Nabelschnurblut – Verdoppelte Möglichkeiten
Nabelschnurblut könnte eine neue Bedeutung für die Forschung erlangen. Prof. Hans Schöler vom Max-Planck-Institut in Münster ist es gelungen, induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) mithilfe nur eines Gens – genauer Oct-4 – herzustellen. Der Trick: Schöler benutzte Nervenzellen aus erwachsenen Mäusen, in denen drei der vier benötigten Gene schon aktiv waren. Die so hergestellten iPS konnten in Nerven- , Herz-, Keim-, aber auch Tumorzellen differenziert werden. Damit weisen sie Eigenschaften von embryonale Stammzellen auf, was sie für die Forschung interessant macht, da nun kein Lebewesen mehr für dessen Herstellung sterben muss. Zuvor konnten sie nur aus der Blastocyste (64-Zellstadium nach der Befruchtung) gewonnen werden, was den Tod des Individuums zur Folge hatte. Prof. Hans Schöler machte sich ein natürliches Phänomen zu nutze – die Aktivität der meisten benötigten Gene – um sich die Reprogrammierung zu erleichtern. Einen ebenso hilfreichen Vorteil können auch Stammzellen aus Nabelschnurblut vorweisen. Sie sind im Vergleich zu allen anderen Zellen im Körper die jüngsten. Zudem haben Sie von Haus aus das Potenzial, sich in ein Gewebe zu entwickeln. Damit wären sie prädestiniert als Grundlage für induzierte pluripotente Stammzellen. Auf diesen Seiten gibt es einige Wissenschaftler, die ähnlich denken. Nun ist Ihre Meinung gefragt: Was halten Sie davon Nabelschnurblut als Ausgangsquelle für iPS zu nutzen? Auf diesem Portal können Sie Ihre Stellungnahme als Kommentar äußern.