Ian Jan: Ich sehe großes Potenzial in der Stammzellenforschung
Wie sieht eigentlich die Situation in anderen Ländern aus, wenn man sich zum einen über die Potenziale von Nabelschnurblut informieren beziehungsweise dieses einlagern möchte? Im heutigen Interview sprechen wir mit Ian Jan, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei Izvorna celica d.o.o., einer privaten Nabelschnurblutbank in Slowenien. Erst seit 2007 gibt es in Slowenien Unternehmen, die sich mit der Einlagerung befassen. Aber das sind nicht die einzigen Unterschiede zu Deutschland. Im ersten Teil des Interviews erfahren Sie, was Ian Jan dazu bewogen hat, in Slowenien eine Nabelschnurblutbank zu gründen. Darüber hinaus spricht er über die Zusammenarbeit mit Vita 34 und über die Einlagerungsbedingungen in seinem Land.
Was hat Sie dazu bewogen, eine Nabelschnurblutbank in Slowenien aufzubauen?
Der Grund für die Entscheidung, eine Firma zu gründen, die Stammzellen aus Nabelschnurblut aufbewahrt, war mein Sohn Tilen. Als er geboren wurde, habe ich viel Zeit und Energie dafür aufgewendet, mich über Stammzellen zu informieren. Mir wurde klar, dass die Aufbewahrung von Stammzellen aus Nabelschnurblut das Beste für meinen Sohn und seine Gesundheit ist. Ich bin froh, dass wir uns dazu entschieden haben, Tilens Stammzellen aufzubewahren, und auch bei unserem nächsten Kind werden wir Nabelschnurblut entnehmen lassen. Da ich in der Stammzellenforschung großes Potential sehe, wollte ich auch anderen Eltern die Möglichkeit der Nabelschnurblutlagerung bieten.
Was halten Sie persönlich von Nabelschnurblut als persönliche Gesundheitsvorsorge?
Ich halte das Aufbewahren von Nabelschnurblut für sehr sinnvoll, deswegen freue ich mich, diese Vorsorge auch anderen Eltern zugänglich machen zu können.
Seit wann ist es in Slowenien möglich, Nabelschnurblut einzulagern?
Bis 2007 gab kein slowenisches Unternehmen, das sich mit der Einlagerung von Nabelschnurblut beschäftigte. Nur wenige Leute wussten von dieser Möglichkeit, die meisten Slowenen lagerten Stammzellen aus Nabelschnurblut in Österreich ein. Als im Jahr 2007 die erste Nabelschnurblutbank in Slowenien gegründet wurde, wuchs auch das öffentliche Interesse. Seitdem steigt auch die Zahl der Einlagerungen.
Wie schätzen Sie Ihren Einstieg auf dem Markt ein? Wieviele Eltern konnten Sie bisher als Kunden gewinnen?
Wir sind erst seit Sommer 2009 dabei, also noch nicht einmal ein Jahr. Als wir in den Markt eingestiegen sind, hatten wir bereits zwei starke Konkurrenten auf dem Markt. Eine dieser Firmen ist als Agent einer der führenden Nabelschnurblutbanken Europas tätig, die andere Firma arbeitet mit einer öffentlichen Nabelschnurblutbank in Slowenien zusammen. Wir als Firma haben uns entschlossen, dem slowenischen Markt etwas Neues, etwas Anderes zu geben – auf diese Weise haben wir Vita 34 gefunden.
Ihre Firma arbeitet mit der deutschen Nabelschnurblutbank Vita 34 zusammen. Wie hat diese Zusammenarbeit begonnen?
Als wir nach etwas Neuem und Einzigartigem suchten, womit wir den slowenischen Markt bereichern könnten, haben wir uns dafür entschieden, einen qualitativ hochwertigen Service anzubieten. Als wir uns nach potenziellen Partnern umschauten, wurden wir schnell auf Vita 34 aufmerksam. Die Servicequalität und die starken Referenzen von Vita 34 haben uns überzeugt, dass Vita 34 gut für den slowenischen Markt ist. Unsere Firmenphilosophie gleicht der von Vita 34 – auch wir wollen einen erstklassigen Service und ein hohes Maß an Professionalität bieten, also haben wir uns für die Zusammenarbeit entschieden.
Wie genau würden Sie die Zusammenarbeit zwischen Izvorna celica und Vita 34 beschreiben?
Vereinfacht gesagt wird Vita 34 in Slowenien von Izvorna celica repräsentiert. Wir kümmern uns darum, werdende Eltern zu informieren und den Transport des Nabelschnurblutes ins Leipziger Labor von Vita 34 zu organisieren. Es ist nämlich nur dort möglich, Nabelschnurblut gemäß den hohen Qualitätsanforderungen von Vita 34 einzulagern. Unsere Kunden profitieren also von denselben hohen Qualitätsstandards wie alle anderen Kunden von Vita 34. Außerdem bekommen wir fachliche Unterstützung von Vita 34, sodass wir unseren Kunden und Ärzten die neuesten Informationen zum Thema Nabelschnurblut und Stammzellen bieten können.
In Deutschland ist es in fast jedem Krankenhaus möglich, Nabelschnurblut bei der Geburt zu entnehmen und einlagern zu lassen. Wie ist die Situation in dieser Hinsicht in Slowenien?
In Slowenien kann die Nabelschnurblutentnahme ebenfalls in jedem Krankenhaus durchgeführt werden. Um eine entsprechende Erlaubnis zu bekommen, mussten wir mit jedem Krankenhaus einen Vertrag abschließen und das Personal schulen. Da Slowenien mit zwei Millionen Einwohnern jedoch ein relativ kleines Land ist, hatten wir nicht mit allzu vielen Krankenhäusern zu tun.
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