Nabelschnurblut kann in Deutschland flächendeckend entnommen werden
In neun von zehn Geburtskliniken kann mittlerweile das Nabelschnurblut der Babys privat eingelagert werden. Doch nicht nur die Entnahme für das eigene Kind ist auf dem Vormarsch. Beinahe doppelt so viele Entbindungsstationen wie noch ein Jahr zuvor bieten auch die Möglichkeit an, das Blut aus der Nabelschnur öffentlich zu spenden. Das sind immerhin ein knappes Drittel der 900 Krankenhäuser mit Geburtsabteilung. Diese Zahlen zeigen: Die Gelegenheit zur Prävention mit Nabelschnurblut wird inzwischen flächendeckend angeboten. Somit ist ein wichtiger Schritt dahin getan, dass das für Forschung und Medizin wertvolle Blut nicht mehr ungenutzt weggeworfen wird. Da es zunehmend mehr Anwendungsmöglichkeiten dafür gibt, kommt Nabelschnurblut auch immer öfter zum Einsatz: Allein im Jahr 2008 wurden die darin enthaltenen Stammzellen um 64 Prozent häufiger transplantiert als noch 2007. Behandelt werden auf diese Weise Krankheiten wie Hirnschädigungen, Diabetes Typ 1, Leukämien, Tumore und Anämien.