Baby Arthur dank Nabelschnurblut auf dem Weg der Besserung

Seit Beginn dieses Jahres verfolgt die Rheinische Post (RP) die Geschichte des an Leukämie erkrankten Jungen – Baby Arthur. Nun berichtet die RP, dass es dem heute 15 Monate alten Jungen endlich gut geht. Eine Erfolgsgeschichte dank der Stammzellen aus Nabelschnurblut.

Als Arthur vier Monate alt war, diagnostizierten die Ärzte bei dem Jungen “Akute Lymphatische Leukämie” (ALL). Bei dieser schweren Blutkrebserkrankung entarten die weißen Blutkörperchen, die normalerweise für die Abwehr von Infektionen verantwortlich sind. Folge dieser Erkrankung ist, dass auf Dauer das Immunsystem geschwächt wird.

Lange blieb die Suche nach einem passenden Spender erfolglos. Es wurde sogar zu einer großen Spendenaktion aufgerufen. Doch auch diese Bemühungen konnten dem Jungen zunächst nicht helfen, bis schließlich in Italien ein passender Spender gefunden wurde. Im Juni wurden Baby Arthur die Stammzellen eines italienischen Neugeborenen transplantiert. Danach hieß es für die Familie erst einmal abwarten.

Vier Chemotherapien hatte Baby Arthur in den Monaten nach der Diagnose über sich ergehen lassen müssen. Für die erfolgreiche Transplantation war jedoch eine weitere Chemotherapie notwendig. Ohne diese weitere Chemotherapie, würde der Körper die fremden Zellen abstoßen. Ob Arthur jedoch diese fünfte Behandlung vertragen würde, war aufgrund der schlechten Werte seiner Leukozyten, also den für die Immunabwehr verantwortlichen weißen Blutkörperchen, lange Zeit ungewiss. Doch dann erholte sich Baby Arthur gerade rechtzeitig, so dass die Stammzelltransplantion vorgenommen werden konnte.

Der Eingriff war dabei nicht ungefährlich. Durch die Chemotherapie wurde das Immunsystem zunächst zerstört, damit die neuen Stammzellen das Immunsystem vollständig neu aufbauen können. In dieser Aufbauphase war Arthur jedoch völlig ungeschützt vor Infektionen und Krankheiten. Die kritischste Phase ist zwar jetzt nach vier Monaten vorerst vorüber, da nun das Risiko einer Abwehrreaktion relativ gering ist. Aber der Familie stehen noch bange Wochen und Monate bevor. Noch immer kann das angegriffene Immunsystem des Jungen einer Virusinfektion nicht standhalten. Und so kann man im Fall von Baby Arthur erst in zwei Jahren endgültig von einer Heilung sprechen. Dennoch freut sich die Familie über die jüngsten Erfolge und ist optimistisch, dass Baby Arthur eines Tages wieder richtig gesund wird.

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One comment
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  1. hallo
    trauriger aber guter bericht.
    gruss

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