Nabelschnurblut – Anwendung bei metabolischen Erkrankungen

Dr. Thomas Lücke hat in der Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedizin ”Der Kinder- und Jugendarzt” einen interessanten Beitrag veröffentlicht, aus dem deutlich wird, dass sich die Einsatzmöglichkeiten für die aus dem Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen weiter vergrößern. In der Ausgabe 7, 2009 befasst sich der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Thema Stammzelltransplantation bei angeborenen Stoffwechselerkrankungen. Dr. Lücke will mit dem Beitrag die Stammzelltransplantation in einen sinnvollen medizinischen Zusammenhang stellen. Auch wenn in vielen Fällen die Entscheidung zur Knochenmarktransplantation (KMT) unstrittig ist, finden sich zahlreiche andere Fälle, wo diese Indikation zu heftigen Debatten führt. Die Fragestellung, der er letztlich folgt, ist die, wann ist der ”richtige Zeitpunkt” für die ”richtige Maßnahme”. Interessant für unser Portal ist dieser Fachtext deswegen, weil anhand dessen deutlich wird, dass dem Nabelschnurblut in der Forschung und bei den praktizierenden Medizinern eine große Bedeutung für die Zukunft zugeschrieben wird. Und so spricht Dr. Lücke in seinem Fazit die Potenziale von Nabelschnurblut an und verdeutlicht, dass die daraus gewonnenen Stammzellen bereits heute zu Therapiezwecken einiger Stoffwechselerkrankungen geeignet sind.

Zum Hintergrund: Seit mehr als 25 Jahren gehört die Transplantation von Blutstammzellen bei an Stoffwechselerkrankungen leidenden Patienten zum medizinischen Alltag. Bisher war das Knochenmark einzige Quelle der für diese Behandlungsmethode notwendigen Stammzellen. Metabolische Erkrankungen, die zu der Gruppe der Stoffwechselerkrankungen gehören, können unter anderem durch Diabetes mellitus, Vitaminmangel oder als Folge von Lungen- und Nierenerkrankungen hervorgerufen werden. Die Stammzelltherapie ist für viele Patienten die letzte Hoffnung auf eine Besserung ihres Gesundheitszustandes. Dr. Thomas Lücke gibt in seinem Fachartikel eine Ausblick auf die Entwicklung dieser Behandlungsmethode. Eine wichtige Rolle fällt dabei dem Nabelschnurblut zu. Zum einen hebt er dessen Bedeutung als Quelle für die Blutstammzellen hervor. Zum anderen spricht Dr. Lücke auch den mesenchymale Stammzellen die Potenziale zu, einmal zu Therapiezwecken für angeborene metabolische Erkrankungen eingesetzt zu werden.

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