Nabelschnurblut-Einlagerung ist eine wichtige Präventionsmaßnahme
Neben der klassischen Aufgabe von Krankenversicherern, Patienten im Krankheitsfall zu unterstützen, gewinnt die Prävention (Gesundheitsvorsorge) immer mehr an Bedeutung. Die Menschen werden damit in die Verantwortung genommen, auf ihre Gesundheit zu achten, um die Kosten möglichst gering und sich selbst bis ins hohe Alter aktiv zu halten. Mit der Einlagerung von Nabelschnurblut werden besonders junge Stammzellen konserviert, die zur Behandlung von schwerwiegenden Krankheiten eingesetzt werden können. Diese Möglichkeit als Vorsorge zu nutzen, wurde von der Debeka erkannt. Als erste private Krankenversicherung bietet sie deshalb umfangreiche Aufklärung und Unterstützung für Eltern an, die diese Zukunftsoption wahrnehmen wollen. Im Interview erklärt Karl-Josef Maiwald, Abteilungsdirektor der Debeka Krankenversicherungsverein a.G., was er unter ”Prävention” versteht und erklärt, wie es dazu kam, dass die Debeka die Nabelschnurblut-Konservierung fördert.
Welchen Stellenwert besitzt das Thema Prävention bei der Debeka?
Prävention ist für die Debeka ein wichtiger Aspekt. Allerdings ist das ein ”Allerweltsbegriff”, hinter dem sich verschiedene Ansichten verbergen. Ich persönlich unterscheide in punkto ”Vorsorge” drei Kategorien: Zum Ersten die Verhaltensprävention oder auch Förderung der gesunden Lebensweise. Dazu gehören Ernährung und Sport, um Übergewicht zu vermeiden, genauso wie Nichtrauchen sowie eine angemessene Hygiene. Damit werden Risikofaktoren ausgeschaltet, die im späteren Leben vielleicht krankheitsbestimmend sein können. Zum Zweiten – die für mich persönlich wichtigste Rubrik – die klassische Gesundheitsvorsorge, sprich Früherkennung. Wenn Krankheiten rechtzeitig aufgedeckt werden, können sie in der Regel besser und effektiver behandelt werden. Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, Prävention zu betreiben, wenn man schon krank ist. Hier kann daran gearbeitet werden, dass die Folgeschäden möglichst gering ausfallen und die Erkrankung nicht erneut ausbricht. Mit der Verhaltensprävention, der häufigsten Definition der Vorsorge, der sich auch die Politik bedient, habe ich allerdings so meine Schwierigkeiten. Aus folgendem Grund: Zwischen Finanzierung und Nutzen der Prävention, das heißt Vermeidung oder schnellere Heilung einer Erkrankung, liegt ein sehr langer Zeitraum. Das wird dann ein Problem, wenn der Versicherte die Solidargemeinschaft wechselt. Eine Solidargemeinschaft kann sowohl ein anderer Tarif innerhalb der Versicherung als auch ein anderes Unternehmen sein. Wenn also eine Versicherung – wie wir auch – sagt: ”Ja, wir fördern Prävention und stellen dafür Geld zur Verfügung”, dann kann es durchaus sein, dass den Nutzen daraus jemand anderes zieht, der das Ganze nicht mitfinanziert hat. Das heißt, um effektiv Gesundheitsvorsorge zu betreiben, müsste in jeder Solidargemeinschaft – in jeder gesetzlichen oder jedem Tarif der privaten Krankenversicherung – Prävention vorgesehen sein. Doch das ist in einem freiheitlich organisierten Staat wie Deutschland nicht möglich.
Welchen Präventions-Ansatz vertritt die Debeka?
Wir vertreten alle drei Schwerpunkte. Doch gerade die Verhaltensprävention gehört aus unserer Sicht in die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Wir fordern die Menschen auf, gesund zu leben. Dann ist die Gefahr geringer, im Alter krank zu werden. Jedoch muss für die bewusste Lebensweise ein gewisser Anreiz geschaffen werden. Die Debeka hat dafür beispielsweise das Modell der Beitragssrückerstattung ins Leben gerufen. Nimmt ein Versicherungsnehmer ein Jahr lang keine Leistungen in Anspruch, bekommt er vier Monatsbeiträge von uns zurück. Das heißt für Versicherte: Mit der richtigen Prävention kann die Chance erhöht werden, möglichst lange und regelmäßig Beiträge erstattet zu bekommen.
Wie unterstützen Sie Ihre Versicherten in Punkto Prävention?
Wir haben ein Internetportal, auf dem wir unseren Mitgliedern Informationen rund um die Gesundheitsvorsorge zur Verfügung stellen. Dazu gehören interaktive Gesundheitsprogramme und umfangreiche Nachschlagemöglichkeiten zu Krankheiten. Hier können Versicherte beispielsweise ihr Raucherprofil bestimmen: Es wird ein Fragebogen beantwortet, um festzustellen, wie gefährdet der jeweilige Raucher ist. Daraufhin können spezielle Maßnahmen getroffen werden. Außerdem stehen wir unseren Mitglieder in individuellen Gesundheitsfragen zur Seite, zum Beispiel ob eine bestimmte Präventionsmaßnahme durchgeführt werden muss und wenn ja, wo. Dafür haben wir umfangreiche Datenbanken, in denen Spezialisten oder Kliniken mit modernster Ausstattung gelistet sind. Denn unsere Einstellung ist, dass eine fortschrittliche Methode oder ein innovatives Gerät größeren Nutzen bringen als veraltete Modelle. Wir dürfen weder beraten noch empfehlen, aber wir können Alternativen bieten, unter denen der Patient dann wählen kann.
[...] Werdende Mütter können durch die Einlagerung des Nabelschnurblutes eine wichtige Weiche für die Gesundheitsvorsorge ihres Kindes stellen. Diese Tatsache wird auch von der Debeka Krankenversicherung unterstützt. Deshalb klärt sie ihre Versicherten umfassend über das Thema auf und fördert die Konservierung von Nabelschnurblut. Karl-Josef Maiwald von der Krankenkasse erläutert im Interview mit den Redakteuren der Internetseite http://www.nabelschnurblut-experten.de, wie es dazu kam und wie wichtig ihm Gesundheitsvorsorge ist. Hier können Sie das Interview nachlesen. [...]
[...] Debeka-Abteilungsdirektor Karl-Josef Maiwald im Interview auf nabelschnurblut-experten.de. Hier gehts zum Interview. März 2, 2009 | abgelegt unter Allgemein, Immer ein offenes Ohr, Starkes [...]
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