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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch &#187; Allgemein</title>
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		<title>Stammzellen einfrieren</title>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 09:34:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut einfrieren]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut einlagern]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Nabelschnurblutbank]]></category>
		<category><![CDATA[Private Nabelschnurblutbank]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Gesundheitsvorsorge für eigene Kind oder eine Überlebenschance für einen erkrankten Patienten kann das Einfrieren von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut darstellen. Forscher nehmen an, dass künftig bis zu 100 Krankheiten damit heilbar sein werden. Wie Nabelschnurblut-Stammzellen eingefroren werden Unmittelbar nach der Geburt erfolgt die Abnabelung des Neugeborenen. Aus der Nabelschnur und dem Mutterkuchen werden etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2011/05/Labor.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1931" title="Labor" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2011/05/Labor-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Eine Gesundheitsvorsorge für eigene Kind oder eine Überlebenschance für einen erkrankten Patienten kann das Einfrieren von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut darstellen. Forscher nehmen an, dass künftig bis zu 100 Krankheiten damit heilbar sein werden.</p>
<p><strong>Wie Nabelschnurblut-Stammzellen eingefroren werden</strong></p>
<p>Unmittelbar nach der Geburt erfolgt die Abnabelung des Neugeborenen. Aus der Nabelschnur und dem Mutterkuchen werden etwa 100 Milliliter Blut durch Punktion der Nabelschnurvene entnommen und in einem Blutbeutel aufgefangen. Diese Menge enthält mehrere Millionen Stammzellen und verschiedene Vorläuferzellen. Dieser Vorgang ist für die Mutter und das Baby risikofrei.</p>
<p>Ein Kurier der Nabelschnurblutbank holt das Präparat im <a title="Geburten in Mühlheim" href="http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/Mehr-Service-im-Kreisssaal-id4188016.html" target="_blank">Kreißsaal</a> ab und bringt es in ein Speziallabor, wo es für die dauerhafte Einlagerung vorbereitet wird. Das Nabelschnurblut wird hier u.a. auf Infektionen und Keime gestestet. Bei Spendepräparaten werden die Gewebemerkmale bestimmt, die anschließend in ein internationales Spenderegister, z.B. <a title="zur Website des ZKRD" href="http://www.zkrd.de/de/" target="_blank">ZKRD</a>, eingestellt werden. Voraussetzung dafür ist bei den meisten öffentlichen Banken eine &#8211; oft nicht erreichte &#8211; Mindestmenge um 200 Milliliter. Private Banken lagern das Nabelschnurblut unabhängig von der entnommenen Menge ein.</p>
<p>Manche Nabelschnurblutbanken separieren die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut vor dem Einfrieren und lagern diese volumenreduzierten Präparaten ein, bei anderen Banken wird das gesamte Blut als Vollblut eingelagert.</p>
<p>Vor dem Einfrieren wird das Nabelschnurblut mit einem Frostschutzmittel, meist <a title="DMSO bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dimethylsulfoxid" target="_blank">DMSO</a>, versetzt. Es verhindert die Bildung von Eiskristallen in den Zellen und damit deren  Zerstörung. Damit bleiben die Stammzellen intakt und sind nach einem  späteren Auftauen weiterhin lebensfähig. Vor einer Anwendung des Blutes wird das DMSO herausgewaschen, da es leicht toxisch wirken kann.</p>
<p>Anschließend wird das Nabelschnurblut auf ca. -130 Grad Celsius heruntergekühlt und anschließend in einen speziell konstruierten Kühltank überführt. Durch die Verwendung von flüssigen <a title="Kryokonservierung in flüssigem Stickstoff" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kryokonservierung" target="_blank">Stickstoff</a> herrschen im Inneren dieser Tanks Temperaturen um -196 Grad Celsius.</p>
<p>Es gibt noch keine empirischen Untersuchungen darüber, dass eingefrorene Stammzellen  über Jahrzehnte hinweg überlebensfähig sind. In einer aktuellen amerikanischen <a title="Studie mit eingefrorenem Nabelschnurblut" href="http://bloodjournal.hematologylibrary.org/content/117/18/4773.abstract" target="_blank">Studie</a> wurde nachgewiesen, dass  Nabelschnurblut-Stammzellen mindestens 23,5 Jahre erhalten werden können,  ohne dass sie dabei ihre Vitalität verlieren. Experten des <a title="zur Website des IBMT" href="http://www.ibmt.fraunhofer.de/fhg/ibmt/" target="_blank">Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik</a> gehen davon aus, dass Stammzellen mehrere Jahrhunderte im gefrorenen Zustand  überdauern können ohne Schaden dabei zu nehmen. Da die Lebensprozesse im  Zellinnern bei Temperaturen unter minus 130 Grad Celsius ihre  Aktivitäten komplett einstellen, werde die Lagerdauer nur durch  <a title="kosmische Strahlen aus dem All" href="http://www.geo-fakten.de/2009/08/27/kosmische-strahlen-aus-dem-all-%E2%80%93-wie-gefahrlich-sind-sie/" target="_blank">kosmische Strahlung</a> begrenzt, die die gefrorenen Zellen auch im  Stahltank unentwegt trifft.</p>
<p><strong>Weshalb Nabelschnurblut eingelagert werden sollte</strong></p>
<p>Die Stammzellen in dem Nabelschnurblut stellen ein wertvolles Gut dar. Wird es bei einer öffentlichen Nabelschnurblutbank eingelagert, kann es weltweit das Leben anderer Personen retten, für das Kind selbst ist es dann nicht mehr verfügbar. Wird das Nabelschnurblut als Vorsorge für das eigene Kind eingelagert, steht es im Fall einer Erkrankung für das Kind selbst oder ein Familienmitglied auf jeden Fall zur Verfügung.</p>
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		<title>Nabelschnurblut heilt Leukämie</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 09:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Heilung]]></category>
		<category><![CDATA[Leukämie]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Vita 34]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die Nabelschnurblutbank Vita 34 in einer Pressemitteilung mitteilte, konnte weltweit erstmals ein an Leukämie erkranktes Kind mit seinem eigenen Nabelschnurblut geheilt werden. Das heute neunjährige Mädchen war Unternehmensangaben zufolge im Alter von drei Jahren an einer akuten lymphatischen Leukämie erkrankt. Sechs Jahre nach der damals weltweit einzigartigen Therapie sei das Mädchen nun gesund. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <a title="Nabelschnurblutbank" href="http://www.vita34.de" target="_blank">Nabelschnurblutbank Vita 34</a> in einer Pressemitteilung mitteilte, konnte weltweit erstmals ein an Leukämie erkranktes Kind mit seinem eigenen Nabelschnurblut geheilt werden.</p>
<p>Das heute neunjährige Mädchen war Unternehmensangaben zufolge im Alter von drei Jahren an einer <a title="ALL bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akute_lymphatische_Leuk%C3%A4mie" target="_blank">akuten lymphatischen Leukämie</a> erkrankt. Sechs Jahre nach der damals weltweit einzigartigen Therapie sei das Mädchen nun gesund.</p>
<p>Die junge Patientin benötigte damals dringend eine Stammzelltransplantation. Sie hatte nach einer Chemotherapie einen schweren Rückfall erlitten und <a title="Leukämie bei Curado" href="http://www.curado.de/leukaemie-11/" target="_blank">Leukämiezellen </a>waren bereits im Gehirn nachweisbar. „Die Lebenserwartung des Kindes ohne Stammzelltherapie betrug nur noch drei Monate“, sagt Dr. Eberhard Lampeter, Ärztlicher Leiter bei Vita 34.</p>
<p>Normalerweise werden bei Leukämieerkrankungen Stammzellen eines geeigneten Spenders, vorzugsweise aus der Familie, transplantiert. Der behandelnde Arzt Dr. Ammar Hayani vom Advocate Hope Children&#8217;s Hospital in Oak Lawn im US-Bundesstaat Illinois hatte sich jedoch nach umfangreichen Untersuchungen dafür entschieden, in diesem Fall die eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen des Mädchens zu verabreichen.  Die Eltern hatten das Nabelschnurblut zur Geburt gewinnen und konservieren lassen.</p>
<p>Zwei Jahre nach der Behandlung war der Fall erstmals im renommierten Fachmagazin „<a title="Artikel in Pediatrics (in englischer Sprache)" href="http://pediatrics.aappublications.org/cgi/reprint/119/1/e296.pdf" target="_blank">Pediatrics</a>“ vorgestellt worden. „Inzwischen sind 75 Monate vergangen. Dem Kind geht es weiterhin gut“, so Lampeter, neben Hayani einer der Autoren des Fachartikels. „Deswegen können wir tatsächlich von einer Heilung ausgehen.“</p>
<p>Quelle: <a title="Pressemitteilung von Vita 34" href="http://www.vita34.de/vita/de/presse/pressemitteilung.php?f=2010-11-25 " target="_blank">Pressemitteilung </a></p>
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		<title>Wie das Nabelschnurblut im Ernstfall zum Patienten kommt</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 14:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblutbank]]></category>
		<category><![CDATA[Transport]]></category>
		<category><![CDATA[Vita 34]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Blut aus der Nabelschnur ist reich an jungen und vitalen Stammzellen, erste Transplantationen zeigen vielversprechende Fortschritte bei den behandelten Kindern. Für einen reibungslosen Ablauf einer solchen Behandlung ist eine gut funktionierende Logistik das A und O. Dietmar Leube, Geschäftsführer eines Leipziger Kurier Services, hat bereits mehrere Transplantationen für die Nabelschnurblutbank Vita 34 begleitet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt;" title="Dietmar Leube" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2010/09/Leube_web-150x150.jpg" alt="Spezialkurier für Nabelschnurblut" width="150" height="150" align="left" />Das Blut aus der Nabelschnur ist reich an jungen und vitalen Stammzellen, erste Transplantationen zeigen vielversprechende Fortschritte bei den behandelten Kindern. Für einen reibungslosen Ablauf einer solchen Behandlung ist eine gut funktionierende Logistik das A und O. Dietmar Leube, Geschäftsführer eines Leipziger <a title="Der Kurier" href="http://www.derkurier.de" target="_self">Kurier</a> Services, hat bereits mehrere Transplantationen für die Nabelschnurblutbank <a title="Nabelschnurblutbank Vita 34" href="http://www.vita34.de" target="_blank">Vita 34</a> begleitet und weiß genau, worauf es im Vorfeld ankommt. Im Interview berichtet er über den Ablauf eines solch wertvollen Transportes. <span id="more-1838"></span></p>
<p><em>Herr Leube, wie genau muss man sich das vorstellen, wenn Sie für den Transport des Nabelschnurblutes zum Anwendungsort beauftragt werden?</em></p>
<p>Wir werden etwa eine Woche vor der geplanten Transplantation telefonisch durch Vita 34 informiert. Dann machen wir uns sofort an die Planung, welcher Fahrer für die Lieferung eingeteilt wird und welches Fahrzeug eingesetzt werden soll.</p>
<p><em>Mit welchen Fahrzeugen finden die Transporte statt?</em></p>
<p>Wir verwenden in der Regel einen PKW-Kombi. Da es sich um einen normalen Arzneimitteltransport handelt und in dem Fahrzeug keine Giftstoffe o.ä. transportiert werden, müssen wir auch keine besonderen Formalitäten oder ein Zusammenladeverbot beachten.   Am Morgen der Transplantation verladen wir alles, was durch das Transplantationsteam von Vita 34 für den Transport zusammengestellt wurde. Das Nabelschnurblut befindet sich tiefgefroren in einem speziellen Transportbehälter, dem <a title="Nabelschnurbluttransport im Anwendungsfall" href="http://www.klinikum-osnabrueck.info/wordpress/2009/01/08/nabelschnurblutspende-ab-sofort-auch-am-klinikum-osnabruck-moglich/" target="_blank">Cryoshipper</a>. Die Art und Menge der übrigen Gerätschaften ist von Transplantation zu Transplantation unterschiedlich. Das ist davon abhängig, welche Vorbereitungen die Ärzte vor Ort wünschen.</p>
<p><em>Wie wird der Cryoshipper während der Fahrt gelagert?</em></p>
<p>Der Cryoshipper wird mit Haltegurten an der Rücksitzlehne etwa in der Wagenmitte festgebunden. Im Falle eines Verkehrsunfalls ist das Nabelschnurblut an diesem Ort am besten vor Beschädigungen geschützt &#8211;  einerseits durch die Airbags und andererseits ist er nach hinten mit Transportkisten und Gerätschaften für die Transplantation abgesichert, das heißt also er befindet sich in einer Pufferzone.</p>
<p><em>Gab es denn schon einmal Komplikationen bei dem Transport zum Transplantationszentrum?</em></p>
<p>Bisher gab es keine nennenswerten Komplikationen. Nur bei der Fahrt zu einer Transplantation in Hannover 2005, bei der das erste Mal in Deutschland Nabelschnurblutstammzellen angewendet wurden, war eine Fahrzeit von vier Stunden kalkuliert. Es waren dabei zwei Stunden Pufferzeit eingeplant, da die Autobahnen von Leipzig nach Hannover sehr stark befahren sind. Das war auch gut so, denn wir sind zwischen Schönebeck und Magdeburg in einen Stau gekommen und konnten dort auch nicht abfahren. Zwei Stunden haben wir hier verloren, doch fünf Minuten vor dem vereinbarten Termin stand der Cryoshipper schließlich in der <a title="MHH" href="http://www.mh-hannover.de/" target="_blank">Medizinischen Hochschule Hannover</a>.</p>
<p><em>Und wenn die Autobahn noch länger gesperrt gewesen wäre?</em></p>
<p>Dann hätten wir ein Allradfahrzeug eingesetzt. Dieses kann auch über unwegsames Gelände, z.B. über Felder bis an die Autobahn fahren. Dort müsste die Fracht dann über die Leitplanke gegeben werden und über das unwegsame Gelände wieder heraus transportiert werden. Mit diesem Fahrzeug würde dann die Zustellung erfolgen. Das ist der Notfallplan. Das ist natürlich sehr kostenintensiv und daher wird das Fahrzeug für normale Transporte nicht verwendet.</p>
<p><em>Was passiert, wenn es zu Streiks kommt?</em></p>
<p>Streiks behindern uns beim Transport eigentlich nicht. Nur wenn Autobahnen oder Krankenhäuser bestreikt würden, was in Deutschland ja aber kaum vorkommt, müssten wir abschätzen, mit welchen Mitteln wir arbeiten können. Wir könnten zum Beispiel die Polizei einschalten, damit sie uns den Weg freigeben, indem wir berichten, um was für eine wertvolle Fracht es sich handelt.</p>
<p><em>Wer fährt denn an dem Tag der Anwendung mit zum Transplantationsort?</em></p>
<p>Es fahren ein Kurier und im Regelfall zwei Mitarbeiter vom Transplantationsteam von Vita 34 im Wagen mit. Acht unserer Mitarbeiter sind geschult, diese Transporte zu übernehmen. In manchen Fällen fahre ich auch selbst, um die Gegebenheiten vor Ort weiter kennen zu lernen. Wir sind hier einfach in einem ständigen Prozess, der Ablauf lässt sich nicht standardisieren. Eine ständige Kommunikation zwischen uns und unserem Auftraggeber ist daher enorm wichtig.</p>
<p><em>Gibt es Besonderheiten bei Transporten in andere Länder innerhalb Europas?</em></p>
<p>Innerhalb Europas ist es bisher einmal zur Anwendung von Nabelschnurblut durch Vita 34 gekommen und zwar 2008 in Spanien. Ab einer Entfernung über 1000 Kilometern macht der Transport auf der Straße keinen Sinn mehr, so dass wir von Leipzig nach Madrid geflogen sind. Bei einem Flugzeugtransport ist einiges zu beachten: die Vorschriften von Vita 34 besagen, dass der Cryoshipper immer durch einen Mitarbeiter des Transplantationsteams begleitet werden muss. Also haben wir mit dem Sicherheitsdienst des Flughafens, der Polizei und der Lufthansa gesprochen, damit der Behälter mit in den Passagierraum genommen werden darf. Damit die anderen Fluggäste angesichts dieses etwas seltsam aussehenden Geräts nicht beunruhigt sind, hat Vita 34 den Cryoshipper in einen Reisekoffer gesteckt, der dann auf dem Nachbarsitz Platz genommen hat. Wir hatten im Vorfeld organisiert, dass bei der Sicherheitskontrolle bekannt ist, dass sich der Cryoshipper in einem Koffer befindet. Er darf schließlich nicht geröntgt werden. Hierfür wird nur ein Scannverfahren verwendet, so kann man sehen, dass sich in dem Koffer nicht noch etwas anderes befindet. So ging der Transport reibungslos vonstatten und das Nabelschnurblut ist gut in Spanien angekommen.</p>
<p><em>Wie verhält es sich bei Überseetransporten, wie z.B. in die USA?</em></p>
<p>Für Transporte in die USA haben wir einen Partner, der sich auf Überseetransporte spezialisiert hat. In diesem medizinischen Bereich gibt es nur wenige spezialisierte Unternehmen, da die Zulassung sehr kostenintensiv ist und die Transporte sehr kompliziert sind. Die USA gehört zu den kritischen Sicherheitszonen, für die sehr strenge Vorschriften gelten &#8211; noch dazu wenn etwas transportiert wird, was nicht angefasst und ausgepackt werden darf. Deshalb sagen wir in so einem Fall ehrlich, den Transport vermitteln wir weiter &#8211; an ein darauf spezialisiertes Unternehmen.</p>
<p><em>Die Anwendung der Nabelschnurblutstammzellen ist für die Eltern, Ärzte und das Transplantationsteam ein besonderes Ereignis. Wie ist das für Sie und Ihre Mitarbeiter?</em></p>
<p>Auch für uns ist eine Anwendung des Nabelschnurbluts immer wieder ein besonderer Moment. Wir arbeiten jetzt seit 13 Jahren mit Vita 34 im Bereich der Transportlösungen zusammen und ich erinnere mich noch genau an die erste Transplantation 2005 in Hannover. Ich konnte den behandelten Jungen sehen und die Umstände vor Ort, die Hoffnung der Ärzte und der Eltern in die Transplantation, das war sehr bewegend. Erfahrung hatte damals noch keiner. Aber nach dem zu urteilen, was wir jetzt wissen, ist diese Anwendung sehr gut verlaufen. Wir glauben an den Nutzen der Nabelschnurbluteinlagerung, weil wir die Anwendungen immer hautnah miterleben. Jeder weiß, wie aufwändig die Suche nach passenden Knochenmarkspendern ist, diese wird teilweise bis ins Ausland ausgedehnt. Ist der passende Spender gefunden, muss man hoffen, dass keine Abstoßungsreaktionen auftreten. Bei der Nabelschnurbluteinlagerung hat man seine eigenen Zellen, die zu 100 Prozent passen, parat. Es gibt natürlich Argumente für und wider die Einlagerung von Nabelschnurblut, aber ich bin kein Medizin-Experte. Ich sage einfach nur mit gesunden Menschenverstand: man versichert sich heute gegen so vieles, warum sollte man dann nicht diese Chance nutzen?<em></em></p>
<p><em>Herr Leube, vielen Dank für das Gespräch.</em></p>
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		<title>Die autologe Nabelschnurbluttransplantation ist ein ganz neues Therapiekonzept</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 08:24:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[T-Zellen]]></category>
		<category><![CDATA[Typ-1-Diabetes]]></category>
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		<description><![CDATA[Im zweiten Teil unseres Interviews mit der Leiterin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin am Städtischen Klinikum München-Schwabing, Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, spricht die Medizinerin darüber, wie sich die Behandlungsmethoden von Typ-1-Diabetes in den letzten Jahren verändert haben. Sie erläutert einen neuen Therapieansatz, bei dem Stammzellen zur Behandlung des Diabetes eingesetzt werden. Erfahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Frau Prof. Ziegler" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/12/Frau_Prof_Ziegler-280.jpg" alt="Frau Prof. Ziegler" width="280" height="345" align="left" />Im zweiten Teil unseres Interviews mit der Leiterin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin am Städtischen Klinikum München-Schwabing, Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, spricht die Medizinerin darüber, wie sich die Behandlungsmethoden von Typ-1-Diabetes in den letzten Jahren verändert haben. Sie erläutert einen neuen Therapieansatz, bei dem Stammzellen zur Behandlung des Diabetes eingesetzt werden. Erfahren Sie in diesem Teil, welche Potenziale die Wissenschaftlerin dabei dem Nabelschnurblut beimisst.</p>
<p><em>Wie haben sich die Behandlungsmethoden seit den Anfängen Ihrer Laufbahn verändert?</em></p>
<p>Wenn jemand Diabetes-Typ-1 hat, ist es so, dass er nicht mehr ausreichend körpereigenes Insulin produzieren kann, weil die Zellen durch einen Entzündungsimmunprozess kaputt gehen und das Hormon folglich nicht mehr ausreichend gebildet wird. Beim Typ-1-Diabetes müssen wir grundsätzlich eine Hormonersatztherapie durchführen. Da aber das Hormon Insulin im Magen-Darm-Trakt verdaut wird und deshalb also keine metabolische Wirkung hat, sprich: den Blutzucker nicht senken kann, wenn man es isst, muss Insulin gespritzt werden. Die Insulintherapie als Ersatztherapie ist sicherlich der Goldstandard des Typ-1-Diabetes und wird so natürlich in variabler Form seit der Entdeckung des Insulins durchgeführt. Es gibt mittlerweile viele Verfeinerungen undes gibt neue Insuline; wir verfügen erstmals nicht mehr nur über Schweineinsulin, sondern können Humaninsulin einsetzen. Die Insulintherapie wird mehr der Mahlzeit angepasst. Es gibt auch eine Pumpentherapie im Kindesalter, die ebenfalls sehr häufig genutzt wird und bei der kontinuierlich Insulin abgegeben wird. All diese Varianten haben dazu beigetragen, dass die Einstellung eines Diabetikers sehr viel besser geworden ist. Darüber hinaus gehen Spätkomplikationen des Diabetes durch die verbesserte Therapie weltweit zurück. Aber dennoch gibt es derzeit noch keine Heilung, so dass eine lebenslange Therapie noch immer notwendig ist. Ein neuer Behandlungsansatz ist die Immuntherapie. Zellen, die bei Diabetes kaputt gehen, sollen durch diese Zellersatztherapie wieder zur Verfügung gestellt werden. Diese Strategie ist jedoch nicht ganz unproblematisch. Man ist heute noch auf der Suche nach einer Methode, die transplantierten Zellen vor einer Immunattacke zu schützen. An dieser Stelle brauchen wir eine Weiterentwicklung.</p>
<p><em>Wie genau funktioniert so eine Immuntherapie?</em></p>
<p>Bei diesem Therapieansatz handelt es sich um ein ganz neues Konzept, bei dem einerseits Stammzellen, andererseits auch regulatorische T-Zellen in den erkrankten Patienten transplantiert werden. Damit werden gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Man gibt dem Patienten ein Potenzial voll Zellen, also beispielsweise Stammzellen, die im Nabelschnurblut vorhanden sind. Diese können in die Bauchspeicheldrüse wandern und sich regenerieren. Zudem gibt man die Stammzellen gemeinsam mit sehr vielen T-regulatorischen Zellen, die ebenfalls im Nabelschnurblut enthalten sind. Diese haben zwei Aufgaben: sie versuchen einerseits die falsch gelaufenen Immunantworten zu regulieren, und andererseits sollen sie verhindern, dass die neu gebildeten Zellen gleich wieder attackiert werden. Das ist ein ganz neuer Ansatz, den wir derzeit verfolgen, indem wir Patienten mit neu ausgebrochenem Diabetes ihr eigenes Nabelschnurblut transplantieren.Wir machen derzeit eine Pilotstudie zu dieser sogenannten autologen Nabelschnurbluttransfusion bei Kindern mit Typ 1 Diabetes. Das heißt, es werden Kinder behandelt, deren Nabelschnurblut bei der Geburt eingefroren wurde. Dies geschieht selbstverständich völlig schmerzfrei und ohne Nachteil für das Neugeborene. Da es sich um körpereigenen Zellen handelt sind keine Transplantatabstoßungen oder Nebenwirkungen durch Immunsuppressiva zu erwarten, wie wir es bei Transplantation von körperfremden Material erwarten müssen. Zudem wird darauf geachtet, dass jegliche Risiken durch eine solche Transfusion ausgeschlossen werden können. Das ist ein ganz neues Therapiekonzept. Wir haben gerade erst angefangen mit der Therapie. Bisher haben wir zwei Kinder auf diese Weise behandelt, in Kürze steht der Transplantationstermin für das dritte Kind bevor. Für Ergebnisse ist es zurzeit aber noch zu früh, da wir noch nicht wissen, wie erfolgreich wir mit diesem Ansatz sind und sein werden.</p>
<p><em>Sie sprachen von regulatorischen T-Zellen. Können Sie bitte diesen Zelltyp etwas näher beschreiben?</em></p>
<p>Unser Immunsystem besteht aus unterschiedlichen Zelltypen. Da gibt es sozusagen gute und böse Zellen. Die ”Bösen” sind die so genannten Killer-T-Zellen, die eigentlich wichtig sind bei jeder Infektion, bei jedem Fremdkeim, der in unseren Körper eindringt. Sie fungieren gewissermaßen als ”Polizei&#8221;, die aufpasst, dass dem Körper nichts passiert. Aber diese Zellen wirken dummerweise bei Autoimmunkrankheiten gegen die körpereigenen Strukturen. Es gibt aber noch die regulatorischen Zellen. Diese regulieren eine Immunantwort. Bei einer Grippe, beispielsweise, benötigt man ”die Polizei&#8221; ja auch nicht unentwegt. Diese regulatorischen Zellen scheinen bei Autoimmunkrankheiten zu fehlen oder nicht ausreichend vorhanden zu sein. Solche Zellen befinden sich zum Beispiel im Nabelschnurblut. Sie sind dort in großen Mengen vorhanden, und das ist für uns sehr wichtig bei einer solchen Transfusion. Wir unterstützen damit den regulatorischen Kontrollprozess oder setzen ihn sogar wieder vollständig in Gang.</p>
<p><em>Warum ist körpereigenes Nabelschnurblut für diese neue Form der Therapie geeigneter als Fremdes?</em></p>
<p>Da ist das Eigene insofern günstiger als das Fremdblut, weil Letzteres eine Fremdreaktion im Körper hervorruft. Wenn man körpereigenes Nabelschnurblut nutzen können, ist das sehr viel günstiger, weil die ganze Problematik der Abstoßung entfällt.</p>
<p><em>Sie sprachen davon, dass die Ursache für Diabetes auch genetisch bedingt sein könnte. Kann man denn bei der Transfusion des eigenen Nabelschnurblutes ausschließen, dass dieser genetische Defekt nicht bereits beinhaltet ist?</em></p>
<p>Nachdem, was wir heute wissen, handelt es sich nicht um einen Gendefekt, sondern um eine erhöhte Empfänglichkeit für Autoimmunität. Das bedeutet, dass viele verschiedene Gene dafür verantwortlich sind, ob sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Damit könnte die Veranlagung über das Nabelschnurblut weitergegeben werden. Allerdings enthält das Nabelschnurblut auch sehr viele regulatorische Zellen, von denen wir annehmen, dass diese die Kontrolle über eine fehlgeleitete Immunantwort übernehmen können. Körperfremdes Nabelschnurblut zu nutzen, ist jedoch im Moment keine Alternative, da wir dann Immunsuppressiva dazu geben müssen, um die Abstoßung zu verhindern. Dies könnte im Ergebnis das Krankheitsbild sogar verschlimmern.</p>
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		<title>Nabelschnurblut: &#8220;Bereich mit großem Potenzial&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 15:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weltweit wird zu Stammzellen aus Nabelschnurblut geforscht. Aber wie wird in anderen Ländern mit dem Thema umgegangen? Wie sehen die Entnahme- und Einlagerungsbedingungen für Nabelschnurblut außerhalb Deutschlands aus? Im folgenden Interview spricht Roberto Marani, geschäftsführender Direktor der italienischen Nabelschnurblutbank Sorgente, über die Möglichkeiten der Nabelschnurblut-Einlagerung in Italien. Der 35-Jährige, der das Unternehmen erst 2009 gegründet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Roberto Marani" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2010/04/Roberto-Marani1-200x300.jpg" alt="Nabelschnurblut-Einlagerung in Italien mit Roberto Marani von Sorgente" width="200" height="300" align="left"/><br />
Weltweit wird zu Stammzellen aus Nabelschnurblut geforscht. Aber wie wird in anderen Ländern mit dem Thema umgegangen? Wie sehen die Entnahme- und Einlagerungsbedingungen für Nabelschnurblut außerhalb Deutschlands aus? Im folgenden Interview spricht Roberto Marani, geschäftsführender Direktor der italienischen Nabelschnurblutbank <a href="http://www.sorgente-salute.it/sorgente/chi-siamo.html" target="_blank">Sorgente</a>, über die Möglichkeiten der Nabelschnurblut-Einlagerung in Italien. Der 35-Jährige, der das Unternehmen erst 2009 gegründet hat, gibt zum einen Einblick über seine Motivation, eine private Nabelschnurblutbank aufzubauen und erklärt zum anderen, wo die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem italienischen Markt liegen. In diesem Zusammenhang spricht er auch über die Zusammenarbeit mit einer deutschen Nabelschnurblutbank.</p>
<p><em>Was hat Sie dazu bewogen, eine Nabelschnurblutbank in Italien aufzubauen?</em></p>
<p>Die Schwester einer meiner Freunde hat vor drei Jahren ein Kind bekommen und mein Freund erzählte mir damals, dass sie Schwierigkeiten hatten, eine Firma zu finden, die das Nabelschnurblut ihres Kindes einlagern würde. Zuvor hatte ich nie von Stammzellen in Nabelschnurblut gehört. Allerdings wurde durch diese Gespräche mein Interesse an diesem Thema geweckt und ich begann, im Internet nach weiteren Informationen zu suchen. Bald merkte ich, dass in diesem Bereich großes Potenzial liegt. Dort wo Informationsbedarf besteht, gibt es auch entsprechende Marktmöglichkeiten.</p>
<p><em>Was halten Sie persönlich von Nabelschnurblut als persönliche Gesundheitsvorsorge?</em></p>
<p>Obwohl ich nicht über tiefergehendes medizinisches Wissen verfüge, glaube ich, dass die Nützlichkeit von Stammzellen in vielerlei Hinsicht klar auf der Hand liegt. Unser medizinischer Direktor bei Sorgente ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Transplant Biology Research Center an der medizinischen Fakultät der Harvard-Universität in Boston. Er forscht viel zum therapeutischen Einsatz von Stammzellen zur Bekämpfung von Diabetes und hat bereits einige erfolgreiche Tests in den USA durchgeführt. Wie Sie wissen, hat unser Partner Vita 34 ebenfalls bereits erfolgreich Stammzellen zur Behandlung von Diabetes und anderen Krankheiten eingesetzt. Eingedenk dieser Anwendungen wird deutlich, dass die private Einlagerung von Nabelschnurblut sehr nützlich ist. Natürlich ist es ebenfalls sehr sinnvoll, Nabelschnurblut zu spenden. Leider ist das System zum Spenden von Nabelschnurblut in Italien noch nicht sehr ausgereift. Nur zwei Prozent der Entbindungskliniken in Italien verfügen über die erforderliche Ausstattung zur Entnahme von Nabelschnurblut für den öffentlichen Gebrauch. Wenn nun eine italienische Frau in einer Klinik entbindet, die nicht zu diesen zwei Prozent gehört, hat sie zwei Möglichkeiten: entweder sie lässt die wertvollen Stammzellen privat einlagern oder das Nabelschnurblut wird bei der Geburt verworfen.</p>
<p><em>Seit wann ist es in Italien möglich, Nabelschnurblut einzulagern?</em></p>
<p>Die Möglichkeit, Nabelschnurblut zu spenden, wurde in Italien ungefähr vor zehn Jahren eingeführt. Fünf Jahre später wurde es auch möglich, Nabelschnurblut für den privaten Gebrauch einzulagern.</p>
<p><em>Wie schätzen Sie Ihren Einstieg auf dem Markt im Bezug darauf ein, dass es in Italien noch nicht flächendeckend möglich ist, Nabelschnurblut zu entnehmen und einzulagern?</em></p>
<p>Die private Einlagerung von Nabelschnurblut wird in Italien erfolgreicher werden. Im Jahr 2009 wurde in Italien das Nabelschnurblut von rund 18.000 Babys für den privaten Gebrauch eingelagert. Dies entspricht 3,2% der italienischen Geburten im Jahr 2009. Momentan gibt es in Italien 23 Unternehmen, die die Einlagerung von Nabelschnurblut anbieten &#8211; wir haben also einige Konkurrenten auf dem Markt.</p>
<p><em>Ihre Firma arbeitet mit der deutschen Nabelschnurblutbank Vita 34 zusammen. Wie hat diese Zusammenarbeit begonnen?</em></p>
<p>Alles begann im Mai 2009, als ich den damaligen Vertriebsleiter von Vita 34 kennenlernte. Er war dafür verantwortlich, Kontakte zu ausländischen Firmen aufzubauen. Bei einem Treffen habe ich ihm unseren Geschäftsplan vorgestellt, woraufhin sich Vita 34 dafür entschied, uns zu unterstützen. Obwohl sich viele italienische Unternehmen für eine Zusammenarbeit beworben haben, entschied sich Vita 34 dafür, diese Anträge abzulehnen, da Vita 34 auf der Suche nach verlässlichen Partnern war. Sorgente schätzt sich sehr glücklich, mit Vita 34 zusammenzuarbeiten, da es sich um eine der führenden europäischen Firmen zur Einlagerung von Nabelschnurblut handelt.</p>
<p><em>Wie genau würden Sie die Zusammenarbeit zwischen Sorgente und Vita 34 beschreiben?</em></p>
<p>Sorgente profitiert ungemein vom Fachwissen und der Erfahrung, die Vita 34 in verschiedener Hinsicht bietet. Wir können durch die Zusammenarbeit beispielsweise besser am Markt auftreten, unsere Kommunikation verbessern, medizinisches Personal fundierter schulen und technische Dinge besser handhaben. Vor allem am Anfang der Zusammenarbeit hat Vita 34 uns wertvolle Hilfe gegeben. Da sich der italienische Markt jedoch vom deutschen unterscheidet, haben wir unser eigenes Geschäftsmodell entwickelt, wir schätzen aber nach wie vor Unterstützung von Vita 34, vor allem im Bereich der Nabelschnurbluteinlagerung. Ich möchte betonen, dass Sorgente nicht nur eine Vertriebsfirma ist, sondern auch im Forschungsbereich aktiv ist. Wir arbeiten mit der medizinischen Fakultät der Harvard-Universität in Boston und mit dem wissenschaftlichen Institut &#8220;San Raffaele&#8221; in Mailand zusammen. Letzteres ist eines der wichtigsten wissenschaftlichen Institute in Italien. Wir haben uns auch bei der Europäischen Union um finanzielle Unterstützung in der Stammzellenforschung beworben. Wir interessieren uns sehr für die Zukunft der Stammzellenforschung. Man kann als Unternehmen in diesem Bereich nicht überleben, wenn man die wissenschaftliche Forschung ignoriert.</p>
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