann, wenn genügend Patienten in der Studie aufgenommen worden sind und diese lang genug nach den Transfusionen beobachtet wurden.</p>
<p><em>Bedeutet das, dass die Ergebnisse der Amerikaner verfrüht sind?</em></p>
<p>Nein, die sind nicht verfrüht. Für uns waren diese Erkenntnisse unheimlich wichtig. Sie sind ein erstes Signal, dass wir hier nicht umsonst arbeiten. Ich denke aber, man kann sie noch nicht als das abschließende Ergebnis werten, sondern diese Daten stellen sozusagen eine erste Tendenz, eine Vorauswertung dar.</p>
<p><em>Wie sieht Ihr Teil der Studie in puncto Dauer, Ziel und Ablauf aus?</em></p>
<p>Unser erklärtes Ziel ist, hier in Deutschland zehn Patienten zu behandeln. Die hier gewonnenen Daten werden dann zusammen mit denen der amerikanischen Patienten &#8211; ich glaube, das sind bisher insgesamt schon 30 &#8211; ausgewertet. Patienten können mindestens ein Jahr nach Diabetesausbruch in die Studie aufgenommen werden und werden dann zwei Jahre in der Studie nachuntersucht. Bei der Nachuntersuchung schauen wir unter anderem nach, ob die Stammzellen, die wir gegeben haben, im Blut weiter nachweisbar sind, ob das sozusagen lebende Zellen sind, die wir auch finden können. Uns interessiert auch, wie lange wir diese Zellen im Blut finden können, wie effektiv also eine Behandlung überhaupt ist. Daneben schauen wir nach gewissen Sicherheitsparametern, zum Beispiel, dass die Patienten keinerlei Nebenwirkungen haben. Darüber hinaus prüfen wir, wie der Patient in diesem Jahr auf das Diabetes einzustellen ist oder ob man sogar den ein oder anderen Patienten ganz von der Insulintherapie, die ja zusätzlich durchgeführt wird, befreien kann, da der Patient in diesem Fall wieder genug eigenes Insulin produziert.</p>
<p><em>Wie lang ist die Studie denn angelegt? Kann man jetzt schon sagen, wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen ist?</em></p>
<p>Wir hoffen, dass wir innerhalb von zwei Jahren die zehn Patienten aufnehmen können. Drei stehen wie gesagt jetzt schon fest. Ich denke, dass man bis Ende 2011 eine gemeinsame Auswertung mit den amerikanischen Patienten bekommt. Bis dahin werden es insgesamt etwa 50 Patienten sein, die wir untersucht haben, und dann kann man schon sehr viel mehr Aussagen tätigen.</p>
<p><em>Glauben Sie, dass Typ-1-Diabetes auf diese Weise einmal vollständig geheilt werden kann?</em></p>
<p>Ich glaube daran, dass wir eine Heilung für den Diabetes finden werden. Welches Therapiekonzept sich am Ende durchsetzen wird, das wird sich zeigen.</p>
<p><em>Bei welchen Krankheitsbildern können Sie sich die Anwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut zudem noch vorstellen?</em></p>
<p>Da bin ich zu wenig Experte auf anderen Gebieten, aber ich weiß, dass Nabelschnurblut zum Beispiel heute schon bei Hirnschäden oder selbst bei einem Schlaganfall eingesetzt wird. Neben diesen Anwendungsbereichen, die ja primär ältere Menschen betreffen, kann Nabelschnurblut aber auch bei zerebralen Schäden, wie sie beispielsweise durch Sauerstoffmangel während der Geburt entstehen, eingesetzt werden. Die positiven Ergebnisse solcher Therapien haben gezeigt, dass praktisch überall, wo Zellen zerstört worden sind oder einen Defekt aufweisen, die aus Nabelschnurblut gewonnenen Zellen ein enormes Potenzial haben, diese defekten Zellen zu ersetzen. Das liegt vor allem daran, dass bei den Zellen des Nabelschnurblutes noch alle Zellmarker vorhanden sind und sich diese in alle Zelltypen differenzieren können. Dies ist die Basis dafür, dass man überhaupt erst an einen solchen Therapieansatz denken kann.</p>
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		<title>Baby Arthur dank Nabelschnurblut auf dem Weg der Besserung</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 15:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Beginn dieses Jahres verfolgt die Rheinische Post (RP) die Geschichte des an Leukämie erkrankten Jungen &#8211; Baby Arthur. Nun berichtet die RP, dass es dem heute 15 Monate alten Jungen endlich gut geht. Eine Erfolgsgeschichte dank der Stammzellen aus Nabelschnurblut. Als Arthur vier Monate alt war, diagnostizierten die Ärzte bei dem Jungen &#8220;Akute Lymphatische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Beginn dieses Jahres verfolgt die Rheinische Post (RP) die Geschichte des an Leukämie erkrankten Jungen &#8211; Baby Arthur. Nun berichtet die RP, dass es dem heute 15 Monate alten Jungen endlich gut geht. Eine Erfolgsgeschichte dank der <a href="http://www.nabelschnurblut.org/allgemein/die-entwicklung-von-blutstammzellen-aus-dem-nabelschnurblut-teil-1-uber-stammzellen/363">Stammzellen aus Nabelschnurblut</a>. </p>
<p>Als Arthur vier Monate alt war, diagnostizierten die Ärzte bei dem Jungen &#8220;Akute Lymphatische Leukämie&#8221; (ALL). Bei dieser schweren Blutkrebserkrankung entarten die weißen Blutkörperchen, die normalerweise für die Abwehr von Infektionen verantwortlich sind. Folge dieser Erkrankung ist, dass auf Dauer das Immunsystem geschwächt wird. </p>
<p>Lange blieb die Suche nach einem passenden Spender erfolglos. Es wurde sogar zu einer großen Spendenaktion aufgerufen. Doch auch diese Bemühungen konnten dem Jungen zunächst nicht helfen, bis schließlich in Italien ein passender Spender gefunden wurde. Im Juni wurden Baby Arthur die Stammzellen eines italienischen Neugeborenen transplantiert. Danach hieß es für die Familie erst einmal abwarten.</p>
<p>Vier Chemotherapien hatte Baby Arthur in den Monaten nach der Diagnose über sich ergehen lassen müssen. Für die erfolgreiche Transplantation war jedoch eine weitere Chemotherapie notwendig. Ohne diese weitere Chemotherapie, würde der Körper die fremden Zellen abstoßen. Ob Arthur jedoch diese fünfte Behandlung vertragen würde, war aufgrund der schlechten Werte seiner Leukozyten, also den für die Immunabwehr verantwortlichen weißen Blutkörperchen, lange Zeit ungewiss. Doch dann erholte sich Baby Arthur gerade rechtzeitig, so dass die <a href="http://www.nabelschnurblut-tv.de/allgemein/nabelschnurblut-als-ersatz-fur-knochenmark-transplantation-duke-university/105">Stammzelltransplantion</a> vorgenommen werden konnte.</p>
<p>Der Eingriff war dabei nicht ungefährlich. Durch die Chemotherapie wurde das Immunsystem zunächst zerstört, damit die neuen Stammzellen das Immunsystem vollständig neu aufbauen können. In dieser Aufbauphase war Arthur jedoch völlig ungeschützt vor Infektionen und Krankheiten. Die kritischste Phase ist zwar jetzt nach vier Monaten vorerst vorüber, da nun das Risiko einer Abwehrreaktion relativ gering ist. Aber der Familie stehen noch bange Wochen und Monate bevor. Noch immer kann das angegriffene Immunsystem des Jungen einer Virusinfektion nicht standhalten. Und so kann man im Fall von Baby Arthur erst in zwei Jahren endgültig von einer Heilung sprechen. Dennoch freut sich die Familie über die jüngsten Erfolge und ist optimistisch, dass Baby Arthur eines Tages wieder richtig gesund wird.</p>
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		<title>Vierjähriger wird erfolgreich mit Stammzellen aus Nabelschnurblut behandelt</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 08:19:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der vierjährige Dylan Cain leidet aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung bei der Geburt an infantiler Zerebralparese (zerebraler Kinderlähmung). Wie viele betroffene Kinder leidet auch Dylan an Störungen seiner motorischen Fähigkeiten und geistigen Entwicklung. So kann er weder alleine laufen noch mehr als ein Dutzend Wörter sprechen. Anfang des Jahres wurde Dylan für das Stammzellenforschungsprogramm der Duke University [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der vierjährige Dylan Cain leidet aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung bei der Geburt an infantiler Zerebralparese (zerebraler Kinderlähmung). Wie viele betroffene Kinder leidet auch Dylan an Störungen seiner motorischen Fähigkeiten und geistigen Entwicklung. So kann er weder alleine laufen noch mehr als ein Dutzend Wörter sprechen.</p>
<p>Anfang des Jahres wurde Dylan für das Stammzellenforschungsprogramm der Duke University of Medicine in Durham, North Carolina ausgewählt. Dort begann man wenig später, im Mai, mit der Infusion von Stammzellen aus Dylans eigenem <a href="http://www.nabelschnurblut.org" target="_blank">Nabelschnurblut</a>. Obwohl die Ärzte in einer ersten Prognose davon ausgingen, dass sich Dylans Zustand erst nach einem halben bis einem Jahr nach der Infusion verbessern würde, konnten Dylans Eltern bereits erste Fortschritte erkennen. &#8220;Seine kognitiven Fähigkeiten haben sich definitiv verbessert&#8221;, so Jinger Cain. Er erkennt sich jetzt als eigene Persönlichkeit und beginnt schrittweise aber stetig seinen Wortschatz zu erweitern. Auch seine motorischen Fähigkeiten haben sich bereits verbessert. &#8220;Dylan zog bisher sein rechtes Bein nach. Vor ein paar Monaten brauchte er noch Hilfe beim Aufstehen. Jetzt steht er selbstständig auf und Unterstützung braucht er jetzt nur noch beim Ausbalancieren.&#8221;</p>
<p>Seine Eltern sehen positiv in die Zukunft. In einem nächsten Therapieschritt sollen Dylans Gehirnzellen animiert werden. Dazu wird Dylan 120 Sitzungen in einer Überdruckkabine verbringen. Die Behandlung mit den <a href="http://www.nabelschnurblut-4you.de" target="_blank">Stammzellen</a> aus Nabelschnurblut brachte nun endlich die erhofften Verbesserungen, die alle bisherigen Therapieversuche nicht ermöglichen konnten.</p>
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		<title>&#8220;Nabelschnurblut ist ein kostbares Gut, das man nicht einfach wegwerfen sollte&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 07:28:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Leiter der Bochumer Campus Klinik Gynäkologie, Arne Jensen, und Eckhard Hamelmann, der Direktor der Universitätskinderklinik am St.-Josef-Hospital in Bochum, erforschen gemeinsam neue Therapien mit Stammzellen aus Nabelschnurblut. Vor knapp acht Monaten behandelten sie erfolgreich ein dreijähriges Kind mit solchen Stammzellen. Das Kind hatte infolge eines Herzstillstandes einen Hirnschaden erlitten, daraufhin war es erblindet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Leiter der Bochumer Campus Klinik Gynäkologie, Arne Jensen, und Eckhard Hamelmann, der Direktor der Universitätskinderklinik am St.-Josef-Hospital in Bochum, erforschen gemeinsam neue <a href="http://www.diabetes-news.de/news/nachrichten-2007/stammzellen-therapie.htm" target="_blank">Therapien mit Stammzellen</a> aus Nabelschnurblut. Vor knapp acht Monaten behandelten sie erfolgreich ein dreijähriges Kind mit solchen Stammzellen. Das Kind hatte infolge eines Herzstillstandes einen Hirnschaden erlitten, daraufhin war es erblindet und ins Wachkoma gefallen.</p>
<p>Versuche an Tieren hatten dem Team bereits im Vorfeld gezeigt, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut spastische Lähmungen verhindern können. Auch bei dem dreijährigen Kind schlug die Therapie sehr erfolgreich an.  Inzwischen kann es wieder sehen und fängt an zu sprechen. Aufgrund dieses Erfolges wurde kürzlich erneut ein Kind mit Nabelschnurblut behandelt. Einem drei Monate alten Säugling, der infolge einer Hirnhautentzündung einen starken Hirnschaden mit spastischen Lähmungen erlitten hatte, spritzte das Team um Jensen und Hamelmann ebenfalls entsprechende Stammzellen, um seine Leiden zu lindern.</p>
<p>In einem Interview des Rheinischen Merkurs Ende Juli erklärt Jensen die Wirkung der Stammzellen bei Hirnschäden damit, dass die Zellen Stoffe freisetzen, die Entzündungsreaktionen hemmen und das Nervenwachstum anregen. Deswegen hält Jensen die Einlagerung von Nabelschnurblut für eine sinnvolle Maßnahme. In Zukunft werde es wohl wahrscheinlich auch noch weitere Therapieansätze auf der Basis von Nabelschnurblut geben. Jensen ist davon überzeugt, dass das medizinische Risiko bei der <a href="http://www.babycenter.de/pregnancy/geburtsvorbereitung/nabelschnurblut/nabelschnurblut_zweck_privat/" target="_blank">Verwendung</a> von Nabelschnurblut gering ist, da es sich dabei um eine Eigenbluttransplantation handelt, die gewöhnlich keine Abstoßungsreaktionen hervorruft. Die Menge an Nabelschnurblut, das bei einer Entbindung gewonnen werden kann, ist allerdings begrenzt, so dass die daraus gewonnenen Stammzellen oft nur für eine einzige Behandlung reichen. Jensen ist aber überzeugt, dass Stammzellen in Zukunft im Reagenzglas vermehrt werden können und auf diese Weise für mehrere Behandlungen zur Verfügung stehen.</p>
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		<title>&#8220;Nabelschnurblut eignet sich für die therapeutische Anwendung&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 14:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
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		<description><![CDATA[Jahrelange Erfahrungen in der Hämatologie und Onkologie brachten den Herstellungsleiter einer privaten Nabelschnurblutbank Dr. rer. nat. Dietmar Egger zu seiner jetzigen Position. Denn er erkannte das Potenzial von Nabelschnurblut für die therapeutische Anwendung. Im Interview gibt er spannende Einblicke in sein Wissen über das Produkt Nabelschnurblut. Wie viele Zellen können aus Nabelschnurblut eigentlich gewonnen werden? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-103" style="float: left; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Nabelschnurblut - Dr. rer. nat. Dietmar Egger" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2008/08/dsc_9908-199x300.jpg" alt="Nabelschnurblut - Dr. rer. nat. Dietmar Egger" width="199" height="300" />Jahrelange Erfahrungen in der Hämatologie und Onkologie brachten den Herstellungsleiter einer <a title="Nabelschnurblut - Blick hinter die Kulissen" href="http://www.nabelschnurblut.org" target="_blank">privaten Nabelschnurblutbank</a> Dr. rer. nat. Dietmar Egger zu seiner jetzigen Position. Denn er erkannte das Potenzial von Nabelschnurblut für die therapeutische Anwendung. Im Interview gibt er spannende Einblicke in sein Wissen über das Produkt <a title="Nabelschnurblut - TV" href="http://www.nabelschnurblut-tv.de" target="_blank">Nabelschnurblut</a>.</p>
<p><em>Wie viele Zellen können aus Nabelschnurblut eigentlich gewonnen werden?</em><br />
Die Menge an Zellen, die wir aus Nabelschnurblut gewinnen, ist unterschiedlich und begrenzt. Im Schnitt sind es 700 Millionen kernhaltige Zellen. Für eine spätere erfolgreiche Transplantation benötigen wir zehn Millionen Zellen pro Kilogramm Körpergewicht. Daher haben wir eine Untergrenze von 250 Millionen Zellen definiert. Wenn das Nabelschnurblut weniger Zellen enthält, können die Eltern entscheiden ob es weitergelagert oder verworfen werden soll.<br />
Allerdings arbeiten aktuell viele Wissenschaftler weltweit daran, Methoden zur Vermehrung der Zellen zu entwickeln. Ich bin mir sicher, dass die eingelagerte Nabelschnurblutmenge in einigen Jahren kein Problem mehr sein wird.</p>
<p><em>A propos Gewinnung: Hierzu haben Sie ja ein spezielles Transportpaket entwickelt. Warum war das denn notwendig? </em><br />
Eine Nabelschnurblutrichtlinie der Bundesärztekammer gibt klar definierte Temperaturbereiche vor, innerhalb derer befüllte Blutbeutel gelagert und transportiert werden müssen. Dieser Bereich liegt zwischen 18Â°C und 26Â°C. Um die Temperatur über Stunden auch bei extremen Außentemperaturen konstant zu halten, wird das Blut in einer Styroporbox transportiert. Zusätzlich setzen wir Gelkissen ein, die die Temperatur über fünf bis sieben Stunden so stabilisieren, dass Außentemperaturen von Null bis 35 Grad kein Problem darstellen. Zusätzlichen Schutz bietet die gute Organisation der Transporte. Zwischen der Klinik und unseren Labors gibt es keine Situation, in der die Transportbox längere Zeit extremen Temperaturen ausgesetzt ist. Um dies zu kontrollieren, benutzen wir digitale Speicherchips, die die Temperatur über ein gesamtes Jahr aufzeichnen können.</p>
<p><em>Wie lange ist das Nabelschnurblut eigentlich lagerbar?</em><br />
Konkrete Untersuchungen dazu gibt es bislang über längstens 15 Jahre. In keiner dieser Untersuchungen konnte eine signifikante Abnahme der Lebensfähigkeit der Zellen nach dieser langen Lagerdauer nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse decken sich mit unseren eigenen Haltbarkeitstests, die wir alle zwei Jahre durchführen und dem Paul-Ehrlich-Institut als oberste deutsche Arzneimittel-Überwachungsbehörde mitteilen. Theoretische Berechnungen auf Grundlage thermodynamischer Gesetze bekräftigen diese praktischen Erkenntnisse und lassen vermuten, dass die Lebensfähigkeit der Zellen bei den niederen Temperaturen um minus 190Â°C über mindestens hundert Jahre aufrecht erhalten werden kann.</p>
<p><em>Wie stellen Sie über lange Zeit sicher, dass das Nabelschnurblut die Lagerung gut übersteht?</em><br />
Es zweifelt kein Wissenschaftler an der Haltbarkeit der Zellen, eher an der Haltbarkeit der Beutel. Wir verwenden als einziger Anbieter Tieffrierbeutel aus einem speziellen Kunststoff, die wir selbst entwickelt haben. Diese Beutel sind sehr flexibel und halten die sehr tiefen Temperaturen im Stickstofftank gut aus. Sie sind schwierig herzustellen, das Material ist etwa zehn Mal teurer als die herkömmlichen Kunststoffe, aber die Vorteile rechtfertigen die Kosten.</p>
<p><em>Warum ist es sinnvoll </em><em>das komplette <a title="Nabelschnurblut - netmoms.de" href="http://www.netmoms.de/" target="_blank">Nabelschnurblutpräparat </a>einzulagern und es nicht vorher zu separieren? </em><br />
Mit der Zellseparation sind einige Probleme verbunden: Dadurch verändert sich zum einen die gesamte natürliche Umgebung der Zellen, das heißt viel geringere Plasmakonzentrationen bei wesentlich erhöhten Zelldichten. Dies wirkt sich negativ auf die Stabilität der Zellen nach dem Auftauen aus. Zum anderen gehen bei den Separationsprozessen Stammzellen verloren &#8211; was wir, da wir das Nabelschnurblut im Auftrag der Eltern nur verwalten, nicht akzeptieren können. Ein weiteres Problem bei der Separation ergibt sich durch die Tatsache, dass wir heute noch nicht genau wissen, welche Bestandteile im Nabelschnurblut noch enthalten sind. Die Gefahr ist einfach zu groß, durch eine Separation Zellen zu verlieren, die wir noch nicht kennen und deren Funktionen uns noch unbekannt sind, die jedoch für den Patienten später sehr wichtig sein können. Natürlich entstehen durch die Vollbluteinlagerung höhere Kosten, denn wir frieren im Schnitt anstelle von 25 Milliliter 70 Milliliter Präparate ein.</p>
<p><em>Was fasziniert Sie an Nabelschnurblut?</em><br />
Ich habe während meiner Arbeit in der Hämatologie und Onkologie oft genug erlebt, dass die Suche nach Familien- aber auch nach unverwandten Spendern erfolglos war. In der Folge wurde versucht, vom Patienten selbst Stammzellen zu gewinnen, was auch nicht immer erfolgreich war. Ich habe dabei die Überzeugung gewonnen, dass es völlig unverständlich ist, eine Stammzellquelle wie <a title="Nabelschnurblut - TV" href="http://www.nabelschnurblut-tv.de" target="_blank">Nabelschnurblut</a>, ungenutzt im Abfalleimer zu entsorgen.</p>
<p><em>Wo sehen Sie die Zukunft des Nabelschnurblutes?</em><br />
Ich sehe die Zukunft der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut in der Regenerativen Medizin. Das heißt, in der Wiederherstellung von geschädigtem oder zerstörtem Gewebe.</p>
<p>Das Interview als Druckversion finden Sie <a title="Nabelschnurblut - Interview in der Druckversion" href="http://www.nabelschnurblut-experten.de/Nabelschnurblut-eignet-sich-fuer-die-therapeutische-Anwendung.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
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