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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch &#187; Stammzellen: Über den Tellerrand</title>
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		<title>Gesteuerte Gewebegeneration mithilfe von Nabelschnurblut</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 10:15:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nabelschnurblut wird beim Tissue Engineering der Firma Matricel eingesetzt. Die Matricel GmbH aus Herzogenrath-Kohlscheid ist spezialisiert auf das so genannte Tissue Engineering, einem speziellen Forschungszweig der Biotechnologie, der sich mit gesteuerter Gewebegeneration befasst. Hierbei werden Zellen des betreffenden Patienten oder Stammzellen aus Nabelschnurblut verwendet, um neue Zellen zu gewinnen. Aus 10.000 Zellen können auf diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nabelschnurblut wird beim Tissue Engineering der Firma Matricel eingesetzt. Die Matricel GmbH aus Herzogenrath-Kohlscheid ist spezialisiert auf das so genannte Tissue Engineering, einem speziellen Forschungszweig der Biotechnologie, der sich mit gesteuerter <a href="http://www.bionity.com/news/d/48041/" target="_blank">Gewebegeneration</a> befasst. Hierbei werden Zellen des betreffenden Patienten oder <strong>Stammzellen aus Nabelschnurblut</strong> verwendet, um neue Zellen zu gewinnen. Aus 10.000 Zellen können auf diese Weise zehn Millionen Zellen gezüchtet werden. Eine Matrix aus Kollagen bildet dabei die Trägersubstanz für die Zellen, mit deren Hilfe neues Gewebe entstehen soll.</p>
<p>Die Firma Matricel verwendet Kollagen von Schweinen, denn deren Kollagen-Struktur ist laut  Ingo Herschel, Biochemiker und Geschäftsführer der Matricel GmbH, der menschlichen sehr ähnlich. Wenn das Schweine-Kollagen gesäubert und aufgearbeitet wurde, ist es nicht mehr schädlich und das Kollagengerüst wird im menschlichen Körper vollständig abgebaut, wenn die Zellen das neue Gewebe produzieren.</p>
<p>Diese Methode wird beispielsweise überall dort eingesetzt, wo körpereigenes Knorpelmaterial zerstört ist beziehungsweise gänzlich fehlt. Chirurgen können auf diese Weise bei einer Operation von Knorpelschäden im Kniegelenk an die betroffene Stelle eine mit Knorpelzellen besiedelte Matrix platzieren, die dann dafür sorgt, dass sich dort wieder neues Knorpelgewebe bildet. &#8220;Seit 2002 ist dieses Verfahren bei mehreren tausend Patienten in Europa und Australien erfolgreich klinisch eingesetzt worden&#8221;, wie Herschel erzählt.</p>
<p>Andere erfolgversprechende Anwendungsgebiete sind die Regeneration von Haut nach schweren Verbrennungen und in der Zahnmedizin die Regeneration von Kieferknochen, die sich beispielsweise durch Paradontose oder langjähriges Tragen von Prothesen zurückgebildet haben. Untersuchungen diese Technologie bei Rückenmarksverletzungen einzusetzen, befinden sich noch in der Anfangsphase.</p>
<p>Matricel kooperiert unter anderem mit der Freien Universität Amsterdam, dem dort nahe gelegenen Brandwundenzentrum und dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik in Aachen.</p>
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		<title>Zum Thema Nabelschnurblut sind noch viele Detailfragen zu klären</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 13:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Ende letzten Jahres ist Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Freiburger Universitäts-Klinik. Der Gynäkologe, der zuvor bereits 14 Jahre die BaslerÂ  Universitäts-Frauenklinik geleitet hat, setzt sich im Rahmen seiner täglichen Arbeit mit dem Thema Nabelschnurblut auseinander. Im dritten Teil unseres Interviews spricht er unter anderem über die Rolle des Staates [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt;" title="Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve kennt sich mit Nabelschnurblut aus" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/08/wolfgang-holzgreve_aktuell_2007-128.jpg" alt="Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve" width="128" height="194" align="left" />Seit Ende letzten Jahres ist Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Freiburger Universitäts-Klinik. Der Gynäkologe, der zuvor bereits 14 Jahre die BaslerÂ  Universitäts-Frauenklinik geleitet hat, setzt sich im Rahmen seiner täglichen Arbeit mit dem Thema Nabelschnurblut auseinander. Im dritten Teil unseres Interviews spricht er unter anderem über die Rolle des Staates und die Notwendigkeit, auf dem Gebiet der regenerativen Medizin immer weiter zu forschen und neue Erkenntnisse, zum Beispiel über den Zeitpunkt und die Art der Dosierung von Stammzellen, zu gewinnen.</p>
<p><em>Sehen Sie auch den Staat in der Pflicht, sich dafür zu engagieren?</em></p>
<p>Üblicherweise werden <a href="http://www.nabelschnurblut-wiki.de/index.php?title=Richtlinien_und_Patientenhandbuch_zur_Stammzellforschung_in_deutscher_Sprache_online" target="_blank">Richtlinien</a> wie diese von Experten gemacht und das sind auf diesem Gebiet die Mediziner &#8211; weniger der Staat. Aber er könnte sich auf andere Weise in Sachen Nabelschnurblut engagieren: So gibt es in mehreren Ländern Gelder für öffentliche Nabelschnurblutbanken (die sich in Deutschland über Spenden finanzieren, Anm. d. Red.). Außerdem ist der Gesetzgeber in der Pflicht, wenn es darum geht, Regeln festzulegen, die die Herstellung von Nabelschnurblut-Präparaten betreffen. Diese werden in der Bundesrepublik als Arzneimittel angesehen, so dass es bei ihrer Produktion strenge staatliche Auflagen einzuhalten gilt.</p>
<p><em>Es gibt inzwischen Stammzelltherapien, die in utero, also noch vor der Geburt im Mutterleib, durchgeführt werden. Welche Krankheiten können auf diese Weise behandelt werden, und wie sehen die Therapien konkret aus?</em></p>
<p>Die bisherigen Forschungen fanden größtenteils im Tiermodell statt. Es gibt noch wenige Anwendungen beim Menschen, allerdings sind einige davon bereits erfolgreich. Bei ungeborenen Kindern mit Immundefizienz konnte durch Stammzell-Transplantationen im Mutterleib eine Heilung erreicht werden. Leider hat das bei anderen Erbkrankheiten noch nicht funktioniert. Wir sind dabei, die Mechanismen zu erforschen, die dazu geführt haben, dass weitere Erfolge bisher ausgeblieben sind. Um künftig bessere Resultate zu erzielen, muss man herausfinden, zu welchem Zeitpunkt diese Transplantationen am besten durchgeführt werden sollten, welche Arten von Zellen verwendet werden müssen und in welcher Dosierung. Es sind also sehr viele Detailfragen zu klären. Ausgangspunkt ist dabei, dass das Knochenmark beim Kind erst in der frühen Schwangerschaftsphase besiedelt wird. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Stammzellen eingebracht werden, damit sie im Idealfall als eigene Zellen akzeptiert werden.</p>
<p><em>Wie kommt es zu diesen Störungen des Immunsystems?</em></p>
<p>Bestimmte Formen von ihnen treten auf, weil, vereinfacht gesprochen, das Knochenmark länger als normal ”leer” ist, also weil die Stammzellen anfangs fehlen.</p>
<p><em>Und wie bekommen Sie sie ins Knochenmark hinein?</em></p>
<p>Dafür machen wir uns die großen Fortschritte zunutze, die es bei der Ultraschall-Technologie gegeben hat, und die Methoden, mit deren Hilfe man mit sehr dünnen Nadeln und optischen Instrumenten in die Gebärmutter hineinkommt, ohne dort Verletzungen zu verursachen. Die Zellen werden entweder in den Bauchraum gebracht, von wo aus sie von selbst ins Knochenmark wandern. Oder aber sie werden direkt &#8211; in die <a href="http://www.dein-baby.net/219_*nabelschnurblut*-kann-leben-retten/" target="_blank">Nabelschnur</a> hinein gegeben und dann vom Kind aufgenommen. Auf dieselbe Weise werden übrigens auch ungeborene Kinder behandelt, die bei einer Blutgruppenunverträglichkeit wegen ihrer Blutarmut dringend rote Blutzellen brauchen. Diese werden in das Kind hineingebracht, um so die Zeit bis zur Geburt zu überbrücken.</p>
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		<title>Nabelschnurblut: Rostocker Forscherteam präsentiert neue Einsatzpotenziale</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 17:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[28.07.2009
Ein weiterer Meilenstein in Bezug auf einen auf Stammzellen aus Nabelschnurblut basierenden neuen Therapieansatz ist einem Forscherteam der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie an der Universität Rostock gelungen. Im Rahmen einer Studie wollten die Wissenschaftler um Dr. med. Can Yerebakan untersuchen, wie sich die Stammzelltherapie bei der Fallotâ€™schen Tetralogie, einem schweren angeborenen Herzfehler, auswirkt. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">28.07.2009</span></h5>
<p>Ein weiterer Meilenstein in Bezug auf einen auf <strong>Stammzellen aus Nabelschnurblut</strong> basierenden neuen Therapieansatz ist einem Forscherteam der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie an der Universität Rostock gelungen. Im Rahmen einer Studie wollten die Wissenschaftler um Dr. med. Can Yerebakan untersuchen, wie sich die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stammzelltherapie" target="_blank">Stammzelltherapie</a> bei der Fallotâ€™schen Tetralogie, einem schweren angeborenen Herzfehler, auswirkt. In einem weltweit bisher einmaligen Großtierversuch konnte dabei nachgewiesen werden, dass die Transplantation körpereigener Stammzellen aus Nabelschnurblut die Herzfunktion verbessert.</p>
<p>Die Fallotâ€™schen Tetralogie ist unter anderem durch eine Verdickung der Muskulatur der rechten Herzklappe, eine Verengung der Ausflussbahn der rechten Herzkammer und ein Loch in der Kammerscheidewand gekennzeichnet. Folge dessen ist, dass nicht genügend Sauerstoff aufgenommen werden kann. Daher müssen die betroffenen Kinder sich oft bereits im ersten Lebensjahr einer Operation unterziehen. Diese bewirkt jedoch keineswegs, dass die Funktionsfähigkeit der Herzklappe in gleicher Weise gewährleistet werden kann, wie dies bei einem gesunden Kind der Fall ist. Da die Fallotâ€™sche Tetralogie etwa zehn Prozent aller angeborenen Herzerkrankungen ausmacht, ist es Ziel der Forschung, eine effektivere und die kleinen Patienten weniger beeinträchtigende Behandlungsmethode zu entdecken. Das Rostocker Forscherteam ist diesbezüglich auf einem guten Weg.</p>
<p>In dem Experiment wurden <a href="http://www.focus.de/gesundheit/baby/geburt/nabelschnurblut/tid-6960/stammzellen_aid_67866.html" target="_blank">Stammzellen</a> aus Nabelschnurblut, die zuvor im Forschungslabor isoliert worden sind, den Schafen direkt in den Herzmuskel injiziert. Bereits nach drei Monaten konnte bei diesen Tieren eine Verbesserung der Herzleistung um 20 Prozent nachgewiesen werden. ”Da wir im Tierversuch keinerlei Nebenwirkungen der Therapie beobachtet haben, könnte man jetzt eine klinische Studie zu diesem Thema konzipieren.”, erklärt  der Leiter der Rostocker Forschungsgruppe Dr. med. Can Yerebakan.</p>
<p>Bis dieser neuer Therapieansatz auch in der Humanmedizin zum Einsatz kommt, wird es wohl noch ein paar Jahre dauern. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse auf diesem Gebiet raten die Experten jedoch dazu, Nabelschnurblut auch jetzt schon einlagern zu lassen, insbesondere dann, wenn bei dem Ungeborenen der Verdacht auf einen Herzfehler besteht.</p>
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		<title>Nabelschnurblut: Die Zelltherapie hat sich stetig weiterentwickelt</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 14:21:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Nabelschnurblut-Experte Dr. Martin Imhof ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Zelltherapie in Österreich. Der gebürtige Wiener arbeitet als Geburtsmediziner und Oberarzt im Krankenhaus Weinviertel Korneuburg und kennt sich im Bereich der Stammzellforschung bestens aus. Im Interview legt der Mediziner die vielfältigen klinischen Forschungsprojekte dar, in denen er sich engagiert, zum Beispiel bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Der Nabelschnurblut-Experte Dr. Imhof im Interview" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/06/portrait-imhof-1.jpg" alt="Der Nabelschnurblut-Experte Dr. Imhof im Interview" width="152" height="212" align="left" />Der <strong>Nabelschnurblut</strong>-Experte Dr. Martin Imhof ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Zelltherapie in Österreich. Der gebürtige Wiener arbeitet als Geburtsmediziner und Oberarzt im Krankenhaus Weinviertel Korneuburg und kennt sich im Bereich der Stammzellforschung bestens aus. Im Interview legt der Mediziner die vielfältigen klinischen Forschungsprojekte dar, in denen er sich engagiert, zum Beispiel bei der Hormonersatztherapie oder der Transplantation von Eierstockgewebe. Außerdem erläutert Dr. Imhof, wie vor einigen Jahren die frühen Ansätze der Zelltherapie im Bereich der Herzchirurgie aussahen und was sich seitdem verändert hat.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><em>Sie sind Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Zelltherapie. Warum engagieren Sie sich dort und was ist das Ziel der Vereinsarbeit?</em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Ich engagiere mich in diesem Verein, weil ich mich seit Beginn meiner medizinischen Tätigkeit mit Zelltherapie beschäftige. Denn schon als Student kam ich damit in Berührung, als ich mit menschlichen Herzklappen arbeitete. Derzeit arbeite ich unter anderem mit entwickelten Zellen aus dem Eierstockgewebe. Es kann eingefroren und bei Bedarf transplantiert werden. Damit soll Frauen geholfen werden, die beispielsweise nach einer Chemotherapie unfruchtbar geworden sind. Ich habe mich also nach und nach mit den verschiedenen Facetten der <a title="Verein zur Förderung der Zelltherapie" href="http://www.verein-zelltherapie.com/" target="_blank">Zelltherapie</a> auseinandergesetzt. Das Besondere an ihr ist, dass sie die klassische Medizin teils verbessert und teils sogar ablöst. Der Verein zur Förderung der Zelltherapie hat den Zweck, das Thema in der Öffentlichkeit zu erklären und ins rechte Licht zu rücken. Außerdem unterstützen wir Stammzellbehandlungen bei bedürftigen Personen.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><em>Wie sah die Zelltherapie zu Ihren Studienzeiten aus?</em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Damals habe ich &#8211; im Rahmen meiner Arbeit in der Herzthoraxchirurgie &#8211; die Klappen aus den Herzen herauspräpariert, verarbeitet und für die Reimplantation eingefroren. So wurde Anfang der neunziger Jahre die ”frühe Zelltherapie” definiert. Inzwischen werden die Herzklappen auch aus Zellen gezüchtet. Der Patient bekommt demnach lebendes Gewebe transplantiert.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><em>In ihren Anfängen funktionierte die Zelltherapie also ganz anders &#8211; heute greift man auf Stammzellen zurück. Können Sie diese Entwicklung kurz skizzieren? </em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Die ”frühe Zelltherapie” war die Zeit der Transplantationen, auch von Knochenmark &#8211; und damit begannen erst die klinischen Anwendungen in diesem Bereich. Die neuere Forschung geht nun in die Richtung, Zellen zu kultivieren, um daraus Gewebe zu züchten und beispielsweise Herzklappen herzustellen. Aber auf diesem Gebiet befindet sich die Entwicklung noch in einem frühen Stadium.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><em>Sie sind nicht nur Vorsitzender des Vereins für Zelltherapie, sondern engagieren sich in vielfältigen Projekten. Können Sie uns mehr darüber erzählen?</em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Da ist zum einen die Kryokonservierung von Eierstockgewebe oder Teilen des Eierstockes zu erwähnen. Dies wird vornehmlich bei jüngeren Frauen gemacht, die an Krebs erkrankt sind. Dann entnimmt man ihnen vor der Chemotherapie das Gewebe und bewahrt es auf, bis die Patientin den Krebs überwunden hat. Danach kann mit der Transplantation die Funktion des Eierstockes wieder regeneriert werden und auch nach einer schweren Erkrankung zu einer erfolgreichen Schwangerschaft führen. Damit sind weitere Zukunftsaspekte verbunden, wie die Erhaltung der Fruchtbarkeit bis ins hohe Alter &#8211; viele Frauen möchten heute gern im Alter von über 40 Jahren noch Kinder bekommen und könnten dabei von der Medizin besser unterstützt werden. Ein weiteres Beispiel ist die autologe Hormonersatztherapie, bei der es darum geht, dass Hormone vom eigenen Gewebe gebildet werden. Außerdem arbeiten wir an einer Immuntherapie mit Hilfe von Zellen. Sie sollen das Abwehrsystem im Kampf gegen Tumore unterstützen.</span></span></p>
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		<title>Nabelschnurblut: Thema auf dem Mediziner-Kongress in Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 14:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Forschung mit Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellen: Über den Tellerrand]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellendefinition]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut Medizin Kongress]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 24. Deutsche Kongress für Perinatale Medizin und die 35. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin finden derzeit zusammen vom 6. &#8211; 9. Mai 2009 im Berliner Internationalen Congress Centrum (ICC) statt. Das Themenspektrum ist dementsprechend weit gefasst: Der Personalmangel an deutschen Kliniken, der richtige Umgang mit Frühchen, die Präimplantationsdiagnostik, aber auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Der 24. Deutsche Kongress für Perinatale Medizin und die 35. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin finden derzeit zusammen vom 6. &#8211; 9. Mai 2009 im Berliner Internationalen Congress Centrum (ICC) statt. Das Themenspektrum ist dementsprechend weit gefasst: Der Personalmangel an deutschen Kliniken, der richtige Umgang mit Frühchen, die Präimplantationsdiagnostik, aber auch die <a title="Die Einlagerung von Nabelschnurblut wird von Experten als Präventionsmaßnahme angesehen" href="http://www.nabelschnurblut-4you.de/nabelschnurblut-aufbewahrung-debeka-berat-eltern/288" target="_blank">Prävention</a> von Gewalt gegen Frauen und Kinder sind nur einige Beispiele. Es werden Workshops, Vorträge und Kurse angeboten, die als Weiterbildung für Mediziner, Pflegepersonal und Hebammen dienen. Zudem gibt es eine Industrieausstellung, in der Unternehmen für ihre Produkte und Neuerungen werben: Beatmungssysteme für Frühchen, Brutkästen, Ultraschallgeräte und Herzfrequnzmesser wurden zur Schau gestellt. Außerdem waren die großen Babynahrungshersteller mit großen Ständen anwesend und lockten die Besucher mit Kaffee und Drinks. In der Mittagszeit hatten biotechnologische und pharmakologische Unternehmen die Möglichkeit, ihre Forschungen und Produkte in so genannten ”Lunch Symposien” vorzustellen. Ein großes Auditorium erhielt die Veranstaltung der Nabelschnurblutbank VITA 34. Hier stellten Experten ihre Ergebnisse der Forschung mit Stammzellen aus <strong>Nabelschnurblut</strong> vor.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"><img class="alignleft size-full wp-image-610" title="Prof. Dr. Simon Hoerstrup entwickelte mitwachsende Herzklappen aus Nabelschnurblut" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/05/simon-hoerstrup-2.jpg" alt="Prof. Dr. Simon Hoerstrup entwickelte mitwachsende Herzklappen aus Nabelschnurblut" width="250" height="168" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Prof. Dr. med. Simon Hoerstrup aus Zürich erklärte die Vorgehensweise zur Herstellung von mitwachsenden Herzklappen aus Nabelschnurblutzellen, Chorionzotten und Amnionflüssigkeit mithilfe von Scaffolds und Bioreaktoren. Zudem bestätigte er mit validen wissenschaftlichen Daten das Wachstum der Herzklappen im Laufe der Tierversuche und rechnete mit einem klinischen Einsatz Ende diesen, Anfang nächsten Jahres.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"><img class="alignleft size-full wp-image-613" title="Dr. Petra Rauprich sprach über den Einsatz von Nabelschnurblut bei Diabetes-Typ 1" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/05/petra-rauprich.jpg" alt="Dr. Petra Rauprich sprach über den Einsatz von Nabelschnurblut bei Diabetes-Typ 1" width="250" height="168" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Dr. med. Petra Rauprich sprach in Vertretung von Dr. med. Heike Boerschmann vom Klinikum rechts der Isar. Dort findet seit Anfang dieses Jahres eine Studie mit zehn an Diabetes-Typ 1 erkrankten Kindern statt. Vorausgehende Daten bestätigen schon die Regeneration der Beta-Zellen, des HbA1c-Wertes sowie des gesamten Metabolismus`. Die Daten sollen nun in der zweijährigen Studie belegt werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"><img class="alignleft size-full wp-image-616" title="Prof. Dr. Arne Jensen sprach über die Anwendung von Nabelschnurblut bei Hirnschaden" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/05/arne-jensen.jpg" alt="Prof. Dr. Arne Jensen sprach über die Anwendung von Nabelschnurblut bei Hirnschaden" width="250" height="168" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Zum Schluss sprach Prof. Dr. Arne Jensen über die erste Anwendung von <a title="Nabelschnurblut hilft seit Jahren Kindern mit Immunerkrankungen" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0105/wissenschaft/0050/index.html" target="_blank">Nabelschnurblut</a> bei Hirnschaden eines Kleinkindes in Deutschland (wir berichteten). In Videos zeigte er den Zustand des Jungen vor der Behandlung &#8211; spastisch gelähmt, keine koordinierte Bewegung, ständige wimmernde Lautäußerung. Zwei Wochen nach der Transplantation von 90 Milliliter seines eigenen Nabelschnurblutes hörte der Junge auf zu wimmern. Nach sieben Wochen nahm er Kontakt mit seiner Umwelt auf und reagiert inzwischen aktiv und isst selbständig. Er warnte jedoch vor allem die Presse davor, zu euphorisch darüber zu berichten: ”Es handele sich hier bisher um einen Einzelfall”, so der Mediziner.</p>
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