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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch &#187; Dr. Martin Imhof</title>
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		<title>Das Alter der Stammzellen spielt eine entscheidende Rolle für die Qualität</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 08:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit über zehn Jahren beschäftigt sich Dr. Martin Imhof intensiv mit dem Thema Nabelschnurblut. In den bisherigen Teilen unseres Interviews, sprach der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Zelltherapie in Österreich unter anderem über seine Arbeit, die Entwicklung der Zellherapie in den letzten Jahren sowie über den Einfluss der Medien auf die öffentliche Meinung. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Dr. Imhof berichtet im Gespräch über Stammzellen aus Nabelschnurblut." src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/06/portrait-imhof-12.jpg" alt="Dr. Imhof berichtet im Gespräch über Stammzellen aus Nabelschnurblut." align="left" />Seit über zehn Jahren beschäftigt sich Dr. Martin Imhof intensiv mit dem Thema Nabelschnurblut. In den bisherigen Teilen unseres Interviews, sprach der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Zelltherapie in Österreich unter anderem über seine Arbeit, die Entwicklung der Zellherapie in den letzten Jahren sowie über den Einfluss der Medien auf die öffentliche Meinung. Im folgenden Teil unseres Gesprächs geht der Geburtsmediziner nun in die Tiefe. Erfahren Sie hier seine vergleichende Bewertung von embryonalen Stammzellen und denen aus Nabelschnurblut.</p>
<p><em>Sprechen wir über die im <strong>Nabelschnurblut</strong> enthaltenen umbilikalen Stammzellen. Worum handelt es sich dabei und was vermögen sie zu leisten?</em></p>
<p>Umbilikale Stammzellen sind Stammzellen aus der Nabelschnur, die letztlich Basisbausteine des Körpers sind und dort in einer höheren Dichte vorkommen. Sie besitzen offenbar einen höheren Differenzierungsgrad als andere Stammzellen, die schon weiter differenziert sind. Die Wissenschaft diskutiert intensiv, wie wandlungsfähig sie sind und inwiefern sie pluripotenten Stammzellen ähneln. Aktuell herrscht in der Wissenschaft der Eindruck vor, dass die Nabelschnurblut-Stammzellen sehr breit anwendbar sind und sich sozusagen dem Bedarf anpassen. Ihr Nachteil im Vergleich zu embryonalen Stammzellen ist, dass sie sich zunächst nicht so gut differenzieren können. Demgegenüber ist der große Vorteil der umbilikalen Zellen, dass sie die jüngsten adulten Stammzellen sind und eine sehr geringe Infektionsbelastung aufweisen. Zudem sind sie leicht zu entnehmen. Diese Eigenschaften der Nabelschnurblut-Stammzellen machen sie interessant, obwohl sie scheinbar gegenüber embryonalen Stammzellen im Nachteil sind.</p>
<p><em>Wären umbilikale Stammzellen gute Kandidaten für die Herstellung induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS)?</em></p>
<p>Ja, sogar sehr gute. Einige Versuche haben bereits gezeigt, dass sich die Nabelschnurblut-Stammzellen zu einer basaleren Form rückdifferenzieren können, die sich dann in eine breitere Zahl an Zelllinien entwickeln können. Wenn induzierte pluripotente Stammzellen auf der Grundlage umbilikaler Stammzellen hergestellt würden, hätte das den Vorzug, dass sie ohne Alterungsschäden oder Infektionen mit Krankheitserregern gewonnen werden könnten. Damit könnte auch bestimmten Forschern bewiesen werden, dass Nabelschnurblut-Stammzellen sehr gut verwendbar sind und durchaus mit der embryonalen Sorte mithalten können.<br />
<em><br />
Allerdings gibt es nicht nur embryonale Stammzellen und solche aus Nabelschnurblut. Wie schneidet aus Ihrer Sicht das Blut aus der Nabelschnur gegenüber anderen Stammzellquellen ab?</em></p>
<p>Zumindest für mich gibt es nur zwei wirklich interessante Stammzellarten &#8211; die embryonale und die umbilikale Variante. Die transgenen Formen auf Basis tierischer Eizellen schließe ich jetzt einmal aus, weil diese ein hohes Risikopotenzial haben. Natürlich gibt es noch weitere Arten wie zum Beispiel Fettgewebestammzellen, oder Stammzellen, die durch hormonelle Produktion gewonnen werden etc., aber sie alle stehen qualitativ eine Stufe unterhalb der embryonalen Stammzellen und derer aus dem Nabelschnurblut. Ich denke, dass das Alter, in dem die Stammzellen gewonnen werden, eine entscheidende Rolle für die Qualität spielt. Zwar sind die embryonalen Stammzellen von ihren Eigenschaften her die optimalen, aber ihre Gewinnung ist nicht nur sehr schwierig, sondern auch mit ethisch-moralischen Problemen belastet. Das Blut aus der Nabelschnur ist dagegen eine Stammzellquelle, die Wissenschaftlern und Ärzten offen steht und die ethisch unbedenklich ist. Hier sind also die Voraussetzungen dafür gegeben, die Zellen tatsächlich zu verwenden. Sicherlich muss in der klinischen Praxis auch auf Stammzellen zurückgegriffen werden, die aus anderen Geweben stammen, da vielen Menschen ihr Nabelschnurblut nicht mehr zur Verfügung steht. Aber am besten ist es, dieses bei der Geburt zu entnehmen und die Zellen daraus bei Bedarf zu verwenden.</p>
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		<title>Nabelschnurblut: Die Zelltherapie hat sich stetig weiterentwickelt</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 14:21:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verein zur Förderung der Zelltherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Nabelschnurblut-Experte Dr. Martin Imhof ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Zelltherapie in Österreich. Der gebürtige Wiener arbeitet als Geburtsmediziner und Oberarzt im Krankenhaus Weinviertel Korneuburg und kennt sich im Bereich der Stammzellforschung bestens aus. Im Interview legt der Mediziner die vielfältigen klinischen Forschungsprojekte dar, in denen er sich engagiert, zum Beispiel bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Der Nabelschnurblut-Experte Dr. Imhof im Interview" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/06/portrait-imhof-1.jpg" alt="Der Nabelschnurblut-Experte Dr. Imhof im Interview" width="152" height="212" align="left" />Der <strong>Nabelschnurblut</strong>-Experte Dr. Martin Imhof ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Zelltherapie in Österreich. Der gebürtige Wiener arbeitet als Geburtsmediziner und Oberarzt im Krankenhaus Weinviertel Korneuburg und kennt sich im Bereich der Stammzellforschung bestens aus. Im Interview legt der Mediziner die vielfältigen klinischen Forschungsprojekte dar, in denen er sich engagiert, zum Beispiel bei der Hormonersatztherapie oder der Transplantation von Eierstockgewebe. Außerdem erläutert Dr. Imhof, wie vor einigen Jahren die frühen Ansätze der Zelltherapie im Bereich der Herzchirurgie aussahen und was sich seitdem verändert hat.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><em>Sie sind Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Zelltherapie. Warum engagieren Sie sich dort und was ist das Ziel der Vereinsarbeit?</em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Ich engagiere mich in diesem Verein, weil ich mich seit Beginn meiner medizinischen Tätigkeit mit Zelltherapie beschäftige. Denn schon als Student kam ich damit in Berührung, als ich mit menschlichen Herzklappen arbeitete. Derzeit arbeite ich unter anderem mit entwickelten Zellen aus dem Eierstockgewebe. Es kann eingefroren und bei Bedarf transplantiert werden. Damit soll Frauen geholfen werden, die beispielsweise nach einer Chemotherapie unfruchtbar geworden sind. Ich habe mich also nach und nach mit den verschiedenen Facetten der <a title="Verein zur Förderung der Zelltherapie" href="http://www.verein-zelltherapie.com/" target="_blank">Zelltherapie</a> auseinandergesetzt. Das Besondere an ihr ist, dass sie die klassische Medizin teils verbessert und teils sogar ablöst. Der Verein zur Förderung der Zelltherapie hat den Zweck, das Thema in der Öffentlichkeit zu erklären und ins rechte Licht zu rücken. Außerdem unterstützen wir Stammzellbehandlungen bei bedürftigen Personen.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><em>Wie sah die Zelltherapie zu Ihren Studienzeiten aus?</em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Damals habe ich &#8211; im Rahmen meiner Arbeit in der Herzthoraxchirurgie &#8211; die Klappen aus den Herzen herauspräpariert, verarbeitet und für die Reimplantation eingefroren. So wurde Anfang der neunziger Jahre die ”frühe Zelltherapie” definiert. Inzwischen werden die Herzklappen auch aus Zellen gezüchtet. Der Patient bekommt demnach lebendes Gewebe transplantiert.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><em>In ihren Anfängen funktionierte die Zelltherapie also ganz anders &#8211; heute greift man auf Stammzellen zurück. Können Sie diese Entwicklung kurz skizzieren? </em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Die ”frühe Zelltherapie” war die Zeit der Transplantationen, auch von Knochenmark &#8211; und damit begannen erst die klinischen Anwendungen in diesem Bereich. Die neuere Forschung geht nun in die Richtung, Zellen zu kultivieren, um daraus Gewebe zu züchten und beispielsweise Herzklappen herzustellen. Aber auf diesem Gebiet befindet sich die Entwicklung noch in einem frühen Stadium.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><em>Sie sind nicht nur Vorsitzender des Vereins für Zelltherapie, sondern engagieren sich in vielfältigen Projekten. Können Sie uns mehr darüber erzählen?</em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Da ist zum einen die Kryokonservierung von Eierstockgewebe oder Teilen des Eierstockes zu erwähnen. Dies wird vornehmlich bei jüngeren Frauen gemacht, die an Krebs erkrankt sind. Dann entnimmt man ihnen vor der Chemotherapie das Gewebe und bewahrt es auf, bis die Patientin den Krebs überwunden hat. Danach kann mit der Transplantation die Funktion des Eierstockes wieder regeneriert werden und auch nach einer schweren Erkrankung zu einer erfolgreichen Schwangerschaft führen. Damit sind weitere Zukunftsaspekte verbunden, wie die Erhaltung der Fruchtbarkeit bis ins hohe Alter &#8211; viele Frauen möchten heute gern im Alter von über 40 Jahren noch Kinder bekommen und könnten dabei von der Medizin besser unterstützt werden. Ein weiteres Beispiel ist die autologe Hormonersatztherapie, bei der es darum geht, dass Hormone vom eigenen Gewebe gebildet werden. Außerdem arbeiten wir an einer Immuntherapie mit Hilfe von Zellen. Sie sollen das Abwehrsystem im Kampf gegen Tumore unterstützen.</span></span></p>
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