Nabelschnurblut gegen Multiple Sklerose?

Nabelschnurblut enthält hämatopoetische Stammzellen, die in der Lage sind, das Blut- und Immunsystem eines Menschen komplett zu regenerieren. Diese Eigenschaft teilt es mit Knochenmark, welches im Gegensatz zu Nabelschnurblut schon seit Jahren zur Heilung von Krankheiten angewendet wird. Das jüngste Beispiel für den heilsamen Einsatz von körpereigenen blutbildenden Stammzellen wurde an der Feinberg School of Medicine der Northwestern University in Chicago (USA) Ende Januar 2009 veröffentlicht. Dort wurden Patienten, die an Multiple Sklerose (MS) litten, nach einer Chemotherapie mit ihren eigenen Knochenmarkstammzellen behandelt. Das heißt, das Immunsystem wurde zerstört und gleichzeitig ein neues eingesetzt. Bei MS-Patienten arbeiten die Abwehrzellen falsch und richten sich gegen das körpereigene Nervensystem. Durch die Behandlung werden fehlgeleitete Zellen eliminiert und neue korrekt arbeitende eingesetzt. Der Erfolg muss jedoch in weiteren Studien bestätigt werden und hilft im Moment nur in frühen Stadien der Krankheit. Nabelschnurblut enthält die gleichen Stammzellen wie Knochenmark – aber in einer jüngeren und zudem unbelasteten Version. Damit wäre es theoretisch ebenso für die Linderung der MS-Symptome denkbar.

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  1. [...] zur Verfügung stellt. Wenn aber eine solche Person nicht existiert, kann die Anwendung von Nabelschnurblut Vorteile gegenüber der Übertragung von Stammzellen aus nicht hundertprozentig kompatiblem [...]

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