Nabelschnurblut: neues Verfahren zur Vermehrung von Stammzellen
Über ein neues Verfahren zur Vermehrung von Stammzellen haben Forscher des Fred Hutchinson Cancer Research Center im Fachmagazin “Nature Medicine” berichtet. Erstmals ist es den Wissenschaftlern gelungen, aus Nabelschnurblut gewonnene Stammzellen zu vermehren und diese auf einen Menschen zu übertragen, ohne dabei eine Knochenmarkstransplantation vornehmen zu müssen. Bisher war die Menge an Stammzellen, die aus der Nabelschnur entnommen und eingelagert wurden, relativ gering. Aufgrund dessen war die Behandlung erwachsener Menschen mit diesen Stammzellen nur in sehr selten Fällen möglich. Um beispielsweise einen Leukämiepatienten zu behandeln, musste bisher auf Stammzellen zurückgegriffen werden, die von einem Knochenmarkspender kamen. Diese Methode hat allerdings zwei größere Nachteile. Zum einen müssen die immunologischen Merkmale zwischen Empfänger und Spender gut übereinstimmen. Aufgrund dessen ist es äußerst schwierig, für einen an Leukämie erkrankten Menschen den passenden Spender zu finden. Zum anderen kommt es bei der Verwendung von diesen Stammzellen eher zu Abstoßungsreaktionen, als wenn Stammzellen aus Nabelschnurblut verwendet werden.
Das neue Verfahren der amerikanischen Wissenschaftler, Stammzellen im Labor zu vermehren, ermöglicht nun, die Anzahl der Stammzellen, die zuvor dem Nabelschnurblut entnommen wurden, auf mehr als das Hundertfache zu vervielfältigen. “Wir haben gezeigt, dass man Stamm- und Vorläuferzellen im Labor vermehren kann, so dass daraus nach der Übertragung auf einen Patienten sehr schnell weiße Blutkörperchen und andere Bestandteile des Blutes hervorgehen können”, verdeutlicht Colleen Delaney aus dem Forschungsteam. Diese Zellen können nun anstelle der Knochenmarkszellen verwendet werden, um beispielsweise Leukämiepatienten, aber auch Patienten anderer schwerer Krankheiten, zu therapieren. Die vermehrten Stammzellen nisten sich in das Knochenmark des Patienten ein und produzieren neue Blutzellen, die die durch die Krankheit zerstörten Zellen ersetzen. Durch dieses neue Verfahren wird erreicht, dass sich viel schneller eine stabile Population Blut bildender Knochenmarkszellen bildet. Nun müssen, so erklären die Wissenschaftler abschließend in dem Fachjournal, größere Studien zeigen, inwieweit sich dieses neue Verfahren auf die Überlebenschancen der Patienten auswirkt.
Sehr geehrte Damen
Sehr geehrte Herren
Meine Mutter ist 1951 geboren und hat nun seit 10 Jahren Chronisch-Myeloische Leukämie mit Philadelphia Chromosom ihr geht es von Tag zu Tag schlechter sie ist bisher behandelt mit Intereferon danach bekam sie Glivec und wird im moment mit Tasigna Behandelt ! Aber Trotz allen bemühungen der Ärzte kam man zu sehen wie sie von Tag zu Tag mehr ab baut und es ihr schlechter geht können sie ihr mit dieser methode helfen wenn ja nehmen sie bitte so schnell wie möglich kontakt mit mir auf ich will meine mutter nicht verlieren und ergreife jeden strohhalm ! Würde mich freuen von ihnen zu hören vielen Dank
mit freundlichen Grüßen
Katja Kessler
mein vater hat eine chronische myeloische leukämi seit ein paar monaten hat er einen starken blastenschub war in einer studie (aurora?) in ulm wurde aber abgebrochen, da keine ergebnisse erziehlt wurden,ist jetzt wieder in konstanz undbekommt nur noch Blut und 2mal in der woche trombos er hat stark abgenommen aber er hat noch einen großen lebenswillen er wird 73 was kann man machen? wir haben sehr nette ärzte hier aber wir sind für alles offenunsere ärzte waren auch in berlin.
Sehr geehrte Frau Kessler,
das vorgestellte Verfahren ist eine Studie, die in den USA durchgeführt wurde. In Deutschland wird dieses Verfahren derzeit (noch) nicht praktiziert. Sie können sich jedoch bzgl. der aktuellen Studien in Deutschland an die großen Zentren für hämatologische Erkrankungen und Stammzell-Transplantationszentren (in der Regel Unikliniken) wenden, z.B. in Leipzig, Hannover, Dresden, Heidelberg, Freiburg, Hamburg-Eppendorf, Tübingen, Ulm, Würzburg, München (LMU) oder Berlin (Charité) .
Ihr Redaktionsteam