Stammzellen aus Nabelschnurblut geben Hoffnung
Am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig wird seit Jahren an einer Therapie gegen die Folgen von Schlaganfall geforscht. Dabei bedienen sich die Wissenschaftler unter anderem der Stammzellen aus Nabelschnurblut. In Hannover wurde nun erstmals ein Schlaganfall-Patient mit gespendeten Stammzellen behandelt, die in einer Art ”Teebeutel” – ein Kunststoffnetz mit darin eingewobenen Algensubstanzen – in sein Gehirn eingebracht wurden. Die adulten Stammzellen dienten dabei in erster Linie als Produktionsstätte von wachstumsfördernden und entzündungshemmenden Substanzen, die die Wundheilung unterstützten. Die Algensubstanz in dem Beutel diente als Schutz vor dem Immunsystem des Patienten, indem es für die Produkte der Stammzellen durchlässig ist, nicht aber für die Killerzellen des menschlichen Körpers. Durch einen Faden an dem Beutel konnte dieser nach 14 Tagen wieder entfernt werden. Nach dem Eingriff verschwanden Lähmungen und Sprachstörungen, an denen der 49-jährige Mann seit dem Schlaganfall litt. Die Ärzte bremsen jedoch jegliche aufkommende Euphorie, da dies der erste Fall seiner Art ist, weitere müssten folgen, um das Ergebnis zu bestätigen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel. Die Forscher in Leipzig arbeiten derzeit weiter am Tiermodell auch mit Stammzellen aus Nabelschnurblut und wollen in den nächsten Jahren in die klinische Phase übergehen, damit eine Anwendung auf Menschen erfolgen kann.