Behandlung mit Nabelschnurblut: Höhere Lebensqualität für Patienten
Gesundheitsvorsorge in all ihren Facetten – damit befasst sich die Internationale Prävention Organisation (IPO), die eine große Zahl von Sachverständigen vereint. Eitel Vida ist Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der Gruppe. Im Interview erklärt er, warum aus der Sicht der IPO die Vorsorge mit Nabelschnurblut sinnvoll ist. Außerdem erläutert Vida, dass seine Organisation auch die Beratung interessierter Eltern zu diesem Thema anbietet.
Angenommen, eine Mutter interessiert sich für die Einlagerung von Nabelschnurblut. Sie weiß jedoch nicht, ob eine solche Entnahme tatsächlich sinnvoll oder womöglich bloße Geschäftemacherei ist. Kann sie sich dann an Sie wenden?
Ja, sie kann sich an die IPO wenden und wird dann von uns mit einem völlig neutralen Mediziner in Verbindung gebracht. Das kann zum Beispiel Prof. Dr. Stephan Schmidt, der Direktor der Marburger Frauenklinik, sein. Dieser wird ihr eine Auskunft geben, die seiner Meinung als Fachmann entspricht. Dazu kann ich Ihnen sagen, dass sich Prof. Schmidt, der der Einlagerung von Nabelschnurblut früher sehr skeptisch gegenüberstand, aufgrund der neueren Forschungsergebnisse mittlerweile positiv dazu äußert. Dabei ist auch ihm besonders wichtig, dass Nabelschnurblut-Stammzellen im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen nicht ethisch bedenklich sind.
Werden Sie oft zum Thema Nabelschnurblut kontaktiert, oder kommt das noch eher selten vor?
Bisher werden wir auf dieses Thema noch nicht allzu häufig angesprochen, da bei vielen anderen Themen der akute Informationsbedarf höher ist und sich bisher relativ wenige Menschen mit der Einlagerung von Nabelschnurblut befassen. Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig – durch uns, aber auch seitens unseres Partnerunternehmens VITA 34. Die Firma haben wir deshalb als Partner aufgenommen, weil sie über eine exzellente wissenschaftliche Grundlagenarbeit verfügt. Trotzdem empfehlen wir natürlich niemandem, der über die Einlagerung von Nabelschnurblut nachdenkt, sich an ein bestimmtes Unternehmen zu wenden. Denn als unabhängige und gemeinnützige Organisation müssen wir uns neutral verhalten.
Sie haben bereits angedeutet, dass zu den Einsatzmöglichkeiten von Nabelschnurblut neuere Forschungsergebnisse vorliegen. Welche Gründe sprechen aus heutiger Sicht dafür, das Blut zu Vorsorgezwecken einlagern zu lassen?
Dafür gibt es mehrere Argumente. Erstens, dass die wissenschaftliche Validität des Verfahrens sichergestellt ist – das heißt, dass man weiß, dass die konkreten Anwendungsmöglichkeiten tatsächlich einen therapeutischen Effekt haben. Dies wurde von den Forschern dokumentiert. Zweitens: Es gibt eine Reihe von Krankheitsbildern, bei denen innerhalb der Familie mit einer Nabelschnurblutspende sinnvoll geholfen werden kann. In diesen Fällen bestehen heute noch keine anderen therapeutischen Möglichkeiten. Ob sich dies in Zukunft ändern wird, vermag niemand zu sagen. Aber wenn durch eine Therapie mit Nabelschnurblut eine Krankheit geheilt oder gemildert wird, kann das eine außerordentliche Einsparung von Kosten für die Solidargemeinschaft bedeuten. Der wichtigste Vorteil ist jedoch, dass die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert werden kann.
[...] das Blut ihrer Tochter bei der Geburt aufbewahrt hat und wie sie über zukünftige Anwendungen von Nabelschnurblut denkt, erzählt die junge Frau aus Tantow im [...]
[...] hatten sie das Nabelschnurblut ihrer Tochter bei der Geburt einfrieren lassen. ”Ich habe nicht drüber nachgedacht, es jemals zu [...]
[...] sich nun die Anwendungsfälle. Die Zahl der Krankheiten, die man heute schon mit Nabelschnurblut behandeln nimmt immer mehr zu. Der Kreis der Erkrankungen, die man potenziell mit Hilfe der Stammzelltherapie [...]
[...] und Jugendarzt” einen interessanten Beitrag veröffentlicht, aus dem deutlich wird, dass sich die Einsatzmöglichkeiten für die aus dem Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen weiter vergrößern. In der Ausgabe 7, 2009 [...]