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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch &#187; Knorpelschäden</title>
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		<title>Nabelschnurblut &#8211; Einsatz zur Regeneration von Knorpelschäden</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 18:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung mit Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Knorpelgewebe]]></category>
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		<description><![CDATA[Neue Einsatzmöglichkeit für Nabelschnurblut: Die Biologin Prof. Dr. Ursula Anderer von der Fachhochschule Lausitz forscht zur Zeit am Tissue Engineering &#8211; das heißt, sie arbeitet an der Herstellung künstlicher Gewebe, genauer gesagt von Knorpelgewebe. Dieses soll eingesetzt werden, um Schäden in Gelenken zu regenerieren, etwa im Knie oder in der Hüfte. Im Interview berichtet Prof. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; line-height: 150%;"><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-246" style="float: left; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Nabelschnurblut - Prof. Ursula Anderer" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/02/nabelschnurblut_anderer_klein.jpg" alt="Nabelschnurblut - Prof. Ursula Anderer" width="100" height="137" />Neue Einsatzmöglichkeit für Nabelschnurblut: Die Biologin Prof. Dr. Ursula Anderer von der Fachhochschule Lausitz forscht zur Zeit am Tissue Engineering &#8211; das heißt, sie arbeitet an der Herstellung künstlicher Gewebe, genauer gesagt von Knorpelgewebe. Dieses soll eingesetzt werden, um Schäden in Gelenken zu regenerieren, etwa im Knie oder in der Hüfte. Im Interview berichtet Prof. Anderer vom Stand dieser Arbeit und über ihre Pläne, die Methode des Tissue Engineering auf <a title="Nabelschnurblut enthält Multipotente Stammzellen" href="http://www.nabelschnurblut-wiki.de/index.php?title=Multipotente_Stammzellen" target="_blank">Stammzellen</a> aus Nabelschnurblut zu übertragen.</p>
<p><em>Kann das gezüchtete Knorpelgewebe schon zur Regeneration von Schäden beim Patienten eingesetzt werden?</em><br />
Der Einsatz am Patienten ist geplant. Erste Experimente laufen erfolgreich bei uns im Labor. Es wurden Knorpelzellen zu einem Gewebe herangezüchtet und wieder in Originalknorpel eingebracht, der krankhaft verändert war. Dabei zeigte sich, dass sie eine sehr gute Integrations- und Adhäsionsfähigkeit (Anm. d. Red.: Haftung an der Oberfläche) haben. Kleine Verletzungen, wie Risse im Knorpel, konnten leicht aufgefüllt werden. Dabei wirkte das eingebrachte, im Labor hergestellte Gewebe, wie ein ”Regenerationskeim” zum Aufbau von neuem Gewebe. Den bisherigen Untersuchungen im Labor sollen natürlich Untersuchungen im lebenden Organismus folgen.</p>
<p><em>In welchem Zeitrahmen rechnen Sie denn mit dem klinischen Einsatz?</em><br />
Bevor mit dem klinischen Einsatz begonnen werden kann, müssen zur Absicherung Tierversuche durchgeführt werden. Zudem ist es in der Forschung sehr schwer, konkrete Zeitangaben zu machen. Wir rechnen aber mit dem therapeutischen Einsatz von künstlich gezüchtetem Knorpelgewebe in ein bis zwei Jahren.</p>
<p><em>Haben Sie denn auch selbst schon mit Stammzellen aus Nabelschnurblut gearbeitet?</em><br />
Ich persönlich habe leider noch nicht mit Stammzellen aus Nabelschnurblut gearbeitet. Der Grund dafür waren die bisher begrenzten Möglichkeiten im personellen, finanziellen und räumlichen Bereich der Fachhochschule. Das wird sich aber in naher Zukunft ändern, denn wir wollen unsere Methode auf Stammzellen aus Nabelschnurblut übertragen. Wir haben  auf dem Campus an der Fachhochschule Lausitz ein neues Biotechnologiegebäude mit getrennten Räumen für Lehre und Forschung bekommen. Wir hoffen die Stammzellen aus Nabelschnurblut für unser System isolieren und integrieren zu können und damit dreidimensionales Knorpelgewebe zu erzeugen.</p>
<p>Könnten Sie uns bitte einen Einblick in Ihren wissenschaftlichen Werdegang geben?<br />
Ich habe in Karlsruhe ein klassisches Biologiestudium absolviert und mich schon während meiner Diplomarbeit mit zellbiologischen, dreidimensionalen Testsystemen vertraut gemacht. Nach meiner Dissertation in Heidelberg bin ich in die Tumorforschung gegangen und habe dort unter anderem eine Zellbank für Kindertumore aufgebaut. Dem Thema blieb ich auch an der Charité in Berlin treu. Mit dem Wechsel zum <a title="Nabelschnurblut - Neue Anwendungsmöglichkeiten" href="http://www.nabelschnurblut-wiki.de/index.php?title=Nabelschnurblut_%E2%80%93_neue_Anwendungsm%C3%B6glichkeiten%3F" target="_blank">”Tissue Engineering”</a> und zur Regenerativen Medizin konnte ich mein bis dahin erworbenes Wissen auf die angewandte Forschung konzentrieren und habe mich dabei auf Knorpelgewebe spezialisiert. Das besondere an dieser Arbeit ist, dass das gezüchtete Knorpelgewebe aus rein humanem Zellen hergestellt wird, ohne Zusatz von Gerüstsubstanzen. Dieses etablierte Verfahren möchte ich weiter ausbauen. Seit 2004 habe ich eine Professur für Zellbiologie an der Fachhochschule Lausitz. Ich bin hier in die Bachelor- und Masterstudiengänge involviert und freue mich über die neuen, separaten Labore, die Lehre und Forschung parallel ermöglichen.</p>
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