Nabelschnurblut: Eltern vertrauen auf den medizinischen Fortschritt

Erhard Hackler, Geschäftsführer des Bundesverbandes für Gesundheitsinformationen und Verbraucherschutz e.V. (BGV), setzt sich dafür ein, dass die Deutschen über Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge durch die Einlagerung von Nabelschnurblut aufgeklärt werden. Mit verständlichen Erläuterungen zum Thema Stammzellen aus Nabelschnurblut leistet der BGV damit einen wertvollen Beitrag zur wachsenden Akzeptanz der Eigenvorsorge im Gesundheitsbereich.

Aufklärer oder Ratgeber? In welcher Funktion sieht sich der BGV?
Die Arbeit des BGV konzentriert sich auf mehrere Funktionen: So ist beispielsweise die Aufklärung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung, um die Zusammenhänge einer Krankheit zu verstehen, so dass die ärztliche Behandlung durch eigenes Mitwirken einen möglichst erfolgreichen Verlauf nimmt. Und als unabhängiger Ratgeber ist der BGV in der Lage, Erfahrungen von Ärzten und Patienten im Sinne eines gesundheitsfördernden Verhaltens weiterzugeben.

In den USA und asiatischen Ländern wird Nabelschnurblut seit vielen Jahren entnommen, eingelagert und zur Therapie von Kindern und Erwachsenen angewendet. In Deutschland sind die Ärzte hingegen noch etwas verhalten. Welche Gründe hat diese Entwicklung aus Ihrer Sicht?
Da kann ich nur spekulieren: Vielleicht liegt es daran, dass in Deutschland zunächst bei allen neuen Errungenschaften eine allgemeine Skepsis im Vordergrund steht. Der BGV will mit dazu beitragen, dass man sich durch unsere Informationen ein eigenes Bild machen kann.

Was entgegnen Sie Menschen, die die Einlagerung von Nabelschnurblut zur Eigenvorsorge als ”Geschäft mit der Angst” bezeichnen?
Mit unseren allgemein verständlichen, für den medizinischen Laien aufbereiteten Informationen setzen wir auf das Urteilsvermögen mit gesundem Menschenverstand. Wir setzen auf das Prinzip Hoffnung im Kampf gegen Krankheit und vermeidbar frühen Tod. Medizinische Forschung ohne Hoffnung wäre sinnlos. Welch ein medizinischer Segen ist beispielsweise die Entdeckung und Weiterentwicklung der Antibiotika, allen voran des Penicillin! Konservierung von Nabelschnurblut bedeutet daher begründete, realisierbare Hoffnung auf den medizinischen Fortschritt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

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3 Kommentare
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  1. [...] Start zurückblicken – fünf Portale rund um das Thema aus der Regenerativen Medizin: Nabelschnurblut. Das erlangte Wissen wird nun transparent und das strategische Know-how gepaart mit [...]

  2. Das Engagement des BGV für eine Aufklärung über Nabelschnurblut zur Eigenvorsorge ist wichtig. Da es so gegensätzliche und teils auch subjektiv geprägte Meinungen über die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut gibt, ist es wirklich hilfreich, wenn eine unabhängige Quelle verlässliche Informationen liefert.

  3. [...] Wie haben Sie sich über das Thema ”Nabelschnurblut-Einlagerung” informiert? Ich lernte eine private Nabelschnurblutbank im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit kennen. Ich bin für die Stadt Leipzig im Amt für Wirtschaftsförderung tätig. Die Behörde begleitete das Unternehmen bei seiner Ansiedlung in unserer Region. Als ich das erste Mal von dem Angebot erfuhr, Nabelschnurblut einzulagern, war an Kinder jedoch noch nicht zu denken. Allerdings behielt ich einen Gedanken im Hinterkopf: Wenn ich schwanger werden sollte, ist diese Option auf alle Fälle eine Überlegung wert. Als es dann soweit war, informierte ich mich noch einmal genauer über den Ablauf der Nabelschnurblut-Einlagerung. Uns war schnell klar, dass dieser Schritt eine bessere Versicherung für die Kinder darstellt als jede andere Vorsorgemöglichkeit. [...]

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