Nabelschnurblut-Spende nun in Kronacher Frankenwaldklinik
Die regenerative Medizin ist im zunehmenden Maße auf die Spenden von Nabelschnurblut angewiesen. Eine der Grundvoraussetzungen, neben der Notwendigkeit, die Bevölkerung für dieses Thema stärker zu sensibilisieren, ist ein Anstieg der Anzahl an Krankenhäusern, in denen eine Nabelschnurblut-Spende überhaupt erst einmal möglich ist. Die Kronacher Frankenwaldklinik hat nun alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen, so dass spendewillige Eltern künftig gleich vor Ort das Nabelschnurblut ihres Kindes entnehmen und einlagern lassen können. Die Klinik ist damit nun eines von über 140 Krankenhäusern, die sich an der ”NRK – Initiative Leben spenden Deutschland” beteiligen.
Die Notwendigkeit zu spenden wird dabei in den kommenden Jahren immer größer. Die Zahl der Krankheiten, die künftig mit Hilfe der Stammzellen therapiert werden können, wächst zusehends. Bereits jetzt konnte die regenerative Medizin Muskel- und Herzellen durch Stammzellen ersetzen. Im Nabelschnurblut befinden sich Millionen junger und multipotenter Stammzellen, die sich zum einen bestens für die Transplantation eigenen und zum anderen wesentlich einfacher und vor allem ohne Risiko entnommen werden können. Nichtsdestotrotz wird bei weniger als fünf Prozent aller Geburten in Europa das Nabelschnurblut entnommen und eingelagert. Ein Wert der sich künftig deutlich erhöhen sollte. Bereits heute können Krankheiten wie Stoffwechselerkrankungen oder Leukämie und sogar Herzinfarkte mittels der Stammzelltherapie behandelt werden. In der Stammzellforschung werden immer neue Erkenntnisse gewonnen, so dass der Bedarf an Stammzellen aus dem Nabelschnurblut immer größer wird.
Die Kronacher Frankenwaldklinik ist nun eines der Krankenhäuser in Deutschland, die werdenden Eltern die Gelegenheit zur Entnahme und Einlagerung des Nabelschnurblutes anbietet. Vor wenigen Wochen wurde diese Möglichkeit zum ersten Mal genutzt. Bei der Geburt ihres Sohnes Emil ließen Angela und Sven Ulowetz von dem medizinischen Fachpersonal der Kronacher Frankenwaldklinik das Blut aus der Nabelschnur entnehmen. Anderen Eltern, die sich jetzt für die Einlagerung des Nabelschnurblutes ihres künftigen Nachwuches interessieren, steht die geburtshilfliche Abteilung der Kronacher Frankenwaldklinik telefonisch unter 09261/59-7710 zu Verfügung.