Die Nabelschnurblut-Spende ist jetzt auch in Leipzig möglich
Die Einlagerung von Nabelschnurblut ist flächendeckend in Deutschland nur bei privaten Nabelschnurblutbanken möglich. Denn nur diese haben in fast allen Krankenhäusern die Erlaubnis dafür. Nabelschnurblut zu spenden, ist dagegen nur im engeren Umkreis von öffentlichen Nabelschnurblut-Einrichtungen – beispielsweise im Raum Düsseldorf oder München – möglich. Um diesen Umstand zu verbessern, haben die privaten Nabelschnurblutbanken ihr Leistungsangebot um die ”Spende-Option” erweitert. Damit lagern die Eltern das Nabelschnurblut privat ein, können es aber bei Bedarf der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen – in diesem Fall würden sie das bis dahin gezahlte Geld zurück erhalten. Doch auch die Krankenhäuser kümmern sich darum, ihren Schwangeren die Nabelschnurblut-Spende zu ermöglichen. Beispielsweise das Uniklinikum in Leipzig. Dort können Eltern durch die Kooperation mit dem Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender Register (NKR) das Nabelschnurblut ihres Kindes kostenlos abgeben. Nach Angaben des Leiters der Abteilung für Geburtsmedizin, Holger Stepan, übernimmt Leipzig damit eine Vorreiterrolle in den neuen Bundesländern.
Bildquelle: Leipziger Volkszeitung vom 17. Februar 2009