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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch</title>
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		<title>Einfluss von Spenderprofil und Entnahmetechnik auf die Qualität des Nabelschnurblutes</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 11:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung mit Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Blutzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Entnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Forscherteam um die brasilianische Hämatologin Sandra Valeria Santos hat im Krankenhaus „Hospital Israelita Albert Einstein“ in São Paulo (Brasilien) und der angegliederten öffentlichen Nabelschnurblutbank Faktoren für die Qualität von Nabelschnurblut (NSB) untersucht. Hintergrund ist die steigende Anzahl an Transplantationen mit Nabelschnurblut und das damit einhergehende Bemühen, die Blutqualität zu verbessern. Qualitätsfaktoren für den medizinischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2011/12/NSB-Entnahme2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2021" title="NSB-Entnahme" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2011/12/NSB-Entnahme2.jpg" alt="" width="200" height="175" /></a>Ein Forscherteam um die brasilianische Hämatologin Sandra Valeria Santos hat im Krankenhaus <a title="Hospital Israelita Albert Einstein" href="http://apps.einstein.br/english/" target="_blank">„Hospital Israelita Albert Einstein“</a> in São Paulo (Brasilien) und der angegliederten öffentlichen Nabelschnurblutbank Faktoren für die Qualität von Nabelschnurblut (NSB) untersucht.</p>
<p>Hintergrund ist die steigende Anzahl an <a title="Transplantation mit Nabelschnurblut bei Hirnschaden" href="http://idw-online.de/pages/de/news326529" target="_blank">Transplantationen mit Nabelschnurblut</a> und das damit einhergehende Bemühen, die Blutqualität zu verbessern. Qualitätsfaktoren für den medizinischen Einsatz von Nabelschnurblut, auch Plazentarestblut genannt, sind Blutvolumen, die Anzahl an kernhaltigen und CD34-positiven Zellen sowie der Anteil der teilungs- und lebensfähigen Zellen. Es wurden 3.473 <a title="500.000 Nabelschnurblutpräparate weltweit" href="http://www.nabelschnurblut-4you.de/500-000-nabelschnurblut-proben-bei-offentlichen-blutbanken-eingelagert/2085" target="_blank">Nabelschnurblutproben</a> ausgewertet, die in einem Zeitraum von vier Jahren gespendet wurden.</p>
<p>Eine große Korrelation konnte zwischen dem Gewicht des Neugeborenen und der Menge an Nabelschnurblut festgestellt werden. Je schwerer das Neugeborene ist, desto größer ist die entnommene Menge <a title="Was ist Blut?" href="http://www.planet-wissen.de/natur_technik/anatomie_mensch/blut/index.jsp" target="_blank">Blut</a>. Auch die Anzahl an kernhaltigen Zellen und CD34-Zellen steigt mit dem Geburtsgewicht an. Das „ideale“ Gewicht des Neugeborenen für die Nabelschnurblut-Entnahme liegt bei 3.000 Gramm und höher.</p>
<p>Ist die Mutter über 30 Jahre alt, werden größere Nabelschnurblut-Volumina erzielt als bei jüngeren Müttern. Eine höhere Anzahl an kernhaltigen Zellen in den Bluten konnte nach der <a title="Kaiserschnitt und Geburt in der 38. SSW" href="http://babyblog.newlifehotels.com/2011/09/14/38-schwangerschaftswoche/" target="_blank">38. Schwangerschaftswoche</a> nachgewiesen werden im Vergleich zu einem früheren <a title="Alter des ungeborenen Kindes" href="http://www.frauenheilkunde.insel.ch/de/angebot-fk/schwangerschaft-fk/medizinische-informationen/gestationsalters/" target="_blank">Gestationsalter</a>. Jedoch war der Anteil an <a title="Progenitorzelle" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Progenitorzelle" target="_blank">blutbildenden Vorläuferzellen</a> wiederum in Präparaten mit einem niedrigeren Gestationsalter des Neugeborenen höher.</p>
<p>Größere Blutvolumina korrelierten mit einem höheren Gehalt an kernhaltigen Zellen im Nabelschnurblut und einer Kaiserschnittentbindung. Möglicherweise sind bei einer Vaginalgeburt ein verzögertes Abklemmen der Nabelschnur und die Gabe von <a title="zur Geburtseinleitung " href="http://www.zeit.de/wissen/2011-08/oxytocin-soziale-konflikte" target="_blank">Oxytocin</a> für kleinere Mengen des Plazentarestblutes verantwortlich.</p>
<p>Die Entnahme von Nabelschnurblut bei noch liegender <a title="Plazenta bei Stress" href="http://www.rp-online.de/gesundheit/news/stress-vergroessert-plazenta-1.2319539" target="_blank">Plazenta</a> liefert größere Blutmengen als die extrauterine Technik nach der Geburt der Plazenta. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die kombinierte Entnahme aus intrauteriner und extrauteriner Gewinnung mit Hilfe einer 20 ml Spritze das Nabelschnurblut-Volumen um 20 bis 30 % steigert.</p>
<p>Quelle:<br />
<a title="A cross-sectional study of umbilical cord blood donor profiles and their influence on umbilical cord blood collection in a Brazilian hospital, Cytotherapy 2011; 13: 1120-1127" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21867466" target="_blank">NCBI</a></p>
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		<title>Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Behandlung nach Herzinfarkt</title>
		<link>http://www.nabelschnurblut-experten.de/stammzellen-aus-nabelschnurblut-zur-behandlung-nach-herzinfarkt/1990</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 13:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung mit Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[CD 133+]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Forscher der Universität Bristol in Großbritannien haben erstmals Stammzellen aus dem Nabelschnurblut im Labor in funktionierende Herzmuskelzellen differenziert. Diese könnten künftig zur Behandlung nach einem Herzinfarkt eingesetzt werden. Den Wissenschaftlern unter Leitung von Prof. Raimondo Ascione ist es gelungen, CD 133+ Stammzellen aus dem Nabelschnurblut um das sechsfache zu vermehren und diese anschließend in Herzmuskelzellen  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Raimondo Ascione" src="http://www.bristol.ac.uk/fmd/contact/az/photo/r.ascione.jpg" alt="" width="150" height="215" />Forscher der <a title="Universität Bristol" href="http://www.bris.ac.uk/" target="_blank">Universität Bristol</a> in Großbritannien haben erstmals Stammzellen aus dem Nabelschnurblut im Labor in funktionierende Herzmuskelzellen differenziert. Diese könnten künftig zur Behandlung nach einem <a title="Herzinfarkt was nun" href="http://www.mein-herzbuch.com/2011/06/herzinfarkt-was-nun/%20" target="_blank">Herzinfarkt</a> eingesetzt werden.</p>
<p>Den Wissenschaftlern unter Leitung von Prof. Raimondo Ascione ist es gelungen, CD 133+ Stammzellen aus dem Nabelschnurblut um das sechsfache zu vermehren und diese anschließend in <a title="Herzmuskelzellen" href="http://www.derwesten.de/leben/gesundheit/Nach-einem-Infarkt-koennte-das-Herz-mit-Stammzellen-regeneriert-werden-id4742252.html%20" target="_blank">Herzmuskelzellen</a>  zu differenzieren. Dazu separierten sie zunächst die CD 133+ aus dem <a title="Nabelschnurblut-Stammzellen" href="http://erziehung-kinder-familie.de/stammzellen-aus-nabelschnurblut-adulte-stammzellen-versus-embryonale-stammzellen/" target="_blank">Nabelschnurblut</a>. Diese wurden sechs Tage lang in einem neu entwickelten Kulturmedium expandiert. In den folgenden vier Wochen differenzierten sich diese Zellen in eine herzmuskelzell-ähnliche Zelllinie.</p>
<p>Die neue Methode ist nach Aussage von Ascione sicher: „Sie wird uns erlauben, diese Zellen stabil zu manipulieren, um ein besseres <a title="Homing von Stammzellen" href="http://www.g-o.de/wissen-aktuell-7739-2008-01-30.html" target="_blank">Zell-Homing</a> und eine bessere Reparatur des Herzens zu erreichen.“ Die britische Studie ist in der aktuellen Ausgabe renommierten Fachzeitschrift „<a title="Website des Magazins" href="http://www.springer.com/life+sciences/cell+biology/journal/12015" target="_blank">Stem Cell Reviews and Reports</a>“ erschienen.</p>
<p>Etwa 280.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Herzinfarkt, etwa 80% der Patienten überleben diesen dank verbesserter Sofortmaßnahmen zur Wiederherstellung der Durchblutung der <a title="Koronargefäße" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Koronargef%C3%A4%C3%9F" target="_blank">Herzkranzgefäße</a>. Dennoch sind sie im Anschluss in der Regel auf Medikamente angewiesen, bei großen Infarkten ist die Pumpleistung des Herzens geschwächt.</p>
<p>Die Gabe von Stammzellen soll die Pumpleistung des Herzens weitestgehend wiederherstellen. Seit 2007 haben an der Universität Bristol 31 Patienten nach einem Herzinfarkt Stammzellen, die aus ihrem eigenen Knochenmark entnommen worden waren, während einer <a title="Bypass OP" href="http://www.medizin-netz.de/therapien/arterielle-verschlusskrankheit-der-unteren-extremitaeten-technik-des-gefaessersatzes-bypass/%20%20" target="_blank">Bypass-Operation</a> direkt in den geschädigten Herzmuskel erhalten. Diese Stammzellen sind jedoch aufgrund des Alters der Patienten vermutlich weniger wirksam. Stammzellen aus dem Nabelschnurblut hingegen weisen aufgrund ihrer Jugendlichkeit offenbar ein größeres Regenerationspotential auf.</p>
<p>Quellen:<br />
<a title="Abstract der Studie" href="http://www.stemcellgateway.net/ArticlePage.aspx?DOI=10.1007/s12015-011-9316-9" target="_blank">stemcellgateway.net</a><br />
<a title="Pressemitteilung" href="http://www.bristol.ac.uk/news/2011/7957.html" target="_blank">Universität Bristol</a></p>
<p>Foto: <a title="Universität Bristol" href="http://www.bristol.ac.uk/fmd/contact/az/personpages/index.html?personKey=Nm5navJuWlIATpwnkWw6H2LfjAYlLs" target="_blank">University of Bristol</a></p>
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		<title>Stammzellen im Einsatz gegen Herzschwäche</title>
		<link>http://www.nabelschnurblut-experten.de/stammzellen-im-einsatz-gegen-herzschwache/1979</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 09:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[News & Visionen]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Steinhoff]]></category>
		<category><![CDATA[Strauer]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer europaweiten Studie wollen zwei Pioniere der Stammzellforschung die Anerkennung von adulten Stammzellen als Arzneimittel bei Herzinsuffizienz erreichen. Das Projekt steht unter der Leitung des Rostocker Herzchirurgen Prof. Gustav Steinhoff und des Düsseldorfer Kardiologen Bodo-Eckehard Strauer, beide Leiter des Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC) der Universität Rostock. Die Besonderheit der Studie liegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Prof. Dr. med. Bodo Eckehard Strauer" src="http://www.cardiac-stemcell-therapy.com/userfiles/image/bodo_e_strauer.jpg" alt="" width="180" height="242" />In einer europaweiten Studie wollen zwei Pioniere der Stammzellforschung die Anerkennung von adulten Stammzellen als Arzneimittel bei <a title="Stammzelltherapie bei Herzschwäche" href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/forschung-stammzelltherapie-bei-herzschwaeche_aid_639510.html" target="_blank">Herzinsuffizienz</a> erreichen. Das Projekt steht unter der Leitung des Rostocker Herzchirurgen Prof. Gustav Steinhoff und des Düsseldorfer Kardiologen Bodo-Eckehard Strauer, beide Leiter des <a title="Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie" href="Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie" target="_blank">Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie</a> (RTC) der Universität Rostock.</p>
<p>Die Besonderheit der Studie liegt in ihrem großen Umfang begründet: Ab 2012 sollen im Rahmen des Projekts mehr als 3.000 Patienten in bis zu 20 Kliniken mit Stammzellen behandelt werden.  In den vergangenen zehn Jahren gab es weltweit mehr als 100 solcher Studien, in denen insgesamt 10.000 Menschen behandelt wurden. 60 Prozent der behandelten Patienten berichteten im Anschluss an die Therapie von einer Verbesserung der Lebensqualität. Die Pumpleistung des Herzens besserte sich und sie waren körperlich leistungsfähiger, als Patienten, die z.B. ausschließliche einen Bypass erhalten hatten.</p>
<p>Obwohl beide Mediziner für diese Studie Stammzellen zur Behandlung einsetzen, gehen sie doch nach unterschiedlichen Methoden vor. Während <a title="Video des RTC Rostock" href="http://www.nabelschnurblut-tv.de/allgemein/hoffnung-fur-herzkranke-dank-stammzelltherapie/706" target="_blank">Steinhoff</a> die zuvor aus dem Knochenmark der Patienten gewonnenen Stammzellen während Bypass- Operationen am offenen Herzen direkt in den Herzmuskel injiziert, verwendet der Düsseldorfer Kardiologe Strauer einen Katheter, um die Stammzellen zum Herzen zu führen. Dort siedeln sich die Stammzellen dann an und unterstützen das erkrankte Herzgewebe bei der Regeneration. Der Vorteil dieser Therapieform liegt nach Angaben von Strauer und Steinhoff darin, dass durch den Einsatz von Stammzellen nicht nur die Symptome, sondern die tatsächlichen Ursachen der Erkrankung behandelt werden.</p>
<p>In einem <a title="“Nabelschnurblut-Stammzellen bewirken Neubildung von Gefäßen”" href="http://www.nabelschnurblut-experten.de/nabelschnurblut-stammzellen-bewirken-neubildung-von-gefaessen/27" target="_blank">Interview auf nabelschnurblut-experten.de</a> sagte Steinhoff: &#8220;Unsere Forschungsergebnisse belegen, dass zerstörtes oder beschädigtes Herzgewebe nachwachsen kann, und zwar mit Hilfe der Stammzelltherapie.&#8221; Über Nebenwirkungen dieser Behandlung ist den beiden Medizinern zufolge bislang nichts bekannt.</p>
<p>Herzinsuffizienz, im Volksmund auch als Herzschwäche bekannt, ist auch in Deutschland weit verbreitet. 1,2 Millionen Menschen sind allein in der Bundesrepublik betroffen. Zu den häufigsten Ursachen zählen Bluthochdruck und Herzinfarkte.</p>
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		<title>Plazenta-Stammzellen haben einzigartige Eigenschaften</title>
		<link>http://www.nabelschnurblut-experten.de/plazenta-stammzellen-haben-einzigartige-eigenschaften/1953</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 08:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Chemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Leukämie]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
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		<description><![CDATA[Dr. Lolie Yu, Professorin für Pädiatrie am LSU Health Sciences Center an der Universität New Orleans, erläutert im Interview, wie ein neues Verfahren mit Stammzellen aus der Plazenta Patienten mit Leukämie helfen kann. Sie hatte bei dem heute 8-Jährigen Quentin erstmals diese experimentelle Behandlung durchgeführt. Ein Video dazu können Sie hier sehen. Was war bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Lolie Yu" src="http://www.medschool.lsuhsc.edu/images/faculty/yu_lolie.jpg" alt="Lolie Yu" width="120" height="180" />Dr. Lolie Yu, Professorin für Pädiatrie am <a title="LSU Health Sciences Center" href="http://www.lsuhsc.edu/" target="_blank">LSU Health Sciences Center</a> an der Universität New Orleans, erläutert im Interview, wie ein neues Verfahren mit Stammzellen aus der <a title="Plazenta" href="http://ssw-entwicklung.de/plazenta/" target="_blank">Plazenta</a> Patienten mit Leukämie helfen kann. Sie hatte bei dem heute 8-Jährigen Quentin erstmals diese experimentelle Behandlung durchgeführt. Ein Video dazu können Sie <a title="Plazenta Stammzellen gegen Leukämie" href="http://www.nabelschnurblut-tv.de/nabelschnurblut-in-der-anwendung/plazenta-stammzellen-erstmals-fur-leukamiebehandlung-eingesetzt/904">hier</a> sehen.</p>
<p><em>Was war bei Quentin denn das Problem und wie gefährlich war seine Erkrankung?</em></p>
<p>Dr. Lolie Yu: Bei ihm wurde ein frühes Stadium einer <a title="Akute lymphatische Leukämie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akute_lymphatische_Leuk%C3%A4mie" target="_blank">akuten lymphatischen Leukämie</a> (ALL) diagnostiziert, was die häufigste Form von Leukämie im Kindesalter ist.  Zusätzlich zur Bestimmung des Leukämie-Typs führen wir Tests durch, um biologische Faktoren zu finden, die den Behandlungserfolg beeinflussen können. Quentin hatte eine Form der Leukämie, die hochriskant war. Ohne eine Transplantation und nur mit Chemotherapie beträgt die 2-Jahres-Überlebensrate bei dieser Form nur  20-25%.<span id="more-1953"></span></p>
<p><em>Gibt es denn eine Alternative? Bevor die Behandlung mit Stammzellen möglich war, wie wurden Kinder mit diesem speziellen Leukämie-Typ behandelt?</em></p>
<p>Ohne eine Transplantation werden sie mit konventioneller Chemotherapie behandelt. Eventuell bekommt der Patient einen Rückfall und man versucht ihn dann wieder in <a title="Remission (Medizin)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Remission_%28Medizin%29" target="_blank">Remission</a> zu bringen. Wenn man sich rückblickend diese Patienten ohne Transplantation anschaut, gehen sie nich in Remission, und wenn, dann nur für sehr kurze Zeit. Die Leukämie kommt zurück und wahrscheinlich sterben sie an der Erkrankung.</p>
<p><em>Was haben Sie also in Quentins Fall getan?</em></p>
<p>Als er die Diagnose erhielt, was seine Mutter gerade schwanger. Und ich führte zu der Zeit eine Studie mit menschlichen Stammzellen aus der Plazenta und aus Nabelschnurblut durch. Also haben wir seine Mutter gefragt, ob sie bei der Geburt das Nabelschnurblut entnehmen lassen würde, und sie sagte ja. Zu diesem Zeitpunkt haben wir Quentin mit konventioneller Chemotherapie behandelt, um ihn in Remission zu bekommen. Als das Baby geboren wurde, haben wir das Nabelschnurblut entnommen und mit Hilfe der <a title="Celgene Website" href="http://www.celgene.com/" target="_blank">Celgene</a>-Methode wurden zusätzlich Stammzellen aus der Plazenta gewonnen. Nach der Entnahme haben wir einige Untersuchungen gemacht, um festzustellen, ob genügend Stammzellen für eine erfolgreiche Transplantation vorhanden waren. Die Menge war gut, so dass wir mit der Transplantation beginnen konnten.</p>
<p><em>Wie wurde die Transplantation durchgeführt? Wir verabreichen Sie </em><em>einem kleinen</em><em> Jungen wie Quentin die Stammzellen?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Er hat zuerst eine <a title="Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzellübertragung" href="http://www.nhl-info.de/exec/start?check=0&amp;site=/non_hodgkin_lymphome/56.htm" target="_blank">Hochdosis-Chemotherapie</a> und <a title="Ganzkörperbestrahlung" href="http://strahlentherapie.uk-wuerzburg.de/fachinformation/behandlungstechniken-und-technische-hilfsmittel/ganzkoerperbestrahlung.html" target="_blank">Ganzkörperbestrahlung</a> erhalten. Dann hat er die Nabelschnurblut-Stammzellen als Infusion bekommen, direkt gefolgt von den Plazenta-Stammzellen. Er hat die Infusion recht gut vertragen und sich schnell wieder erholt, sogar eher als wir erwartet hatten.</p>
<p><em>Was bewirken die Stammzellen? Warum helfen sie? Was tun sie im Körper?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Durch die Hochdosis-Chemotherapie und die Bestrahlung versuchen wir, alle Leukämie-Zellen zu vernichten. Dabei greifen wir aber auch die gesunden Zellen im Knochenmark an. Ohne die Infusion von Stammzellen würde sich der Körper nicht erholen. Die Stammzellen müssen von einem möglichst  passenden Spender stammen, damit sie nicht abgestoßen werden und gut anwachsen können. Sobald die neuen Zellen angewachsen sind, produzieren sie gesunde Blut- und Immunzellen und vernichten hoffentlich übrig gebliebene Leukämiezellen.</p>
<p><em>Werden die Zellen direkt in seinen Blutkreislauf injiziert?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Ja, das ist wie eine <a title="Bluttransfusion" href="http://www.netdoktor.at/ratschlaege/fakten/bluttransfusion.shtml" target="_blank">Bluttransfusion</a>.</p>
<p><em>Wie sind die Ergebnisse bei Quentin? Ist er krebsfrei? Wie schnell ging das?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Als erstes müssen wir wissen, dass er das Transplatat nicht abstößt, das nennen wir Anwachsen. Das Anwachsen der Nabelschnurblut-Zellen dauert normalerweise zwischen 14 und 42 Tagen. In seinem Fall dauerte es keine 14 Tage. Wir konnten ihn bereits 17 Tage nach der Transplantation aus dem Krankenhaus entlassen.</p>
<p><em>Ist er jetzt krebsfrei? Wo ist er jetzt?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Wir haben ihn in den ersten 100 Tagen nach der Transplantation eng überwacht, danach monatlich, später 3-monatlich.  Zwei Jahre nach der Transplantation gelten die Patienten in der Regel als geheilt. Er hat zwei Jahre geschafft.</p>
<p><em>Wie bewerten Sie die Stammzelltherapie insbesondere für Kinder mit dieser speziellen Leukämieform?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Ich möchte eines verdeutlichen: diese Therapie kann bei allen Formen von Leukämie und jedem Patienten angewendet werden. Das kann ALL, die Quentin hatte, oder auch <a title="Akute myeloische Leukämie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akute_myeloische_Leuk%C3%A4mie" target="_blank">AML</a> sein. Es sieht aufgrund von Forschungen und ersten klinischen Studien so aus, dass menschliche Plazenta-Stammzellen die Nabelschnurblut-Stammzellen vermehren und damit das Anwachsen vereinfachen.  Außerdem haben menschliche Plazenta-Stammzellen einzigartige Eigenschaften, die auch bei dem sog. <a title="Graft-versus-Leukämie-Effekt (GvL-Effekt)" href="http://www.kinderonkologie-mainz.de/site/user/index.php?page_id=192" target="_blank">Graft vs. Leukämie Effekt</a> nützlich sein können. Ich denke, das ist sowohl für Patienten als auch diese Studie von großer Bedeutung.</p>
<p><em>Ist das wie bei anderen Transplantaten auch, nicht jedes Geschwisterkind ist ein passender Spender? Da ist auch etwas Glück mit im Spiel, oder?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Das ist richtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwister ein passender Spender ist, beträgt zwischen 25% und 35%. Bei Quentin war es seine einzige Schwester. Wir haben schon vor ihrer Geburt herausgefunden, dass sie ein passender Spender war. Das war für ihn und seine Familie sehr gut.</p>
<p><em>Wie glücklich sind Sie, wenn Sie ihn heute sehen?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Oh! Ich bin ungemein erfreut. Wenn ich ihn sehe, der erste Patient, der diese Therapie bekommen hat, und es geht ihm so gut, das zeigt uns, dass wir wirklich mit der Forschung weitermachen sollten. Hoffentlich kann  diese Therapie einmal bei jedem Patienten, der es braucht, angewendet werden.</p>
<p>Quelle: <a title="WCTV.tv" href="http://www.wctv.tv/medicalminute/headlines/Medical_Minute_6-3__123119188.html">WCTV.tv</a></p>
<p>Foto: <a title="LSU School of Medicine" href="http://www.medschool.lsuhsc.edu " target="_blank">Louisiana State University</a></p>
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		<title>Entnahme von Nabelschnurblut in den USA und Frankreich wesentlich präsenter</title>
		<link>http://www.nabelschnurblut-experten.de/entnahme-von-nabelschnurblut-in-den-usa-und-frankreich-wesentlich-prasenter/781</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 12:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Expansion]]></category>
		<category><![CDATA[Knorpel]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Stammzellforschung ist eine junge Wissenschaft, die noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, benötigt, um breite Anwendung zu finden. Der Wiener Geburtsmediziner und Nabelschnurblutexperte Dr. Martin Imhof spricht im vierten Teil unseres Interviews über heutige Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen im nicht-onkologischer und onkologischer Bereich. Daneben gibt er einen Einblick über die Verhältnisse in anderen Ländern und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Dr. Martin Imhof zum Stellenwert von Nabelschnurblut" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/06/portrait-imhof-13.jpg" alt="Dr. Martin Imhof zum Stellenwert von Nabelschnurblut" width="152" height="212" align="left" />Die Stammzellforschung ist eine junge Wissenschaft, die noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, benötigt, um breite Anwendung zu finden. Der Wiener Geburtsmediziner und Nabelschnurblutexperte Dr. Martin Imhof spricht im vierten Teil unseres Interviews über heutige Einsatzmöglichkeiten von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Stammzellen</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> im nicht-onkologischer und onkologischer Bereich. Daneben gibt er einen Einblick über die Verhältnisse in anderen Ländern und betont die Notwendigkeit, die <a title="Stammzellen aus der Nase können geschädigtes Hirngewebe regenerieren" href="http://www.derwesten.de/leben/gesundheit/Stammzellen-aus-der-Nase-koennen-geschaedigtes-Hirngewebe-regenerieren-id4763786.html">Stammzelltherapie</a> infrastrukturell, wirtschaftlich und philosophisch zu etablieren.</span></span></p>
<p><em>Welchen Stellenwert hat das Blut aus der Nabelschnur heute für die Bekämpfung von Krankheiten? Wird es schon häufig angewendet?</em></p>
<p>Besonders oft wird es noch nicht genutzt. Insbesondere die nicht-onkologische Anwendung der darin enthaltenen Stammzellen ist bislang selten, wenn sie auch immer wieder vorkommt. So werden mittlerweile etwa Knorpel- oder Herzklappengewebe gezüchtet. Allerdings zählt das noch zum Bereich der Forschung. Die routinemäßige Anwendung findet bisher vor allem im onkologischen Bereich statt, und da hängt viel davon ab, welche Schwerpunkte im Gesundheitssystem eines Landes gesetzt werden. Österreich hat zum Beispiel eine sehr gut etablierte Knochenmarkbank, so dass Stammzellen hier eher aus dem Mark gewonnen werden. In Frankreich und in Teilen der USA hingegen werden traditionell mehr Nabelschnurblut-Stammzellen benutzt &#8211; dort ist die Entnahme des Blutes wesentlich präsenter und bereits Routine. Demgegenüber ist die Verbreitung in Deutschland, wo das Thema sehr kontrovers diskutiert wird, noch nicht ganz so groß. Hier sind zudem die Onkologen und Hämatologen noch sehr uneins, ob sie lieber eine geringere Abstoßungsgefahr und dafür eine längere Anwachszeit hätten, wie es bei Nabelschnurblutzellen der Fall ist, oder eben andersherum mit Knochenmark &#8211; das muss die Wissenschaft noch klären. Durch das Sammeln der <a title="Nabelschnurblut - Nabelschnur Einlagerung oder Spende?" href="http://www.kinder-und-babys.de/nabelschnurblut-nabelschnur-einlagerung-oder-spende.htm">Nabelschnurblut-Spenden</a> und die Möglichkeit der Expansion der Präparate ist noch einiges offen und entwicklungsfähig.</p>
<p><em>Ist die Anwendung von Nabelschnurblut in Bereichen außerhalb der Onkologie also nur noch eine Frage der Zeit?</em></p>
<p>Ja, und das trifft auch auf die Verwendung von Stammzellen im Allgemeinen zu. <a title="&quot;Adulte&quot; Stammzellen – Entwicklung zu Knorpel- und Knochengewebe, wie funktioniert das?" href="http://www.gesundheits-weblog.de/50226711/forschungsfarderpreis_adulte_stammzellen_entwicklung_zu_knorpel_und_knochengewebe_wie_funktioniert_das.php">Knorpelzellen </a>wurden ja schon produziert. Allerdings wurden bisher Gewebe aus gealtertem Material hergestellt, und das sind Zellen, die nicht das Optimum erbringen. Der nächste Schritt ist, dass neues Gewebe aus autologen Stammzellen, und zwar idealerweise aus jungen Zellen, hergestellt wird. Dann kann man diesen Alterungseffekt eliminieren, weil junges Gewebe teilungsfreudiger ist &#8211; das bringt die Zelltherapie sehr weit voran. Bis die Entwicklung aber so weit ist, wird noch viel Zeit vergehen. Damit Stammzellen in Zukunft tatsächlich breit angewendet werden, ist viel Verständnis für die Zelltherapie erforderlich &#8211; sie muss sich infrastrukturell, wirtschaftlich und philosophisch etablieren. Das ist ein langer Weg, der sicherlich noch Jahrzehnte benötigen wird. Aber wir werden ihn beharrlich verfolgen.</p>
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