Mit Nabelschnurblut gute Heilungschancen bei Stoffwechselerkrankungen

Werden Stoffwechselerkrankungen mit Nabelschnurblut behandelt, liegt die Chance auf Heilung bei bis zu 85 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Joanne Kurtzberg vom Duke University Medical Center in Durham, eine Pionierin auf dem Gebiet der Nabelschnurblut-Transplantationen, nach 15 Jahren Forschung. In einem aktuellen Interview mit dem Stammzellportal diestammzelle.de erklärte sie: ”Bei Kindern mit Stoffwechselerkrankungen verzeichnen wir – je nach Alter und Gesundheitszustand – eine Heilungsrate in einer Größenordnung von bis zu 85 Prozent. Mindestens 50 bis 60 Prozent Heilungschancen sind jedoch gegeben, abhängig vom Zustand des jeweiligen Kindes bei Behandlungsbeginn.”

Zu den auf diese Weise behandelten Krankheiten zählen unter anderem das Hurler-, das Hunter-, sowie das Sanfilippo-Syndrom. Betroffene haben neben einer zunehmenden geistigen Beeinträchtigung, oftmals auch Probleme mit den Knochen und Gelenken, es kommt zu Verformungen des Skeletts und zu fortschreitenden Bewegungsstörungen. Bisher gab es keine ursächlichen Behandlungsmethoden für diese Krankheitsformen, es konnten lediglich die Symptome mit Medikamenten bzw. Enzymersatztherapien abgeschwächt werden.

Das Forscherteam um Kurtzberg untersucht bereits seit 1995 die Therapiemöglichkeiten mit Nabelschnurblut-Stammzellen bei verschiedenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen. Sie selbst hat nach eigenen Angaben bereits etwa 2000 Mal Nabelschnurblut transplantiert – auch bei Leukämien, Tumoren des Lymphgewebes sowie frühkindlichen Hirnschäden.

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