“Nabelschnurblut enthält die jüngsten Stammzellen”
Im April 1997 gründete Dr. med. Eberhard Lampeter gemeinsam mit befreundeten Ärztekollegen die private Nabelschnurblutbank VITA 34. Ziel war es, werdenden Eltern die Aufbewahrung von Nabelschnurblut als individuelle Gesundheitsvorsorge anzubieten. Im Interview beantwortet Dr. Lampeter die wichtigsten Fragen rund um Nabelschnurblut:
Dr. Lampeter, die Einlagerung von Nabelschnurblut für die Gewinnung von Stammzellen ist essentiell. Was genau sind Stammzellen?
Stammzellen sind elementare Bausteine des Lebens. Einige können sich unbegrenzt teilen. Bei einer Teilung entstehen wieder Stammzellen oder spezialisierte Zellen. Sie treten direkt nach der Befruchtung auf und bilden den frühen Embryo, aber auch nach der Entwicklung in einem ausgewachsenen Menschen befinden sich diese Zellen im Körper, denn sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Regeneration von Verletzungen und der Heilung von Krankheiten.
Wo finden sich Stammzellen in der medizinischen Anwendung?
Vor allem im Bereich der Therapie von Krebs und der Blutbildungsstörungen. In zwei von drei Fällen werden dabei die eigenen Stammzellen verwendet. Außerdem gibt es bereits gute Erfahrungen bei der Behandlung von Autoimmun- und Herzerkrankungen.
Wo sehen Sie die zukünftigen Möglichkeiten von Nabelschnurblut?
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass sich Stammzellen der Nabelschnur auch in andere Zellen umwandeln lassen – zum Beispiel in Nerven und Muskelzellen. Zu diesem Thema wurden erfolgreiche experimentelle Studien durchgeführt. Damit erweitern sich die klinischen Einsatzmöglichkeiten enorm.
Kann die Entnahme des Nabelschnurblutes in jedem Krankenhaus durchgeführt werden?
Es gibt, vom Arzneimittelgesetz vorgeschriebene Auflagen, die einzuhalten sind. Zum Beispiel muss das Klinikpersonal entsprechend ausgebildet sein. Diese Ausbildung kann unter anderem von unserem spezialisierten Team durchgeführt werden. Außerdem muss das Krankenhaus mit dem Unternehmen, welches das Blut aus der Nabelschnur aufbewahrt, eine arzneimittelrechtliche Vereinbarung haben.
Würden Sie allen Eltern empfehlen, für die Zukunft ihrer Kinder das Nabelschnurblut einzulagern?
Eindeutig ja. Denn nur zur Geburt besteht die Chance, eigene Stammzellen sehr einfach und risikolos zu gewinnen. Außerdem enthält Nabelschnurblut die jüngsten Stammzellen, die man bekommen kann.
Das Interview als Druckversion finden Sie hier.
[...] ist der Zwischenbericht ebenso wie der Geschäftsbericht auf der Homepage des größten Nabelschnurblut-Unternehmens [...]
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