Nabelschnurblut ist eine gute Vorsorgeoption für die Zukunft
Die Debeka Krankenversicherung ist eine der Krankenkassen, die die Notwendigkeit der Gesundheitsvorsorge erkannt haben. Dazu gehört unter anderem auch, dass die Debeka werdenden Eltern, die sich für die Einlagerung des Nabelschnurblutes ihres Kindes entschieden haben, zum einen durch Aufklärungsarbeit und zum anderen finanziell unterstützt. Im dritten Teil des Interviews mit Karl-Josef Maiwald spricht der Abteilungsdirektor der Debeka Krankenversicherungsverein a.G über die Notwendigkeit, die Bevölkerung für Präventionsmaßnahmen zu sensibilisieren und darüber, wie er selbst zum Thema Nabelschnurblut steht.
Wie machen Sie Ihre Versicherten auf die Förderung der Nabelschnurblut- Einlagerung aufmerksam und wie sind die Reaktionen darauf?
Wird eine Versicherungsnehmerin schwanger, ergeben sich für sie häufig viele Fragen: Wie ist mein zukünftiger Versicherungsschutz? In welchem Krankenhaus möchte ich entbinden? Antworten dazu erhalten die werdenden Mütter zum einen über unseren Außendienst, der die Familien zu Hause berät. Dabei wird über die Leistungen, die die Debeka rund um die Schwangerschaft bietet, aufgeklärt. Dazu gehört auch die Unterstützung bei der Einlagerung von Nabelschnurblut. Zum anderen haben wir ein Internetportal, auf dem alle relevanten Fakten niedergeschrieben sind, inklusive eines Direktlinks zur Nabelschnurblutbank.
Wie können mehr Menschen auf die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen aufmerksam gemacht werden?
Es muss immer wieder in der Öffentlichkeit kommuniziert werden. Ziel ist, die Menschen zu sensibilisieren und ihnen Prävention vorzuleben. Es braucht demnach Vorbilder, die Sport treiben, sich gesund ernähren, keine Drogen nehmen und nicht rauchen. Ein gutes Beispiel ist hier die Zahngesundheit. Als ich 1980 bei der Debeka angefangen habe, waren dritte Zähne schon vor dem Rentenalter keine Seltenheit – das ist heute anders. Ein Grund dafür ist der Einsatz der Zahnärzte, der schon im Kindergarten beginnt. Dort wird den Kleinen der richtige Umgang mit der Zahnbürste beigebracht und gleichzeitig die Angst vor dem Zahnarzt genommen. Dazu kommt der allgemeine zahnmedizinische Fortschritt. Die Mischung aus Prophylaxe – also Prävention – und Wissenschaft macht es möglich, dass sich der Gesundheitszustand im Alter verbessert.
Wo liegen die künftigen Herausforderungen der Krankenversicherungen?
Wir sehen unsere Aufgabe in der Verbreitung des Präventionsgedanken – wobei unser Hauptaugenmerk auf der Früherkennung von Krankheiten liegt sowie der effektiven Behandlung oder Regeneration von bestehenden Gebrechen, damit diese möglichst nicht wieder auftreten. Die Verantwortung zur gesunden Lebensweise sehen wir eher bei der Gesellschaft – hier muss jeder mitziehen. Beispielsweise unterstützen wir auch AIDS-Kampagnen, in denen vor der Gefahr einer Infektion gewarnt wird und Schutzmaßnahmen erklärt werden. Solche Dinge müssen weiter zunehmen, um die Bevölkerung aufzuklären und zu sensibilisieren.
Was halten Sie persönlich von der Einlagerung von Nabelschnurblut?
Ich bin ein Verfechter davon. Als meine Kinder in den achtziger Jahren geboren wurden, gab es leider noch nicht die Möglichkeit, Nabelschnurblut aufzubewahren . Das alles war damals noch gar nicht bekannt. Heute ist es eine gute Vorsorgeoption für die Zukunft und das habe ich auch meinem Nachwuchs nahegelegt.