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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch &#187; Nabelschnurblut in der Anwendung</title>
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		<title>Plazenta-Stammzellen haben einzigartige Eigenschaften</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 08:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Chemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Leukämie]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Plazenta]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellen]]></category>
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		<description><![CDATA[Dr. Lolie Yu, Professorin für Pädiatrie am LSU Health Sciences Center an der Universität New Orleans, erläutert im Interview, wie ein neues Verfahren mit Stammzellen aus der Plazenta Patienten mit Leukämie helfen kann. Sie hatte bei dem heute 8-Jährigen Quentin erstmals diese experimentelle Behandlung durchgeführt. Ein Video dazu können Sie hier sehen. Was war bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Lolie Yu" src="http://www.medschool.lsuhsc.edu/images/faculty/yu_lolie.jpg" alt="Lolie Yu" width="120" height="180" />Dr. Lolie Yu, Professorin für Pädiatrie am <a title="LSU Health Sciences Center" href="http://www.lsuhsc.edu/" target="_blank">LSU Health Sciences Center</a> an der Universität New Orleans, erläutert im Interview, wie ein neues Verfahren mit Stammzellen aus der <a title="Plazenta" href="http://ssw-entwicklung.de/plazenta/" target="_blank">Plazenta</a> Patienten mit Leukämie helfen kann. Sie hatte bei dem heute 8-Jährigen Quentin erstmals diese experimentelle Behandlung durchgeführt. Ein Video dazu können Sie <a title="Plazenta Stammzellen gegen Leukämie" href="http://www.nabelschnurblut-tv.de/nabelschnurblut-in-der-anwendung/plazenta-stammzellen-erstmals-fur-leukamiebehandlung-eingesetzt/904">hier</a> sehen.</p>
<p><em>Was war bei Quentin denn das Problem und wie gefährlich war seine Erkrankung?</em></p>
<p>Dr. Lolie Yu: Bei ihm wurde ein frühes Stadium einer <a title="Akute lymphatische Leukämie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akute_lymphatische_Leuk%C3%A4mie" target="_blank">akuten lymphatischen Leukämie</a> (ALL) diagnostiziert, was die häufigste Form von Leukämie im Kindesalter ist.  Zusätzlich zur Bestimmung des Leukämie-Typs führen wir Tests durch, um biologische Faktoren zu finden, die den Behandlungserfolg beeinflussen können. Quentin hatte eine Form der Leukämie, die hochriskant war. Ohne eine Transplantation und nur mit Chemotherapie beträgt die 2-Jahres-Überlebensrate bei dieser Form nur  20-25%.<span id="more-1953"></span></p>
<p><em>Gibt es denn eine Alternative? Bevor die Behandlung mit Stammzellen möglich war, wie wurden Kinder mit diesem speziellen Leukämie-Typ behandelt?</em></p>
<p>Ohne eine Transplantation werden sie mit konventioneller Chemotherapie behandelt. Eventuell bekommt der Patient einen Rückfall und man versucht ihn dann wieder in <a title="Remission (Medizin)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Remission_%28Medizin%29" target="_blank">Remission</a> zu bringen. Wenn man sich rückblickend diese Patienten ohne Transplantation anschaut, gehen sie nich in Remission, und wenn, dann nur für sehr kurze Zeit. Die Leukämie kommt zurück und wahrscheinlich sterben sie an der Erkrankung.</p>
<p><em>Was haben Sie also in Quentins Fall getan?</em></p>
<p>Als er die Diagnose erhielt, was seine Mutter gerade schwanger. Und ich führte zu der Zeit eine Studie mit menschlichen Stammzellen aus der Plazenta und aus Nabelschnurblut durch. Also haben wir seine Mutter gefragt, ob sie bei der Geburt das Nabelschnurblut entnehmen lassen würde, und sie sagte ja. Zu diesem Zeitpunkt haben wir Quentin mit konventioneller Chemotherapie behandelt, um ihn in Remission zu bekommen. Als das Baby geboren wurde, haben wir das Nabelschnurblut entnommen und mit Hilfe der <a title="Celgene Website" href="http://www.celgene.com/" target="_blank">Celgene</a>-Methode wurden zusätzlich Stammzellen aus der Plazenta gewonnen. Nach der Entnahme haben wir einige Untersuchungen gemacht, um festzustellen, ob genügend Stammzellen für eine erfolgreiche Transplantation vorhanden waren. Die Menge war gut, so dass wir mit der Transplantation beginnen konnten.</p>
<p><em>Wie wurde die Transplantation durchgeführt? Wir verabreichen Sie </em><em>einem kleinen</em><em> Jungen wie Quentin die Stammzellen?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Er hat zuerst eine <a title="Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzellübertragung" href="http://www.nhl-info.de/exec/start?check=0&amp;site=/non_hodgkin_lymphome/56.htm" target="_blank">Hochdosis-Chemotherapie</a> und <a title="Ganzkörperbestrahlung" href="http://strahlentherapie.uk-wuerzburg.de/fachinformation/behandlungstechniken-und-technische-hilfsmittel/ganzkoerperbestrahlung.html" target="_blank">Ganzkörperbestrahlung</a> erhalten. Dann hat er die Nabelschnurblut-Stammzellen als Infusion bekommen, direkt gefolgt von den Plazenta-Stammzellen. Er hat die Infusion recht gut vertragen und sich schnell wieder erholt, sogar eher als wir erwartet hatten.</p>
<p><em>Was bewirken die Stammzellen? Warum helfen sie? Was tun sie im Körper?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Durch die Hochdosis-Chemotherapie und die Bestrahlung versuchen wir, alle Leukämie-Zellen zu vernichten. Dabei greifen wir aber auch die gesunden Zellen im Knochenmark an. Ohne die Infusion von Stammzellen würde sich der Körper nicht erholen. Die Stammzellen müssen von einem möglichst  passenden Spender stammen, damit sie nicht abgestoßen werden und gut anwachsen können. Sobald die neuen Zellen angewachsen sind, produzieren sie gesunde Blut- und Immunzellen und vernichten hoffentlich übrig gebliebene Leukämiezellen.</p>
<p><em>Werden die Zellen direkt in seinen Blutkreislauf injiziert?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Ja, das ist wie eine <a title="Bluttransfusion" href="http://www.netdoktor.at/ratschlaege/fakten/bluttransfusion.shtml" target="_blank">Bluttransfusion</a>.</p>
<p><em>Wie sind die Ergebnisse bei Quentin? Ist er krebsfrei? Wie schnell ging das?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Als erstes müssen wir wissen, dass er das Transplatat nicht abstößt, das nennen wir Anwachsen. Das Anwachsen der Nabelschnurblut-Zellen dauert normalerweise zwischen 14 und 42 Tagen. In seinem Fall dauerte es keine 14 Tage. Wir konnten ihn bereits 17 Tage nach der Transplantation aus dem Krankenhaus entlassen.</p>
<p><em>Ist er jetzt krebsfrei? Wo ist er jetzt?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Wir haben ihn in den ersten 100 Tagen nach der Transplantation eng überwacht, danach monatlich, später 3-monatlich.  Zwei Jahre nach der Transplantation gelten die Patienten in der Regel als geheilt. Er hat zwei Jahre geschafft.</p>
<p><em>Wie bewerten Sie die Stammzelltherapie insbesondere für Kinder mit dieser speziellen Leukämieform?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Ich möchte eines verdeutlichen: diese Therapie kann bei allen Formen von Leukämie und jedem Patienten angewendet werden. Das kann ALL, die Quentin hatte, oder auch <a title="Akute myeloische Leukämie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akute_myeloische_Leuk%C3%A4mie" target="_blank">AML</a> sein. Es sieht aufgrund von Forschungen und ersten klinischen Studien so aus, dass menschliche Plazenta-Stammzellen die Nabelschnurblut-Stammzellen vermehren und damit das Anwachsen vereinfachen.  Außerdem haben menschliche Plazenta-Stammzellen einzigartige Eigenschaften, die auch bei dem sog. <a title="Graft-versus-Leukämie-Effekt (GvL-Effekt)" href="http://www.kinderonkologie-mainz.de/site/user/index.php?page_id=192" target="_blank">Graft vs. Leukämie Effekt</a> nützlich sein können. Ich denke, das ist sowohl für Patienten als auch diese Studie von großer Bedeutung.</p>
<p><em>Ist das wie bei anderen Transplantaten auch, nicht jedes Geschwisterkind ist ein passender Spender? Da ist auch etwas Glück mit im Spiel, oder?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Das ist richtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwister ein passender Spender ist, beträgt zwischen 25% und 35%. Bei Quentin war es seine einzige Schwester. Wir haben schon vor ihrer Geburt herausgefunden, dass sie ein passender Spender war. Das war für ihn und seine Familie sehr gut.</p>
<p><em>Wie glücklich sind Sie, wenn Sie ihn heute sehen?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em>Oh! Ich bin ungemein erfreut. Wenn ich ihn sehe, der erste Patient, der diese Therapie bekommen hat, und es geht ihm so gut, das zeigt uns, dass wir wirklich mit der Forschung weitermachen sollten. Hoffentlich kann  diese Therapie einmal bei jedem Patienten, der es braucht, angewendet werden.</p>
<p>Quelle: <a title="WCTV.tv" href="http://www.wctv.tv/medicalminute/headlines/Medical_Minute_6-3__123119188.html">WCTV.tv</a></p>
<p>Foto: <a title="LSU School of Medicine" href="http://www.medschool.lsuhsc.edu " target="_blank">Louisiana State University</a></p>
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		<title>Entnahme von Nabelschnurblut in den USA und Frankreich wesentlich präsenter</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 12:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Expansion]]></category>
		<category><![CDATA[Knorpel]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Stammzellforschung ist eine junge Wissenschaft, die noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, benötigt, um breite Anwendung zu finden. Der Wiener Geburtsmediziner und Nabelschnurblutexperte Dr. Martin Imhof spricht im vierten Teil unseres Interviews über heutige Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen im nicht-onkologischer und onkologischer Bereich. Daneben gibt er einen Einblick über die Verhältnisse in anderen Ländern und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Dr. Martin Imhof zum Stellenwert von Nabelschnurblut" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/06/portrait-imhof-13.jpg" alt="Dr. Martin Imhof zum Stellenwert von Nabelschnurblut" width="152" height="212" align="left" />Die Stammzellforschung ist eine junge Wissenschaft, die noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, benötigt, um breite Anwendung zu finden. Der Wiener Geburtsmediziner und Nabelschnurblutexperte Dr. Martin Imhof spricht im vierten Teil unseres Interviews über heutige Einsatzmöglichkeiten von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Stammzellen</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> im nicht-onkologischer und onkologischer Bereich. Daneben gibt er einen Einblick über die Verhältnisse in anderen Ländern und betont die Notwendigkeit, die <a title="Stammzellen aus der Nase können geschädigtes Hirngewebe regenerieren" href="http://www.derwesten.de/leben/gesundheit/Stammzellen-aus-der-Nase-koennen-geschaedigtes-Hirngewebe-regenerieren-id4763786.html">Stammzelltherapie</a> infrastrukturell, wirtschaftlich und philosophisch zu etablieren.</span></span></p>
<p><em>Welchen Stellenwert hat das Blut aus der Nabelschnur heute für die Bekämpfung von Krankheiten? Wird es schon häufig angewendet?</em></p>
<p>Besonders oft wird es noch nicht genutzt. Insbesondere die nicht-onkologische Anwendung der darin enthaltenen Stammzellen ist bislang selten, wenn sie auch immer wieder vorkommt. So werden mittlerweile etwa Knorpel- oder Herzklappengewebe gezüchtet. Allerdings zählt das noch zum Bereich der Forschung. Die routinemäßige Anwendung findet bisher vor allem im onkologischen Bereich statt, und da hängt viel davon ab, welche Schwerpunkte im Gesundheitssystem eines Landes gesetzt werden. Österreich hat zum Beispiel eine sehr gut etablierte Knochenmarkbank, so dass Stammzellen hier eher aus dem Mark gewonnen werden. In Frankreich und in Teilen der USA hingegen werden traditionell mehr Nabelschnurblut-Stammzellen benutzt &#8211; dort ist die Entnahme des Blutes wesentlich präsenter und bereits Routine. Demgegenüber ist die Verbreitung in Deutschland, wo das Thema sehr kontrovers diskutiert wird, noch nicht ganz so groß. Hier sind zudem die Onkologen und Hämatologen noch sehr uneins, ob sie lieber eine geringere Abstoßungsgefahr und dafür eine längere Anwachszeit hätten, wie es bei Nabelschnurblutzellen der Fall ist, oder eben andersherum mit Knochenmark &#8211; das muss die Wissenschaft noch klären. Durch das Sammeln der <a title="Nabelschnurblut - Nabelschnur Einlagerung oder Spende?" href="http://www.kinder-und-babys.de/nabelschnurblut-nabelschnur-einlagerung-oder-spende.htm">Nabelschnurblut-Spenden</a> und die Möglichkeit der Expansion der Präparate ist noch einiges offen und entwicklungsfähig.</p>
<p><em>Ist die Anwendung von Nabelschnurblut in Bereichen außerhalb der Onkologie also nur noch eine Frage der Zeit?</em></p>
<p>Ja, und das trifft auch auf die Verwendung von Stammzellen im Allgemeinen zu. <a title="&quot;Adulte&quot; Stammzellen – Entwicklung zu Knorpel- und Knochengewebe, wie funktioniert das?" href="http://www.gesundheits-weblog.de/50226711/forschungsfarderpreis_adulte_stammzellen_entwicklung_zu_knorpel_und_knochengewebe_wie_funktioniert_das.php">Knorpelzellen </a>wurden ja schon produziert. Allerdings wurden bisher Gewebe aus gealtertem Material hergestellt, und das sind Zellen, die nicht das Optimum erbringen. Der nächste Schritt ist, dass neues Gewebe aus autologen Stammzellen, und zwar idealerweise aus jungen Zellen, hergestellt wird. Dann kann man diesen Alterungseffekt eliminieren, weil junges Gewebe teilungsfreudiger ist &#8211; das bringt die Zelltherapie sehr weit voran. Bis die Entwicklung aber so weit ist, wird noch viel Zeit vergehen. Damit Stammzellen in Zukunft tatsächlich breit angewendet werden, ist viel Verständnis für die Zelltherapie erforderlich &#8211; sie muss sich infrastrukturell, wirtschaftlich und philosophisch etablieren. Das ist ein langer Weg, der sicherlich noch Jahrzehnte benötigen wird. Aber wir werden ihn beharrlich verfolgen.</p>
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		<title>Ian Jan: Ich sehe großes Potenzial in der Stammzellenforschung</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 10:36:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurbluteinlagerung]]></category>
		<category><![CDATA[Slowenien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sieht eigentlich die Situation in anderen Ländern aus, wenn man sich zum einen über die Potenziale von Nabelschnurblut informieren beziehungsweise dieses einlagern möchte? Im heutigen Interview sprechen wir mit Ian Jan, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei Izvorna celica d.o.o., einer privaten Nabelschnurblutbank in Slowenien. Erst seit 2007 gibt es in Slowenien Unternehmen, die sich mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Ian Jan: Nabelschnurbluteinlagerung in Slowenien" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2010/04/Ian-Jan-220-1.jpg" alt="Ian Jan: Nabelschnurbluteinlagerung in Slowenien" width="220" height="309" align="left" />Wie sieht eigentlich die Situation in anderen Ländern aus, wenn man sich zum einen über die Potenziale von Nabelschnurblut informieren beziehungsweise dieses einlagern möchte? Im heutigen Interview sprechen wir mit Ian Jan, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei <a href="http://www.izvorna-celica.si/site/index.php?view=financiranje" target="_blank">Izvorna celica d.o.o.</a>, einer privaten Nabelschnurblutbank in Slowenien. Erst seit 2007 gibt es in Slowenien Unternehmen, die sich mit der Einlagerung befassen. Aber das sind nicht die einzigen Unterschiede zu Deutschland. Im ersten Teil des Interviews erfahren Sie, was Ian Jan dazu bewogen hat, in Slowenien eine Nabelschnurblutbank zu gründen. Darüber hinaus spricht er über die Zusammenarbeit mit Vita 34 und über die Einlagerungsbedingungen in seinem Land.</p>
<p><em>Was hat Sie dazu bewogen, eine Nabelschnurblutbank in Slowenien aufzubauen?</em></p>
<p>Der Grund für die Entscheidung, eine Firma zu gründen, die Stammzellen aus Nabelschnurblut aufbewahrt, war mein Sohn Tilen. Als er geboren wurde, habe ich viel Zeit und Energie dafür aufgewendet, mich über Stammzellen zu informieren. Mir wurde klar, dass die Aufbewahrung von Stammzellen aus Nabelschnurblut das Beste für meinen Sohn und seine Gesundheit ist. Ich bin froh, dass wir uns dazu entschieden haben, Tilens Stammzellen aufzubewahren, und auch bei unserem nächsten Kind werden wir Nabelschnurblut entnehmen lassen. Da ich in der Stammzellenforschung großes Potential sehe, wollte ich auch anderen Eltern die Möglichkeit der Nabelschnurblutlagerung bieten.</p>
<p><em>Was halten Sie persönlich von Nabelschnurblut als persönliche Gesundheitsvorsorge?</em></p>
<p>Ich halte das Aufbewahren von Nabelschnurblut für sehr sinnvoll, deswegen freue ich mich, diese Vorsorge auch anderen Eltern zugänglich machen zu können.</p>
<p><em>Seit wann ist es in Slowenien möglich, Nabelschnurblut einzulagern?</em></p>
<p>Bis 2007 gab kein slowenisches Unternehmen, das sich mit der Einlagerung von Nabelschnurblut beschäftigte. Nur wenige Leute wussten von dieser Möglichkeit, die meisten Slowenen lagerten Stammzellen aus Nabelschnurblut in Österreich ein. Als im Jahr 2007 die erste Nabelschnurblutbank in Slowenien gegründet wurde, wuchs auch das öffentliche Interesse. Seitdem steigt auch die Zahl der Einlagerungen.</p>
<p><em>Wie schätzen Sie Ihren Einstieg auf dem Markt ein? Wieviele Eltern konnten Sie bisher als Kunden gewinnen?</em></p>
<p>Wir sind erst seit Sommer 2009 dabei, also noch nicht einmal ein Jahr. Als wir in den Markt eingestiegen sind, hatten wir bereits zwei starke Konkurrenten auf dem Markt. Eine dieser Firmen ist als Agent einer der führenden Nabelschnurblutbanken Europas tätig, die andere Firma arbeitet mit einer öffentlichen Nabelschnurblutbank in Slowenien zusammen. Wir als Firma haben uns entschlossen, dem slowenischen Markt etwas Neues, etwas Anderes zu geben &#8211; auf diese Weise haben wir Vita 34 gefunden.</p>
<p><em>Ihre Firma arbeitet mit der deutschen Nabelschnurblutbank Vita 34 zusammen. Wie hat diese Zusammenarbeit begonnen?</em></p>
<p>Als wir nach etwas Neuem und Einzigartigem suchten, womit wir den slowenischen Markt bereichern könnten, haben wir uns dafür entschieden, einen qualitativ hochwertigen Service anzubieten. Als wir uns nach potenziellen Partnern umschauten, wurden wir schnell auf Vita 34 aufmerksam. Die Servicequalität und die starken Referenzen von Vita 34 haben uns überzeugt, dass Vita 34 gut für den slowenischen Markt ist. Unsere Firmenphilosophie gleicht der von Vita 34 &#8211; auch wir wollen einen erstklassigen Service und ein hohes Maß an Professionalität bieten, also haben wir uns für die Zusammenarbeit entschieden.</p>
<p><em>Wie genau würden Sie die Zusammenarbeit zwischen Izvorna celica und Vita 34 beschreiben?</em></p>
<p>Vereinfacht gesagt wird Vita 34 in Slowenien von Izvorna celica repräsentiert. Wir kümmern uns darum, werdende Eltern zu informieren und den Transport des Nabelschnurblutes ins Leipziger Labor von Vita 34 zu organisieren. Es ist nämlich nur dort möglich, Nabelschnurblut gemäß den hohen Qualitätsanforderungen von Vita 34 einzulagern. Unsere Kunden profitieren also von denselben hohen Qualitätsstandards wie alle anderen Kunden von Vita 34. Außerdem bekommen wir fachliche Unterstützung von Vita 34, sodass wir unseren Kunden und Ärzten die neuesten Informationen zum Thema Nabelschnurblut und Stammzellen bieten können.</p>
<p><em>In Deutschland ist es in fast jedem Krankenhaus möglich, Nabelschnurblut bei der Geburt zu entnehmen und einlagern zu lassen. Wie ist die Situation in dieser Hinsicht in Slowenien?</em></p>
<p>In Slowenien kann die Nabelschnurblutentnahme ebenfalls in jedem Krankenhaus durchgeführt werden. Um eine entsprechende Erlaubnis zu bekommen, mussten wir mit jedem Krankenhaus einen Vertrag abschließen und das Personal schulen. Da Slowenien mit zwei Millionen Einwohnern jedoch ein relativ kleines Land ist, hatten wir nicht mit allzu vielen Krankenhäusern zu tun.</p>
<p><a title="Nabelschnurbluteinlagerung in Slowenien - Teil 2" href="http://www.nabelschnurblut-experten.de/nabelschnurblut-%E2%80%9Ddie-slowenen-sind-recht-gut-informiert%E2%80%9D-ian-jan-teil-2/1691" target="_self">2. Teil des Interviews</a></p>
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		<title>Unsere Magazine geben Eltern Hilfestellung und Rat an die Hand</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[P wie Papi]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Mutter-Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Sven Büttner ist einer der Herausgeber des Online-Portals Eltern-infothek.de. Darüber hinaus ist er verantwortlicher Redakteur der Schwangerschafts- und Mütterzeitschriften ”Wo bekomme ich mein Baby?”, ”VMK Vater-Mutter-Kind” sowie ”P wie Papi” und ist zudem zuständig für deren Internet-Auftritte. Ein wichtiges Thema für diese Medien ist die Gesundheitsvorsorge. Und natürlich kommt man als Herausgeber von Magazinen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Nabelschnurblut - ein Thema für den Herausgeber Sven Büttner" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2010/02/Sven-Büttner1-250.jpg" alt="Nabelschnurblut - ein Thema für den Herausgeber Sven Büttner" width="250" height="326" align="left" />Sven Büttner ist einer der Herausgeber des Online-Portals Eltern-infothek.de. Darüber hinaus ist er verantwortlicher Redakteur der Schwangerschafts- und Mütterzeitschriften ”Wo bekomme ich mein Baby?”, ”VMK Vater-Mutter-Kind” sowie ”P wie Papi” und ist zudem zuständig für deren Internet-Auftritte. Ein wichtiges Thema für diese Medien ist die Gesundheitsvorsorge. Und natürlich kommt man als Herausgeber von Magazinen, die sich mit allem rund um Schwangerschaft und Geburt beschäftigen, nicht am Thema Nabelschnurblut vorbei. Wir haben mit dem gelernten Werbekaufmann über seine Arbeit und Erfahrungen diesbezüglich gesprochen. Im ersten Teil des Interviews spricht Sven Büttner unter anderem über die Schwerpunkte der Schwangerschaftsmagazine und erklärt, wie wichtig und hilfreich die richtigen Informationen für werdende Eltern sind.</p>
<p><em>Sie sind Herausgeber von Schwangerschaftszeitschriften wie ”Wo bekomme ich mein Baby?” oder ”Vater-Mutter-Kind” sowie dem Portal Eltern-infothek.de. Was fasziniert Sie am Thema Schwangerschaft so sehr?</em></p>
<p>Es gibt im Leben eines Paares kaum eine spannendere Zeit als das Heranwachsen eines Kindes. Von heute auf morgen ändert sich so ziemlich alles &#8211; und dies bereits mit dem Beginn der Schwangerschaft. Als Vater von drei Kindern kann ich diesbezüglich mitreden.</p>
<p><em>Wo liegen die Schwerpunkte der einzelnen Magazine? </em></p>
<p>Als Familien-Verlag müssen wir uns auf Marktnischen konzentrieren und so haben wir vor 55 Jahren den Prototyp aller heutigen Mütterzeitschriften auf den Markt gebracht &#8211; ”Mutter &amp; Kind” (heute ”VMK Vater-Mutter-Kind”). Vor 25 Jahren kam ”Wo bekomme ich mein Baby?” dazu &#8211; der erste regionale Kurs- und Klinikführer kombiniert mit einer nationalen Schwangerenzeitschrift. Vor neun Jahren kam dann ”P wie Papi” auf den Markt, die einzige Zeitschrift für werdende Väter bis heute, die auch von den Schwangeren gelesen wird.</p>
<p><em>Wie positionieren Sie Ihre Magazine auf dem großen Markt der Schwangerschafts- und Babyzeitschriften?</em></p>
<p>Es gibt weit über 25 Titel auf dem Markt, die sich an werdende und junge Eltern richten. Unsere Titel dienen den Erst-Eltern als Basisinformation für die bevorstehende Zeit der Schwangerschaft und dem ersten Lebensjahr des Kindes. Sie geben Hilfestellung und Rat und helfen im Falle ”Wo bekomme ich mein Baby?” bei der Suche der richtigen Entbindungsklinik oder Hebamme.</p>
<p><em>Werdende Eltern müssen sich während der Schwangerschaft mit vielen Fragen auseinandersetzen. Zeitschriften und Internetportale, wie Ihre, helfen Ihnen dabei. Was sind aus Ihrer Sicht dabei die wichtigsten Themen?</em></p>
<p>Die Zeit der Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt sind zentrale Themen. Und im Vordergrund steht dabei ganz klar die Gesundheit des Ungeborenen und der Mutter. Finanzen und die Erstausstattung folgen zeitlich versetzt. Die Anschaffung von Kinderwagen und Autositzen erfordert viel Zeit und Information.</p>
<p><em>Welchen Stellenwert hat bei dieser Vielzahl an Themen die Gesundheitsvorsorge für das Baby?</em></p>
<p>Die Schwangerschaft ohne Komplikationen für Mutter und Kind und die Gesundheitsvorsorge für das Baby stellen zentrale Themen dar. Jedes werdende Elternpaar möchte ein gesundes Baby auf die Welt bringen und dieses vor schweren Krankheiten bewahren. Dennoch werden die Gesundheitsthemen der Eltern in vielen Babyzeitschriften gar nicht oder nur oberflächlich behandelt. Grundsätzliches wie die U-Untersuchungen, Impfungen und Tabus in der Schwangerschaft sind fast überall zu finden.</p>
<p><em>Inwieweit spielt die Einlagerung von Nabelschnurblut als Präventionsmaßnahme dabei eine Rolle? </em></p>
<p>Die Einlagerung von Nabelschnurblut als Präventionsmaßnahme ist ein Sonderthema, welches erst in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen hat. Für viele werdende Eltern ist dies ein abstraktes Thema, da es sich mit eventuellen schweren Krankheiten des Ungeborenen in den nächsten Jahrzehnten beschäftigt. Und gerade in der Schwangerschaft möchte das junge Paar nicht an lebensbedrohende Krankheiten des Nachwuchses denken. Erst in den letzten Jahren, durch Fortschritte in der Forschung und mit positiven Behandlungserfolgen, ist für Eltern das Thema greifbarer geworden.</p>
<p><a title="Interview Teil 2" href="http://www.nabelschnurblut-experten.de/nabelschnurblut-hat-als-thema-in-den-letzten-jahren-an-bedeutung-gewonnen/1624" target="_self">Hier</a> gelangen Sie zum zweiten Teil des Interviews.</p>
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		<title>Immer häufiger kommen Stammzellen in der Medizin zum Einsatz</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 18:52:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzelltransplantation]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Teil unseres Gespräches mit Prof. Dr. med. Karl H. Welte spricht der Mediziner und Experte für Stammzelltransplantation schließlich darüber, wieso das Nabelschnurblut derzeit noch weniger bei Transplantationen von Stammzellen zum Einsatz kommt als Knochenmark. Darüber hinaus gibt er uns eine Einschätzung über die Bedeutung von Stammzellen im Bereich der Regenerativen Medizin für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Prof. Dr. med. Karl H. Welte" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/09/Welte-Karl-200.jpg" alt="Prof. Dr. med. Karl H. Welte" width="200" height="300" align="left" />Im letzten Teil unseres Gespräches mit Prof. Dr. med. Karl H. Welte spricht der Mediziner und Experte für Stammzelltransplantation schließlich darüber, wieso das Nabelschnurblut derzeit noch weniger bei Transplantationen von Stammzellen zum Einsatz kommt als Knochenmark. Darüber hinaus gibt er uns eine Einschätzung über die Bedeutung von Stammzellen im Bereich der Regenerativen Medizin für die kommenden Jahren.</p>
<p><em>In Deutschland herrscht eine paradoxe Situation vor: Die Vorteile der Stammzellen aus Nabelschnurblut werdenÂ  &#8211; wie auch von Ihnen &#8211; zunehmend betont, bei Transplantationen wird jedoch meistens noch auf Stammzellen aus Knochenmark zurückgegriffen. Wie erklären Sie diesen Widerspruch?</em></p>
<p>Es ist prinzipiell möglich, auch Stammzellen aus Nabelschnurblut für die Therapie zu verwenden. Ein Nachteil ist jedoch, dass die Zellzahl manchmal nur begrenzt ist. Für die Behandlung von Kindern ist diese Menge durchaus ausreichend &#8211; bei Erwachsenen nicht immer. Oftmals müssen zwei oder drei Nabelschnurblut-Proben zusammengelegt werden, um eine genügend große Anzahl an Stammzellen zu gewinnen. Das Mischen der Präparate ist prinzipiell möglich. Vorausgesetzt, die Gewebemerkmale stimmen überein. Einen Nachteil bringt dieses Vorgehen allerdings mit sich: Die Therapie kostet damit doppelt bis dreifache wie eine herkömmliche Knochenmarktransplantation. Da auch die Spitzenverbände der Krankenkassen an dieser Entscheidung beteiligt sind und natürlich so effizient wie möglich arbeiten wollen, unterstützen sie diese Vorgehensweise nicht.</p>
<p>Ein weiterer Grund, warum Nabelschnurblut weniger Verwendung findet als Knochenmark ist seine noch geringe Verfügbarkeit. Nabelschnurblut wird ja erst seit wenigen Jahren konserviert. Denn der Anteil an Spenden aus Quellen wie dem Knochenmark und dem peripheren Blut liegt bei zirka 90 Prozent. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, eine Spende aus Nabelschnurblut für eine Transplantation zu erhalten, sehr gering.</p>
<p><em>Was sind weitere Einsatzgebiete der Stammzellen, neben der Onkologie und der Hämatologie?</em></p>
<p>Bei der Anwendung von Stammzellen im hämatologischen Bereich darf nicht vergessen werden, dass auch angeborene Erkrankungen des Blutbildungssystems, also nicht nur aplastische Anämie, sondern auch Neutropenie, Thrombozytopenie und Sichelzellanämie therapiert werden können. Auch vererbte Erkrankungen des Stoffwechsels und viele weitere Indikationen gehören zu den Einsatzgebieten von Stammzelltransplantationen. Bei der Therapie angeborener Krankheiten kommen allerdings Stammzellen fremder Spender zum Einsatz. Denn im Falle einer autologen Transplantation besteht die Gefahr, dass die Erkrankung des Empfängers wieder mit übertragen wird. Zukünftig hoffen wir auch Defekte des Nervensystems und anderer Organe, wie der Leber oder dem Herz, mit Hilfe von Stammzelltransplantationen zu heilen. Hier liegen bisher jedoch noch keine überzeugenden Daten aus dem klinischen Alltag vor.</p>
<p><em>Wie schätzen Sie die Bedeutung von Stammzelltransplantationen im Bereich der Regenerativen Medizin ein?</em></p>
<p>Wir werden in den nächsten Jahren rasante Entwicklungen erwarten, denn immer häufiger kommen Stammzellen in der Regenerativen Medizin zum Einsatz. Dabei werden besonders iPS &#8211; induzierte pluripotente Stammzellen, differenzierte Zellen die auf den Status einer embryonalen Stammzelle zurück entwickelt werden &#8211; von Bedeutung sein. Allerdings könnte sich die bisherige Herstellungsmethode dieser Zellen zu einem Problem entwickeln. Bisher werden die induzierten pluripotenten Stammzellen mit Hilfe von viralen Vektoren hergestellt. Damit wird aber die Entartung zu Krebszellen gefördert. Deshalb ist diese Vorgehensweise noch nicht reif für die klinische Anwendung, sondern muss erst in wissenschaftlichen Tests untersucht werden. Darum ist es sicherer, sich bis dahin auf den Einsatz ”natürlicher” Stammzellen (Anm. d.Â  Red.: Stammzellen aus Körpergewebe, wie beispielsweise Nabelschnurblut und Knochenmark) zu konzentrieren.</p>
<p><em>Was halten Sie von der Einlagerung von Nabelschnurblut als private Gesundheitsvorsorge?</em></p>
<p>Wenn Eltern beschließen, das Nabelschnurblut ihrer Kinder einzulagern, ist das ihre eigene Entscheidung und keine medizinische Erwägung. Aus heutiger Sicht, kann noch nicht eingeschätzt werden, welches medizinische Potenzial Nabelschnurblut in Zukunft haben wird. Es ist eine schwierige Prognose. Ich befürworte allerdings, dass einige der privaten Nabelschnurblutbanken die Option anbieten, das eingelagerte Nabelschnurblut als Spende freizugeben. Es könnte eine zusätzliche Motivation für die Eltern sein, zu wissen, dass sie einem Menschen helfen könnten, der nicht zwangsläufig zur Familie gehört. Durch diese Möglichkeit könnte sich auch das Netzwerk von Stammzell-Spendeeinrichtungen vergrößern, um deutschlandweit mehr Gebiete abzudecken. An der Spendebereitschaft selbst muss jedoch weiterhin gearbeitet werden, so dass in Zukunft genügend Proben für Transplantationen zur Verfügung stehen. Allerdings ist hier vor allem eines dringend notwendig &#8211; intensive Aufklärungsarbeit.</p>
<p><em>Sie sind neben Ihrer Tätigkeit als Kinderarzt im Bereich der Stammzellforschung tätig und haben dabei die Wachstumsfaktoren der Blutstammzellen entdeckt. Was hat Sie bewogen, von der Klinik in die Forschung zu gehen?</em></p>
<p>Ich war nach dem Examen in einer Klinik tätig und bin dort Kinderarzt geworden. Erst danach habe ich mit meiner Forschung begonnen. Das Ziel war von Anfang an, Forschung und klinischen Alltag zu verbinden. Mein Motto lautet deshalb auch: ”Aus der Klinik lernen für die Forschung und aus der Forschung lernen für die Klinik”. Ich versuche, neu gewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse so gut wie möglich in die tägliche Praxis einzubringen. Denn meiner Meinung nach hat dieser Bereich das größte Zukunftspotenzial.</p>
<p>Eine Verbindung zwischen Klinik und Forschung bietet sich besonders an, da es viele Berührungspunkte gibt: Ich stelle in einem ersten Schritt die Erkrankungen der Patienten fest und versuche im Anschluss, im Rahmen meiner Forschung neue Therapieansätze zu entwickeln. Bestes Beispiel dafür sind Blutbildungsstörungen: Ich habe Patienten mit einem entsprechenden Krankheitsbild behandelt und den Schluss gezogen, dass ein Defekt der Stammzellen der Auslöser der Erkrankung sein könnte. Im Rahmen meiner Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet habe ich dann den Wachstumsfaktor G-CSF gefunden. Darunter ist ein Zellhormon zu verstehen, das die Stammzellen vom Knochenmark ins Blut mobilisiert. So müssen die Stammzellen nicht länger aufwendig durch eine Knochenmarkspunktion gewonnen werden, sondern können direkt aus dem Blut gesammelt werden. Der Hintergedanke war dabei, den Patienten bei der Entnahme von Stammzellen so weit wie möglich zu schonen. Der Fund des Wachstumsfaktors führte zu einem Paradigmenwechsel innerhalb der Stammzelltransplantationen, der das Knochenmark als bis dahin einzige Quelle von Stammzellen in Frage stellte. Die Gewinnung von Stammzellen aus dem peripheren Blut kommt heute weltweit in der klinischen Praxis zur Anwendung. So kann mit Hilfe des Wachstumsfaktors Kindern mit angeborenen Stoffwechselkrankheiten eine normale Lebensqualität garantiert werden; während diese Patienten früher an Infektionen gestorben sind.</p>
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