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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch &#187; Regenerative Medizin</title>
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		<title>Nabelschnurblut &#8211; Aktuelle Nutzung und Zukunftsperspektiven</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 16:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung mit Nabelschnurblut]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Interview mit Dr. Frances Verter, Gründerin der Parent&#8217;s Guide to Cord Blood-Stiftung und der unabhängigen Website parentsguidecordblood.org, mit dem Schwerpunkt auf Nabelschnurbluteinlagerung. Die Parent&#8217;s Guide to Cord Blood-Stiftung ist die einzige Organisation, die Daten von öffentlichen und privaten Nabelschnurblutbanken bereitstellt. Seit 1998 hat die Website www.parentsguidecordblood.org werdende Eltern mit sorgfältig recherchierten medizinischen Informationen über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2011/01/Fran-Verter.jpg"><img class="alignleft" title="Fran Verter" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2011/01/Fran-Verter-239x300.jpg" alt="" width="167" height="210" /></a>Ein Interview mit Dr. Frances Verter, Gründerin der Parent&#8217;s Guide to Cord Blood-Stiftung und der unabhängigen Website <a title="zur Website parentsguidecordblood.org" href="http://wwww.parentsguidecordblood.org" target="_blank">parentsguidecordblood.org</a>, mit dem Schwerpunkt auf Nabelschnurbluteinlagerung.<br />
</strong><br />
Die Parent&#8217;s Guide to Cord Blood-Stiftung ist die einzige Organisation, die Daten von öffentlichen und privaten Nabelschnurblutbanken bereitstellt. Seit 1998 hat die Website www.parentsguidecordblood.org werdende Eltern mit sorgfältig recherchierten medizinischen Informationen über die Möglichkeiten der Nabelschnurblut-Einlagerung versorgt. Gründerin Frances Verter hat als Mutter ein Kind wegen einer Krebserkrankung verloren und forscht und veröffentlicht als Wissenschaftlerin zum Thema der Aufbewahrung von Nabelschnurblut-Stammzellen.<span id="more-1861"></span></p>
<p><em>Die Parent&#8217;s Guide to Cord Blood-Website ist der Erinnerung an Ihre Tochter Shai gewidmet. Die Suche nach einem Knochenmarkspender für sie nahm eine lange Zeit in Anspruch. Halten Sie die Situation heute, mit den vielen eingelagerten Nabelschnurblut-Präparaten, für eine bessere als vor 13 Jahren? </em></p>
<p>Als Shai eine Stammzelltransplantation benötigte, verbrachten wir Monate mit der internationalen Suche nach einem Knochenmarkspender, denn ihre Eltern haben  verschiedene ethnische Hintergründe. Wenn Ärzte  versuchen, einen Spender mit  einem Patienten zu „matchen“, betrachten sie sechs Gewebetypen, auch <a title="HLA bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Human_Leukocyte_Antigen" target="_self">HLA-Typen</a> genannt. Der Patient erbt diese Gewebetypen von beiden Eltern. Bei Eltern ähnlicher Abstammung sind diese wahrscheinlich passende Spender. Aber wenn ein Patient gemischter Abstammung ist, kann es sehr schwer werden, einen passenden Spender zu finden. Dies ist in einigen Ländern eine wichtige Frage. Zum Beispiel ist in den USA die am schnellsten wachsende ethnische Gruppe jene „gemischter Abstammung“, aber die meisten Mitglieder dieser Gruppe sind heute noch Kinder und damit zu jung, um Knochenmark für Patienten gemischter Abstammung zu spenden.</p>
<p>Durch die Verfügbarkeit von Nabelschnurblut als Stammzelltransplantat fällt für viele Patienten die Hürde, einen passenden Spender zu finden, denn Nabelschnurblut muss nicht so genau passen wie Knochenmark. Veröffentlichte medizinische Studien haben gezeigt, dass die Transplantationserfolge mit Nabelschnurblut bei einem 4/6 HLA-Match genauso gut sind wie mit einem 6/6 Match bei Knochenmark. Wenn es 1997, als Shai einen Spender brauchte, einen größeren Bestand an eingelagertem Nabelschnurblut gegeben hätte, vielleicht hätte dann ein passender Spender  gefunden und die Transplantation Monate früher stattfinden können. Shai hatte Leukämie und bekam viele Chemotherapien, um sie symptomfrei zu halten, während sie auf einen Spender wartete. Hätten wir schnell einen Spender gefunden und die Transplantation hätte stattgefunden, als sie in Remission war, vielleicht hätte sie  überlebt. Niemand kann wissen, was auf dem Weg passiert wäre, wenn man ihn nicht gegangen ist.</p>
<p><em>Haben Sie ein Feedback dazu bekommen, wie die Website die Entscheidung der Eltern, Nabelschnurblut zu spenden oder privat einzulagern, beeinflusst hat? </em></p>
<p>Ja, Eltern schreiben häufig, dass die Website ihnen sehr geholfen hat. Wir bekommen auch manchmal Dankesschreiben von Ärzten, zum Beispiel: <em>Danke, danke, danke!  Ich bin Gynäkologe in Scottsdale, AZ  und ich bin begeistert von der Stammzelleinlagerung.  Ich stolperte heute Abend über Ihre Website und ich kann es kaum erwarten, sie meinen Patienten zu zeigen. Es ist alles da.  Alles, was sie wissen müssen. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie viele Male ich den Wert von Stammzellen mit meinen Patienten diskutiert habe, nur um festzustellen, dass ihre Kinder- oder Hausärzte es ihnen ausgeredet haben. Vielen Dank für diese hervorragende Ressource.</em></p>
<p><em>Wie viele Besucher hat die Website im Monat? Erhalten Sie oft Anfragen oder Worte der Ermutigung? </em></p>
<p>Im Durchschnitt hat die Website ParentsGuideCordBlood.org eine halbe Million Zugriffe pro Monat. Viele der Zugriffe kommen von Suchmaschinen oder von Eltern, die mehrere Seiten lesen, um das Thema zu ergründen. Die Anzahl der eindeutigen Besucher liegt zwischen 25.000 und 30.000 pro Monat. Die Besucher kommen aus etwa 90 verschiedenen Ländern. Natürlich kommen die meisten unserer Besucher aus den USA und Kanada, aber eine Menge Leser sind auch aus anderen englischsprachigen Ländern und auch aus vielen europäischen und asiatischen Nationen, wo gut ausgebildete Menschen fließend Englisch sprechen.</p>
<p><em>Inzwischen sind Sie zur Expertin bei Nabelschnurblut-Transplantationen avanciert und haben sich entschieden, das Nabelschnurblut ihrer später geborenen Töchter einzulagern. Wie sehen Sie das Thema Nabelschnurblut-Einlagerung in der Zukunft?</em></p>
<p>Meine Tochter Shai hatte eine „erfolgreiche“ Transplantation in dem Sinne, dass die Stammzellen eines Spenders von ihrem Körper angenommen wurden. Die Leukämie kehrte jedoch zurück und sie starb im September 1997. Im Oktober 1997 wurde ich wieder schwanger. Für dieses Baby begann ich mit meinen Nachforschungen zur Nabelschnurblut-Einlagerung und die Website ging schließlich im Sommer 1998 online. Für meine zweite und meine dritte Tochter, die 1998 und 2000 geboren wurden, lagerte ich privat Nabelschnurblut ein.</p>
<p>Wenn ich über die Zukunft der Nabelschnurblut-Einlagerung nachdenke, so glaube ich, dass wir in nächster Zeit einen steigenden Bedarf sowohl bei privaten als auch bei öffentlichen Einlagerungen erleben werden. Meiner Meinung nach wird sich die private Einlagerung langfristig jedoch gegenüber den öffentlichen Nabelschnurblutbanken durchsetzen – die öffentliche Spende wird verschwinden. Derzeit steigt die Zahl von Patienten, die eine Stammzelltransplantation benötigen und deswegen steigt auch der Bedarf an öffentlicher Einlagerung. Öffentliche Blutbanken vermitteln Spenden für Patienten, die in ihrer eigenen Familie keinen passenden Spender finden können. In den USA wird das Register über öffentliche Nabelschnurblut-Spenden durch das Nationale Knochenmarkspende Programm NMDP (<a title="Website des NMDP" href="http://www.marrow.org/" target="_blank">National Marrow Donor Program</a>; <em>die Redaktion</em>) betrieben. Diese sagen voraus, dass sie im Jahr 2015 jährlich für 10.000 Patienten passende Spenden vermitteln werden. Bei mehr als die Hälfte der Transplantate stammen Patienten und Spender aus unterschiedlichen Ländern. Das zeigt, dass Transplantationen längst zu einem internationalen, medizinischen Unterfangen geworden sind.</p>
<p>Allerdings glaube ich, dass Stammzell-Transplantationen in ferner Zukunft durch zielgerichtete Krebsmedikamente ersetzt werden. Krebs mit Transplantaten zu behandeln ist ungefähr so, als würde man seinem Garten mit Unkrautvernichter behandeln; das Gift bringt alles um, was ihm in den Weg kommt, Unkraut genauso wie Gemüse. Die Chemotherapie, die bei Stammzelltransplantationen eingesetzt wird, ist hochgradig giftig und viele Patienten sterben aufgrund von Nebenwirkungen oder Komplikationen. Wenn wir bessere Krebs-Medikamente hätten, die zielgerichtet nur die befallenen Krebszellen angreifen, würden sich alle Patienten für diese Form der Therapie entscheiden und Stammzelltransplantationen wären plötzlich altertümlich und barbarisch. Deshalb glaube ich, dass die derzeit gängige Praxis, Nabelschnurblut-Spenden für Transplantationen einzulagern, letztlich bei Krebs-Patienten eingestellt wird und jährlich nur noch für eine kleine Zahl von Kindern bedeutsam sein wird, die mit Stoffwechselkrankheiten geboren werden.</p>
<p>Ich glaube fest an diese Vorhersage, allerdings kann ich nicht sagen, wie lange es dauern wird, bis sie auch tatsächlich eintritt. Wird es passieren, solange ich noch lebe?</p>
<p>Inzwischen – in den vergangenen drei Jahren – hat die Nutzung privat eingelagerten Nabelschnurblutes für die „regenerative“ Medizin rasch zugenommen. Gemeinsam mit Dr. Nietfield aus den Niederlanden habe ich dazu ein Plakatpapier während des Treffens der <a title="Website der ISCT" href="http://www.celltherapysociety.org/" target="_blank">International Society for Cellular Therapy</a> (ISCT) 2010 veröffentlicht.  Der Begriff „regenerative“ Medizin meint jegliche Form der Therapie, bei der Stammzellen dem Körper helfen, sich selbst zu heilen. Derzeit werden regenerative Therapien mit Nabelschnurblut vor allem bei Kindern angewandt, die mit einem Hirnschaden zur Welt gekommen oder in jungen Jahren an Diabetes erkrankt sind. Bei erwachsenen Patienten kommt regenerative Medizin mit Stammzellen in erster Linie bei Herzinfarkten, Verletzungen des Rückenmarks und Autoimmunerkrankungen zum Einsatz. Allerdings verfügen heutige Erwachsene nicht über ihr eigenes Nabelschnurblut, sodass hier Stammzellen aus dem Knochenmark des Patienten zu Therapiezwecken verwendet werden. Unter Biotechnologen ist die Meinung weit verbreitet, dass regenerative Medizin der Trend der Zukunft sein wird. Uneins ist man sich hingegen noch darüber, welche „Quelle“ für Stammzellen am Ende dominieren wird. Ich denke, dass Nabelschnurblut irgendwann vor allem als Zellquelle für regenerative Therapien in der Familie eines Kindes eingelagert werden wird.<br />
<em><br />
Die Forschung darüber, wie Nabelschnurblut eingelagert werden kann, wie es transplantiert werden kann und welches Gewebe man aus den darin enthaltenen Stammzellen nachzüchten kann, ist sehr produktiv. Welche dieser Untersuchungen halten Sie für besonders vielversprechend oder nützlich?</em></p>
<p>Meiner Meinung nach sind die wichtigsten Studien die, die die Wirksamkeit von Nabelschnurblut-Infusionen zur Behandlung von Zerebralparese (Hirnschädigung bei Kindern; <em>die Redaktion</em>) sowie durch Sauerstoffmangel bedingte Hirnschädigung untersuchen. Dr. Joanne Kurtzberg von der Duke University in den USA hat bereits 184 Kinder und Kleinkinder mit diesen Erkrankungen behandelt und einige der Fälle, die auch in die Medienöffentlichkeit gelangten, haben seither dramatische Fortschritte gemacht. Allerdings können Mediziner Nabelschnurblut bislang noch nicht offiziell als wirksame Therapie zur Behandlung dieser beiden Krankheiten erklären, solange es nicht in einer randomisierten Doppelblind- Studie getestet wurde, die zudem eine Kontrollgruppe beinhaltet. Zwei solcher Studien beginnen nun in den USA, an der Duke University und am Medical College in Georgia. Inzwischen sind Patienten und Ärzte rund um den Globus aufgrund der erfolgreichen Einzelfälle von Kindern, die in Durham behandelt wurden, derart zuversichtlich, dass nun auch in vielen anderen Ländern Studien organisiert werden, so zum Beispiel in Australien, Japan, Deutschland, Hongkong, Indien, Malaysia, Singapur, Taiwan und Thailand (<em>private Kommunikation</em>).</p>
<p>Ich denke, dass – sollten die Versuche mit Nabelschnurblut zur Behandlung der oben genannten Krankheiten auch nur zum Teil erfolgreich sein – werdende Eltern in hohem Maße begeistert und motiviert werden, das Nabelschnurblut ihrer Neugeborenen einzulagern. Niemand möchte sich vorstellen, ein Kind mit einem Hirnschaden zur Welt zu bringen, doch leider sind diese Fälle gar nicht so selten. In den USA ist eines von 300 Kindern zwischen fünf und zehn Jahren zu einem gewissen Grad von einer Zerebralparese betroffen. Diese Erkrankung ist deutlich verbreiteter als zum Beispiel Krebs bei Kindern, was bislang der Hauptgrund dafür war, dass Kinder mit Stammzellen behandelt wurden.</p>
<p>Quelle: <a title="Eurocord Slovakia" href="www.eurocord.sk" target="_blank">Eurocord Slovakia</a><br />
Bildquelle: parentsguidecordblood.org</p>
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		<title>Weltkonferenz für Regenerativen Medizin</title>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 14:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen dem 29. und 31. Oktober findet im Congress Center in Leipzig die Weltkonferenz für Regenerative Medizin (WRM) statt. Ein wichtiger Termin für alle Wissenschaftler, Kliniker und Experten, die sich über die Entwicklung von Zelltherapie, Nabelschnurblut etc. informieren wollen. Die Veranstaltung, die vom Frauenhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie und dem Translational Centre for Regenerative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen dem 29. und 31. Oktober findet im Congress Center in Leipzig die Weltkonferenz für Regenerative Medizin (WRM) statt. Ein wichtiger Termin für alle Wissenschaftler, Kliniker und <a href="http://www.nabelschnurblut-experten.de" target="_blank">Experten</a>, die sich über die Entwicklung von Zelltherapie, Nabelschnurblut etc. informieren wollen. Die Veranstaltung, die vom Frauenhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie und dem Translational Centre for Regenerative Medicine (TRM) organisiert wird, soll zum einen Plattform für einen intensiven Austausch über Fragen, Entwicklungen und Forschungsansätze dieses Teilbereiches der Biomedizin sein. Zum anderen wird es auf der Konferenz interessante Vorträge geben. So werden beispielsweise die rechtlichen Aspekte und Rahmenbedingen der regenerativen Forschung von dem international anerkannten Experten Bernhard Siegel, Direktor des Genetics Policy Institute (Wellington, Florida, USA), thematisiert. Die Organisatoren konnten zudem Professor Dr. Bruno Christ vom Universitätsklinikum Halle (Saale) und Professor Dr. Thomas Magin von der Universität Bonn als Vortragende gewinnen. Während Professor Dr. Christ über den Beitrag von Stammzellen für die Geweberegeneration nach Leberverletzungen sprechen wird, erläutert Professor Dr. Magin den Crosstalk zwischen Keratinozyten und extrazellulärer Matrix.</p>
<p>Über 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt werden erwartet, die im Rahmen der Weltkonferenz über regenerative Themen, technologische Entwicklungen wie zum Beispiel Bioreaktoren oder über Immunologie-Signalisierung debattieren werden.</p>
<p>Bestandteil der Konferenz wird zudem die vom dem internationalen Veterinary Stem Cell Consortium (VSCC) organisierte 1. Internationale Konferenz für Veterinärmedizinische Stammzellforschung sein. Wie in vielen Bereichen der Medizin findet auch in der Regenerativen Medizin ein reger Austausch zwischen der Fachbereichen der Human- und der Veterinärmedizin statt. Experten aus den USA, Großbritannien, Italien und den Niederlanden haben bereits ihr Kommen angekündigt. Die neusten Erkenntnisse, Forschungsmethoden und Therapieansätze werden im Rahmen derÂ  Weltkonferenz für Regenerative Medizin fachübergreifend vorgestellt und diskutiert.</p>
<p>Weiterhin besteht die Möglichkeit, auf der Veranstaltung einen wissenschaftlichen Beitrag zu halten. Interessierte sollten sich bis zum 15. Juli 2009 online auf der Webseite www.wcrm-leipzig.com registrieren lassen. Zudem finden sich hier auch weitere Informationen zur Konferenz.</p>
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		<title>Nabelschnurblut &#8211; ein kostbares Gut für Forschung und Anwendung</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 11:57:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Professor Dr. Arne Jensen ist Direktor der Universitätsfrauenklinik Bochum am Knappschaftskrankenhaus und hat die Nabelschnurstammzell-Forschungsgruppe an der Ruhr-Universität Bochum ins Leben gerufen. Er und seine Mitarbeiter forschen seit vielen Jahren über den Einfluss vonÂ  Sauerstoffmangel und Entzündungen auf die Entstehung von Hirnschäden bei Kindern vor, während und nach der Geburt. Zunächst bezogen sich die Untersuchungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-198" style="float: left; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Nabelschnurblut - Prof. Arne Jensen" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2008/12/jensen1-225x300.jpg" alt="Nabelschnurblut - Prof. Arne Jensen" width="225" height="300" />Professor Dr. Arne Jensen ist Direktor der Universitätsfrauenklinik Bochum am Knappschaftskrankenhaus und hat die <a title="Nabelschnurblut - TV" href="http://www.nabelschnurblut-tv.de" target="_blank">Nabelschnurstammzell</a>-Forschungsgruppe an der Ruhr-Universität Bochum ins Leben gerufen. Er und seine Mitarbeiter forschen seit vielen Jahren über den Einfluss vonÂ  Sauerstoffmangel und Entzündungen auf die Entstehung von Hirnschäden bei Kindern vor, während und nach der Geburt. Zunächst bezogen sich die Untersuchungen auf den Schutz des kindlichen Gehirns durch neuroprotektive Substanzen (die Nervenzellen schützende Substanzen &#8211; Anm. d. Red.), die bei rechtzeitiger Gabe vor dem schädigenden Ereignis das Absterben von Nervenzellen verhinderten. Da aber nicht auszuschließen ist, dass trotz optimaler Geburtsleitung und Einsatz neuroprotektiver Strategien, einige Neugeborene dennoch einen Hirnschaden erleiden, mussten neue Wege beschritten werden. Um auch diesen Kindern zukünftigÂ  helfen zu können, konzentrieren sich der Arzt und sein Team ganz auf die Forschung mit <a title="Nabelschnurblut - WIKI" href="http://www.nabelschnurblut-wiki.de" target="_blank">Nabelschnurblutstammzellen</a>, um herauszufinden, ob die Folgen einer frühkindlichen Hirnschädigung gelindert werden können. Erste experimentelle Ergebnisse geben Anlass zur Hoffnung.</p>
<p><em>Was fasziniert Sie an der Forschung mit Stammzellen aus Nabelschnurblut?</em><br />
Stammzellen aus Nabelschnurblut sind ein Glücksfall für die Forschung, nicht nur für die Bereiche Frauenheilkunde und Geburtshilfe, sondern auch für die Grundlagenforschung allgemein. Der Grund ist die Erkenntnis, dass sich im Nabelschnurblut eine Vielzahl von Progenitorzellen (Vorläuferzellen &#8211; Anm. d. Red.) befinden, was eine Vielzahl von Forschungsperspektiven eröffnet. Zudem haben wir einen günstigen Zugangsweg zu den Zellen: Das Nabelschnurblut kann direkt nach der Geburt des Kindes im Kreißsaal entnommen werden, ohne dass dabei Mutter und Kind einen Nachteil erleiden.</p>
<p><em>Welche Progenitorzellen, das heißt Vorläuferzellen, kommen im Nabelschnurblut vor?</em><br />
Es gibt eine Reihe von Progenitorzellen, die eine große Palette an Möglichkeiten bieten. Die bekanntesten sind die hämatopoetischen, also blutbildenden Stammzellen, ähnlich denen im Knochenmark. Es gibt aber auch Progenitorzellen, die sich zu Nervenzellen, Gliazellen, Muskulatur oder zu Zellen der Bauchspeicheldrüse entwickeln können. Wir sind speziell an denen interessiert, die einen Bezug zu einem Teil des Nervensystems, genauer gesagt dem Gehirn, haben.</p>
<p><em>Welche Zellen wären das im Detail?</em><br />
Es handelt sich um eine Vielzahl von Zellen, die sich innerhalb der Gruppe der mononukleären Zellen (sie besitzen nur einen Kern, dazu gehören zum Beispiel weiße Blut- und Stammzellen) im <a href="http://www.nabelschnurblut.org" target="_blank">Nabelschnurblut</a> befinden.</p>
<p><em>Wie häufig kommt es zu Hirnschäden bei Kindern?</em><br />
Schwere Hirnschäden, die mit einer Beeinträchtigung der motorischen Körperfunktionen oder der Intelligenz einhergehen, erleiden in Deutschland pro Geburtsjahr 1.000 Kinder. Das ist eine relativ hohe Zahl, wenn man das Schicksal der Kinder, ihrer Eltern und des gesamten Umfeldes bedenkt. Die Kosten für diese Erkrankungen werden von der Solidargemeinschaft getragen und belaufen sich &#8211; sehr konservativen Schätzungen zu Folge &#8211; auf eine halbe Milliarde Euro im Jahr. Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Denn auch geringgradigere Hirnschäden haben weitreichende Folgen, wie beispielsweise verzögerte psychomotorische Entwicklung, geringere Intelligenz bis hin zu psychischen Störungen.</p>
<p>Durch Sauerstoffmangel verursachte Hirnschäden kommen bei sehr unreifen Frühgeborenen &#8211; Kinder, die bis 1500 Gramm wiegen und vor der 32sten Schwangerschaftswoche geboren werden &#8211; häufiger vor als bei Kindern, die pünktlich zum Geburtstermin, plusminus ein paar Tage, auf die Welt kommen. Denn bei Frühgeborenen funktionieren die Schutzmechanismen gegen den Sauerstoffmangel noch nicht oder nur unzureichend. Der Grund hierfür ist das zu diesem Zeitpunkt der Entwicklung noch nicht vollständig ausgebildete Nervensystem. Fünf Prozent der Frühgeburten erleiden daher schwere Schäden in bestimmten Hirnregionen, die durch eine Mangeldurchblutung verursacht werden und Lähmungserscheinungen nach sich ziehen. Weitere zehn Prozent kämpfen mit schwerwiegenden Hirnblutungen. Dagegen erleiden nur zwei bis vier von 1.000 reifgeborenen Kindern derartige Hirnschäden.</p>
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		<title>Stammzellen zur Behandlung von degenerativen Erkrankungen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 11:34:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Übertragung der Ergebnisse von Dr. Nicole zur Nieden auf Nabelschnurblutstammzellen ist möglich und realistisch. Die Wissenschaftlerin, die derzeit zwei Arbeitsgruppen in Deutschland und Amerika leitet, arbeitet unter anderem an Heilungsmethoden für Osteoporosepatienten. Allerdings benutzt sie für ihre Forschungen embryonale Stammzellen. Im letzten Teil des Interviews schildert sie ihre Meinung zur Ethik-Debatte, konkrete Anwendungsmöglichkeiten von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-176" style="float: left; margin: 10px;" title="Nabelschnurblut - Forschung" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2008/11/tubes-kleiner.jpg" alt="Nabelschnurblut - Forschung" width="250" height="166" />Die Übertragung der Ergebnisse von Dr. Nicole zur Nieden auf <a title="Nabelschnurblut 4 You" href="http://www.nabelschnurblut4you.de" target="_blank">Nabelschnurblut</a>stammzellen ist möglich und realistisch. Die Wissenschaftlerin, die derzeit zwei Arbeitsgruppen in Deutschland und Amerika leitet, arbeitet unter anderem an Heilungsmethoden für Osteoporosepatienten. Allerdings benutzt sie für ihre Forschungen embryonale Stammzellen. Im letzten Teil des Interviews schildert sie ihre Meinung zur Ethik-Debatte, konkrete Anwendungsmöglichkeiten von Stammzellen und die Stellung Deutschlands in der so genannten &#8220;Forschungslandschaft&#8221;.</p>
<p><em>Wo werden in Zukunft die Einsatzgebiete von <a title="Nabelschnurblut - Stammzellen" href="http://www.bloodstemcells.ch" target="_blank">Stammzellen</a> liegen?</em><br />
Mit Sicherheit werden die Anwendungsbereiche für Stammzellen, auch für die aus <a title="Nabelschnurblut - TV" href="http://www.nabelschnurblut-tv.de" target="_blank">Nabelschnurblut</a>, breit gefächert sein und einige Behandlungen könnten sich in zehn Jahren schon erfolgreich auf dem Markt etabliert haben. Generell werden sie bei der Behandlung von degenerativen Erkrankungen, wie Diabetes, Alzheimer, Parkinson oder auch Osteoporose Verwendung finden. Hierbei handelt es sich um Störungen, die durch fehlerhafte Zellen ausgelöst werden. Andere Applikationen könnten Verletzungen sein, wie beispielsweise Knochenbrüche &#8211; was derzeit schon angewendet wird. Aus meinen Erfahrungen heraus werden die Forschungsergebnisse gut von Ärzten angenommen. Teilweise informieren sie sich selbstständig und nehmen gerne an entsprechenden Studien teil. Zum Beispiel hatte ich in letzter Zeit mit einem Zahnmediziner zu tun, der sich mit Implantaten beschäftigte. Er fand das Thema Stammzellen sehr interessant und setzte sich deswegen mit mir in Verbindung &#8211; denn auch in Zähnen kommen sie vor.</p>
<p><em>Die Forschung mit embryonalen Stammzellen wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Beeinflusst Sie diese Ethik-Debatte in Ihrer Arbeit?<br />
</em>Nicht wirklich &#8211; weil dahinter ein Informationsmangel steckt. Die Bevölkerung weiß nicht, woher die embryonalen Stammzellen für die Forschung kommen. Sie entstammen überschüssigen Embryonen, die bei künstlichen Befruchtungen anfallen und entsorgt würden. Die Forschung verwendet die Embryonen nur zur Gewinnung von Stammzellen, in Übereinstimmung mit den Eltern, die die Zellen spenden.</p>
<p><em>Deutschland wird im Bereich der Forschung oftmals als ”konservativ” bezeichnet. Sie haben und arbeiten jetzt wieder im Ausland. Wie unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen?<br />
</em>Es ist theoretisch möglich in Deutschland, mit humanen embryonalen Stammzellen zu arbeiten. Doch das wirkliche Problem ist die Finanzierung über eingeworbene Fördergelder. Die Argumentation im Sinne der embryonalen Stammzellen ist hierbei nicht so einfach. Wenn ich sage: ”Embryonale Stammzellen haben ein großes Potenzial für die Therapie”, kann ich davon ausgehen, nicht finanziert zu werden. Dennoch ist der Vorgang nötig und sinnvoll, um seriöse Wissenschaft zu betreiben. Deutschlands Forschungslandschaft nimmt deshalb im Stammzellfeld keine Vorreiterrolle ein, liegt aber im unteren Mittelfeld.</p>
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		<title>Stammzellen aus Nabelschnurblut: Experten diskutieren neue Methoden</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 13:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Innovationsforum ”Demografie und Gesundheitsressourcen &#8211; Neue Lösungen für den Gesundheits- und Arbeitsmarkt” findet am Donnerstag, dem 23. Oktober 2008, in Leipzig statt. Organisiert vom Fraunhofer-Institut und der Europäischen Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern (eVAA e.V.) soll die Veranstaltung Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit für die Notwendigkeit der Verschränkung von Gerontologie und regenerativer Medizin sensibilisieren. Thema des ”Fraunhofer Life Science Symposiums ”, das am 24. und 25. Oktober 2008 statt findet und vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunolgie (IZI) in Leipzig organisiert wird, ist ”Ischämie und Regeneration”. Die Plattform für Mediziner, Wissenschaftler und Unternehmer soll eine Verbindung von Forschung und Industrie für die regenerative Medizin herstellen. Diskutiert werden Anwendungsfelder von <a title="Nabelschnurblut Wiki" href="http://www.nabelschnurblut-wiki.de" target="_blank">Stammzellen</a>, wie sie auch im <a title="Nabelschnurblut - Hinter den Kulissen" href="http://www.nabelschnurblut.org" target="_blank">Nabelschnurblut</a> vorkommen, bei ischämischen Erkrankungen, wie Herzinfarkten und Schlaganfällen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie <a title="Nabelschnurblut - Innovationsforum" href="http://www.vitalitaet-und-arbeit.de/" target="_blank">hier</a> und <a title="Nabelschnurblut - Life Science Symposium" href="http://www.fs-leipzig.com/" target="_blank">hier</a>.</p>
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