Nabelschnurblut als Alternative zur Knochenmarkspende
Nabelschnurblut zu transplantieren, kann eine adäquate Alternative zur Übertragung von Stammzellen aus nicht vollständig kompatiblem Knochenmark sein. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine Studie des Center for International Blood and Marrow Transplant Research (CIBMTR) in Milwaukee/Wisconsin. Für die Untersuchung analysierten Wissenschaftler Daten von Patienten, bei denen fremde Stammzellen transplantiert worden waren. Dabei stellte sich erwartungsgemäß heraus, dass die Verwendung von genau passenden Knochenmark-Stammzellen die beste Wahl ist. Was aber, wenn kein Spender zur Verfügung steht, dessen Merkmale genau mit denen des Empfängers übereinstimmen? In diesem Fall kann Nabelschnurblut herangezogen werden. Es steht schneller zur Verfügung und bietet laut der Studie eine ähnlich gute Überlebenschance und ein ebenso geringes Rückfallrisiko wie nicht kompatibles Knochenmark. Zusätzlich ist die Wahrscheinlichkeit, an der chronischen Graft-versus-Host-Disease (GvHD) zu erkranken, deutlich geringer. Diese Erkenntnisse werden nach Einschätzung von Mary Eapen vom CIBMTR, die die Untersuchungsergebnisse vorstellte, wahrscheinlich dazu beitragen, dass Nabelschnurblut deutlich häufiger eingesetzt wird, wenn kein passender Knochenmarkspender zur Verfügung steht.