Neues Gesetz zum Thema Nabelschnurblutspende in Ohio, USA
Das Ohio House und der Ohio Senate for Health, Human Services & Aging Comittee haben beide einstimmig den Gesetzesentwurf H.B. 102 zum Thema Nabelschnurblut verabschiedet. Nun muss das Gesetz noch vom Gouverneur gebilligt werden, bevor es in Kraft treten wird.
Das neue Gesetz verpflichtet Ohios Gesundheitsministerium auf seiner Website druckfähige Informationen zum Thema Nabelschnurblut und dessen Einlagerung sowie Spende zu veröffentlichen. Darüber hinaus soll das Gesundheitsministerium das Gesundheitspersonal in den Kliniken und Arztpraxen dazu auffordern, Schwangere und werdende Eltern über das Thema Nabelschnurbluteinlagerung und -spende zu informieren.
Das Gesetz H.B. 102 wurde verfasst, um Schwangeren eine objektive Entscheidungsgrundlage für oder gegen eine Nabelschnurbluteinlagerung zu ermöglichen. Außerdem sollen auf die Weise der Presse objektive Informationen zum Thema zugänglich gemacht werden. Man verspricht sich dadurch, die breite Öffentlichkeit für das Thema Nabelschnurblut sensibilisieren zu können, um die Anzahl und Diversität der Einlagerungen und Spenden zu erhöhen. Derzeit werden etwa 95 Prozent des Nabelschnurblutes bei der Entbindung ungenutzt entsorgt. Diese Prozentzahl soll deutlich gesenkt werden, um mehr Menschen eine Behandlung mit den Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zu ermöglichen. Denn bereits heute können mithilfe dieser Stammzellen mehr als 70 Krankheiten wie Leukämie, Sichelzellanämie oder Lymphknotenerkrankungen therapiert werden.
Die bereitzustellenden Informationen werden dementsprechend Fakten zu Nabelschnurblut, die Entnahme und die verschiedenen Einlagerungsmöglichkeiten, wie öffentliche Spende oder Einlagerung zur privaten Nutzung, enthalten. Außerdem werden die Kosten der Entnahme und Einlagerung angesprochen. Auch eventuelle Risiken der Entnahme für Mutter und Kind sollen genauso thematisiert werden wie die zukünftigen Einsatzgebiete und Behandlungsmöglichkeiten sowie die neuesten Erkenntnisse zum Thema Stammzellen aus Nabelschnurblut.