Nabelschnurblut: Kind mit Hirnschaden macht Fortschritte
Die erste Nabelschnurblut-Behandlung eines Kindes aus Deutschland (2 Jahre), das an einer zerebralen Lähmung leidet, zeigt erste Ergebnisse. Der kleine Junge, dem im Januar von Prof. Dr. Arne Jensen (Uni Bochum) seine eigenen Stammzellen übertragen wurden, hatte sich den schweren Hirnschaden Ende 2008 zugezogen. Die Ursache war damals ein plötzliches Herzversagen. Das Kind fiel daraufhin ins Wachkoma. Jetzt gibt es den ersten Erfolg zu vermelden: Der Junge kann wieder sitzen, lächeln, und seine häufigen Krämpfe in den Gließmaßen haben aufgehört. Aussagen über den langfristigen Erfolg der Stammzell-Transplantation sind jedoch noch nicht möglich. Trotzdem bieten die bisherigen Nachrichten Anlass zur Hoffnung. Sollte das Kind schließlich geheilt werden, so wäre nun auch in Deutschland die erste zerebrale Hirnlähmung erfolgreich mit Nabelschnurblut behandelt worden. Das Duke University Medical Center in den USA praktiziert dies seit Jahren.
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