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	<title>Nabelschnurblut: Experten im Gespräch &#187; admin</title>
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		<title>Entnahme von Nabelschnurblut in den USA und Frankreich wesentlich präsenter</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 12:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nabelschnurblut in der Anwendung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Stammzellforschung ist eine junge Wissenschaft, die noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, benötigt, um breite Anwendung zu finden. Der Wiener Geburtsmediziner und Nabelschnurblutexperte Dr. Martin Imhof spricht im vierten Teil unseres Interviews über heutige Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen im nicht-onkologischer und onkologischer Bereich. Daneben gibt er einen Einblick über die Verhältnisse in anderen Ländern und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" lang="de-DE"><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Dr. Martin Imhof zum Stellenwert von Nabelschnurblut" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/06/portrait-imhof-13.jpg" alt="Dr. Martin Imhof zum Stellenwert von Nabelschnurblut" width="152" height="212" align="left" />Die Stammzellforschung ist eine junge Wissenschaft, die noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, benötigt, um breite Anwendung zu finden. Der Wiener Geburtsmediziner und Nabelschnurblutexperte Dr. Martin Imhof spricht im vierten Teil unseres Interviews über heutige Einsatzmöglichkeiten von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">Stammzellen</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;"> im nicht-onkologischer und onkologischer Bereich. Daneben gibt er einen Einblick über die Verhältnisse in anderen Ländern und betont die Notwendigkeit, die <a title="Stammzellen aus der Nase können geschädigtes Hirngewebe regenerieren" href="http://www.derwesten.de/leben/gesundheit/Stammzellen-aus-der-Nase-koennen-geschaedigtes-Hirngewebe-regenerieren-id4763786.html">Stammzelltherapie</a> infrastrukturell, wirtschaftlich und philosophisch zu etablieren.</span></span></p>
<p><em>Welchen Stellenwert hat das Blut aus der Nabelschnur heute für die Bekämpfung von Krankheiten? Wird es schon häufig angewendet?</em></p>
<p>Besonders oft wird es noch nicht genutzt. Insbesondere die nicht-onkologische Anwendung der darin enthaltenen Stammzellen ist bislang selten, wenn sie auch immer wieder vorkommt. So werden mittlerweile etwa Knorpel- oder Herzklappengewebe gezüchtet. Allerdings zählt das noch zum Bereich der Forschung. Die routinemäßige Anwendung findet bisher vor allem im onkologischen Bereich statt, und da hängt viel davon ab, welche Schwerpunkte im Gesundheitssystem eines Landes gesetzt werden. Österreich hat zum Beispiel eine sehr gut etablierte Knochenmarkbank, so dass Stammzellen hier eher aus dem Mark gewonnen werden. In Frankreich und in Teilen der USA hingegen werden traditionell mehr Nabelschnurblut-Stammzellen benutzt &#8211; dort ist die Entnahme des Blutes wesentlich präsenter und bereits Routine. Demgegenüber ist die Verbreitung in Deutschland, wo das Thema sehr kontrovers diskutiert wird, noch nicht ganz so groß. Hier sind zudem die Onkologen und Hämatologen noch sehr uneins, ob sie lieber eine geringere Abstoßungsgefahr und dafür eine längere Anwachszeit hätten, wie es bei Nabelschnurblutzellen der Fall ist, oder eben andersherum mit Knochenmark &#8211; das muss die Wissenschaft noch klären. Durch das Sammeln der <a title="Nabelschnurblut - Nabelschnur Einlagerung oder Spende?" href="http://www.kinder-und-babys.de/nabelschnurblut-nabelschnur-einlagerung-oder-spende.htm">Nabelschnurblut-Spenden</a> und die Möglichkeit der Expansion der Präparate ist noch einiges offen und entwicklungsfähig.</p>
<p><em>Ist die Anwendung von Nabelschnurblut in Bereichen außerhalb der Onkologie also nur noch eine Frage der Zeit?</em></p>
<p>Ja, und das trifft auch auf die Verwendung von Stammzellen im Allgemeinen zu. <a title="&quot;Adulte&quot; Stammzellen – Entwicklung zu Knorpel- und Knochengewebe, wie funktioniert das?" href="http://www.gesundheits-weblog.de/50226711/forschungsfarderpreis_adulte_stammzellen_entwicklung_zu_knorpel_und_knochengewebe_wie_funktioniert_das.php">Knorpelzellen </a>wurden ja schon produziert. Allerdings wurden bisher Gewebe aus gealtertem Material hergestellt, und das sind Zellen, die nicht das Optimum erbringen. Der nächste Schritt ist, dass neues Gewebe aus autologen Stammzellen, und zwar idealerweise aus jungen Zellen, hergestellt wird. Dann kann man diesen Alterungseffekt eliminieren, weil junges Gewebe teilungsfreudiger ist &#8211; das bringt die Zelltherapie sehr weit voran. Bis die Entwicklung aber so weit ist, wird noch viel Zeit vergehen. Damit Stammzellen in Zukunft tatsächlich breit angewendet werden, ist viel Verständnis für die Zelltherapie erforderlich &#8211; sie muss sich infrastrukturell, wirtschaftlich und philosophisch etablieren. Das ist ein langer Weg, der sicherlich noch Jahrzehnte benötigen wird. Aber wir werden ihn beharrlich verfolgen.</p>
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		<title>Bei angeborenen Herzfehlern sollte bei der Geburt Nabelschnurblut entnommen werden</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 11:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung mit Nabelschnurblut]]></category>
		<category><![CDATA[Herzfehler]]></category>
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		<category><![CDATA[Nabelschnurblut]]></category>
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		<description><![CDATA[Herzfehler sind gerade bei Kindern schwerwiegend &#8211; besonders, wenn diese mit häufigen und riskoreichen Operationen sind, um z.B. künstliche Herzklappen zu erneuern. In den ersten Teilen des Interviews erläuterte Dr. Ralf Sodian den Status quo der Herzchirurgie sowie den derzeitigen Forschungsstand bei der Herstellung künstlicher Herzprothesen. In diesem Teil beschreibt der Oberarzt für Herzchirurgie an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="nabelschnurblut-sodian" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/08/nabelschnurblut-sodian.jpg" alt="nabelschnurblut-sodian" width="250" height="181" align="left" /></p>
<p>Herzfehler sind gerade bei Kindern schwerwiegend &#8211; besonders, wenn diese mit häufigen und riskoreichen Operationen sind, um z.B. künstliche Herzklappen zu erneuern. In den ersten Teilen des Interviews erläuterte Dr. Ralf Sodian den Status quo der Herzchirurgie sowie den derzeitigen Forschungsstand bei der Herstellung  künstlicher Herzprothesen. In diesem Teil beschreibt der Oberarzt für Herzchirurgie an der Uni  München nun, wie das Studienmodell für mitwachsende <a title="Herzklappenfehler" href="http://www.medizin-netz.de/umfassende-berichte/herzklappenfehler-entzuendungen-des-herzens-herzneurose/">Herzklappen </a>aussehen müsste und wie idealerweise die Herstellung biologischer Herzklappen für Kinder mit Hilfe von Nabelschnurblut ablaufen würde.</p>
<p><em>Ihre Forschung ist nun also so weit gediehen, dass Sie die Herzklappen konstruieren können. Und  der nächste Schritt, ins Tiermodell überzugehen, steht an. Welche Tiere würden Sie dabei verwenden?</em></p>
<p>Für den Test von Herzklappenmodellen werden üblicherweise Schafe genommen, gerade weil sie die ungünstigste Umgebung für Herzklappen darstellen: Wenn die Konstrukte degenerieren, dann tun sie das am schnellsten im Schaf. Die Tiere wachsen außerdem zügig, so dass man bald beurteilen kann, ob die Herzklappen mitwachsen. Im Schafmodell wird das Nabelschnurblut der Tiere selbst verwendet, oder es werden Zellen aus ihrem Nabelschnurgewebe benutzt.</p>
<p><em>Wann, denken Sie, könnten die ersten Kinder von den <a title="Vierjähriger bekommt mitwachsende Herzklappe" href="http://www.rp-online.de/gesundheit/news/Vierjaehriger-bekommt-mitwachsende-Herzklappe_aid_626321.html">mitwachsenden Herzklappen</a> profitieren?</em></p>
<p>Das ist eine schwierige Frage. Wir befinden uns bei den Tierexperimenten gerade erst im Planungsstadium. Außerdem gibt es in Deutschland einen umfangreichen Zulassungsprozess &#8211; es dauert also längere Zeit, bis eine derartige Therapie am Menschen eingesetzt werden darf. Dabei können leicht fünf bis sieben Jahre ins Land gehen. Bis die Herzklappen tatsächlich einsatzbereit sind, kann es auch länger dauern &#8211; das hängt beispielsweise davon ab, wie viel Personal und wie viel Geld uns zur Verfügung steht. Weiterhin müssen zunächst einige Voraussetzungen erfüllt sein: So werden spezielle, aufwändige Labors benötigt, die erst noch gebaut werden müssen. Solche äußeren Faktoren sind ausschlaggebend für die Frage, wie lange es dauert.</p>
<p><em>Wie würde denn der klinische Alltag mit diesen Herzklappen aussehen, wenn es dann so weit ist?</em></p>
<p>Idealerweise sollten immer dann, wenn sich bei einer Schwangerenuntersuchung herausstellt, dass das Kind einen <a title="Kinder mit Herzfehler: Arten, Heilung und Behandlung" href="http://blog.orangebaby.de/2007/12/29/kinder-mit-herzfehler-arten-heilung-und-behandlung/">angeborenen Herzfehler</a> hat, bei der Geburt die Nabelschnurblut- und Gewebezellen gewonnen werden. Diese würden anschließend eingefroren und für den richtigen Zeitpunkt der Operation aufbewahrt. Vier bis sechs Wochen vor dem Eingriff würden die Zellen wieder aufgetaut, die Prothese mit ihrer Hilfe im Labor konstruiert und dann implantiert.</p>
<p><em>Warum werden die Zellen erst eingefroren und später wieder aufgetaut? Wäre es nicht auch denkbar, gleich nach der Geburt zu operieren und somit frisches Nabelschnurblut zu verwenden?</em></p>
<p>Das wäre möglich, jedoch wird der Operationszeitpunkt nicht immer unmittelbar nach der Geburt gewählt. Eine Weile können Kinder oft mit ihrem Herzfehler leben, beispielsweise für einige Wochen oder Monate. In manchen Fällen liegt der Operationstermin sogar erst Jahre nach der Geburt. Zwar wird generell durchaus angestrebt, einen Herzfehler so früh wie möglich zu korrigieren. Jedoch ist es aus technischen Gründen oft günstiger, die Operation erst auszuführen, wenn das Kind schon etwas größer, kräftiger und gediehener ist. Ob gewartet wird, hängt davon ab, wie schwerwiegend der Herzfehler ist. Sollte er gravierend sein, ist natürlich Eile geboten.</p>
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		<title>Wir benötigen neue Behandlungsmethoden für Diabetes</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 08:23:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung mit Nabelschnurblut]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Zahl der Menschen, die jedes Jahr neu an Diabetes erkranken, steigt kontinuierlich an, Experten sprechen gar von einer Epidemie. Da die Forschung noch nicht abschließend die Ursachen dieser Erkrankung bestimmen kann, spielt Prävention zum Schutz vor der Erkrankung eine entscheidende Rolle. Im dritten Teil unseres Interviews mit Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler spricht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Frau Prof. Ziegler" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/12/Frau_Prof_Ziegler3-280.jpg" alt="Frau Prof. Ziegler" width="250" height="374" align="left" />Die Zahl der Menschen, die jedes Jahr neu an Diabetes erkranken, steigt kontinuierlich an, Experten sprechen gar von einer Epidemie. Da die Forschung noch nicht abschließend die Ursachen dieser Erkrankung bestimmen kann, spielt Prävention zum Schutz vor der Erkrankung eine entscheidende Rolle. Im dritten Teil unseres Interviews mit Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler spricht die Medizinerin, die seit über 25 Jahren in der Diabetesforschung tätig ist, über die Möglichkeiten der Diabetesprävention, über die Notwendigkeit, Behandlungsmethoden weiterzuentwickeln und über einen neuen Therapieansatz mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut</p>
<p><em>Kann man sich vor Diabetes schützen?</em></p>
<p>Ich würde sagen: nein. Nein insofern, als dass Diabetes zu einem großen Teil genetisch bedingt ist und wir einfach keinen hundertprozentigen Umweltfaktor als ursächlich nennen können. Allerdings liegt es nah, dass man sich, wenn man aus einer Diabetesrisikofamilie kommt, zumindest was die Ernährung und gewisse frühkindliche Faktoren betrifft, ”vorbildhaft” verhält &#8211; sprich: man tut das Beste. In unseren Augen ist es empfehlenswert, wenn man sich an die Vorgaben der Gesellschaft für Kinderernährung hält. Das mag banal klingen, aber es ist eine Tatsache, dass sich weniger als zehn Prozent der Bevölkerung nach diesen Richtlinien ernähren.</p>
<p><em>Studien belegen, dass die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen künftig deutlich steigen wird. Worin glauben Sie liegen die Ursachen für diese Tendenz?</em></p>
<p>Das wissen wir auch noch nicht. Man kann nur beobachten, dass so etwas auch mit Veränderungen in einer Gesellschaft einhergeht. Um ein Beispiel zu nennen: nach der Vereinigung von Deutschland sind die Zahlen der Diabeteskranken in den neuen Bundesländern deutlich angestiegen. Gewisse Umweltveränderungen führen zu solchen Anstiegen. Die vorhin bereits erwähnten Hygienefaktoren scheinen eine große Rolle zu spielen. Aber die wirkliche Ursache dieser Epidemie kennen wir bis heute leider nicht.</p>
<p><em>Können die heutigen Behandlungsmethoden da noch mithalten?</em></p>
<p>Die Betroffenen können heute durch eine extrem gute Insulintherapie eine lange Lebenserwartung haben und relativ gut zurecht kommen. Dennoch ist die Insulintherapie eine Hormonersatztherapie und bewirkt keine Heilung. Deswegen glaube ich, dass wir neue Behandlungsformen benötigen, durchaus auch in Kombination mit der Insulintherapie.</p>
<p><em>2007 berichteten amerikanische Forscher von ersten positiven Ergebnissen nach der Behandlung mit körpereigenem Nabelschnurblut. Wie beurteilen Sie diese Studie?</em></p>
<p>Unsere Studie ist Teil dieser amerikanischen Studie, das heißt, wir gehören zusammen, wir sind ein Satellitenzentrum hier in Deutschland, aber es ist ein gemeinsames Projekt. Die Amerikaner haben allerdings eine Vorauswertung von ersten Pilotergebnissen gemacht, die sehr positiv zu lesen waren. Das heißt, die Patienten, die mit ihrem eigenen Nabelschnurblut behandelt wurden, konnten wieder selbst mehr Insulin bilden, was darauf hindeutet, dass als Folge der Therapie durchaus Zellen neu gebildet wurden oder die Zellen weniger zerstört wurden. Allerdings denke ich, dass man eine Gesamtauswertung erst dann machen kann, wenn genügend Patienten in der Studie aufgenommen worden sind und diese lang genug nach den Transfusionen beobachtet wurden.</p>
<p><em>Bedeutet das, dass die Ergebnisse der Amerikaner verfrüht sind?</em></p>
<p>Nein, die sind nicht verfrüht. Für uns waren diese Erkenntnisse unheimlich wichtig. Sie sind ein erstes Signal, dass wir hier nicht umsonst arbeiten. Ich denke aber, man kann sie noch nicht als das abschließende Ergebnis werten, sondern diese Daten stellen sozusagen eine erste Tendenz, eine Vorauswertung dar.</p>
<p><em>Wie sieht Ihr Teil der Studie in puncto Dauer, Ziel und Ablauf aus?</em></p>
<p>Unser erklärtes Ziel ist, hier in Deutschland zehn Patienten zu behandeln. Die hier gewonnenen Daten werden dann zusammen mit denen der amerikanischen Patienten &#8211; ich glaube, das sind bisher insgesamt schon 30 &#8211; ausgewertet. Patienten können mindestens ein Jahr nach Diabetesausbruch in die Studie aufgenommen werden und werden dann zwei Jahre in der Studie nachuntersucht. Bei der Nachuntersuchung schauen wir unter anderem nach, ob die Stammzellen, die wir gegeben haben, im Blut weiter nachweisbar sind, ob das sozusagen lebende Zellen sind, die wir auch finden können. Uns interessiert auch, wie lange wir diese Zellen im Blut finden können, wie effektiv also eine Behandlung überhaupt ist. Daneben schauen wir nach gewissen Sicherheitsparametern, zum Beispiel, dass die Patienten keinerlei Nebenwirkungen haben. Darüber hinaus prüfen wir, wie der Patient in diesem Jahr auf das Diabetes einzustellen ist oder ob man sogar den ein oder anderen Patienten ganz von der Insulintherapie, die ja zusätzlich durchgeführt wird, befreien kann, da der Patient in diesem Fall wieder genug eigenes Insulin produziert.</p>
<p><em>Wie lang ist die Studie denn angelegt? Kann man jetzt schon sagen, wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen ist?</em></p>
<p>Wir hoffen, dass wir innerhalb von zwei Jahren die zehn Patienten aufnehmen können. Drei stehen wie gesagt jetzt schon fest. Ich denke, dass man bis Ende 2011 eine gemeinsame Auswertung mit den amerikanischen Patienten bekommt. Bis dahin werden es insgesamt etwa 50 Patienten sein, die wir untersucht haben, und dann kann man schon sehr viel mehr Aussagen tätigen.</p>
<p><em>Glauben Sie, dass Typ-1-Diabetes auf diese Weise einmal vollständig geheilt werden kann?</em></p>
<p>Ich glaube daran, dass wir eine Heilung für den Diabetes finden werden. Welches Therapiekonzept sich am Ende durchsetzen wird, das wird sich zeigen.</p>
<p><em>Bei welchen Krankheitsbildern können Sie sich die Anwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut zudem noch vorstellen?</em></p>
<p>Da bin ich zu wenig Experte auf anderen Gebieten, aber ich weiß, dass Nabelschnurblut zum Beispiel heute schon bei Hirnschäden oder selbst bei einem Schlaganfall eingesetzt wird. Neben diesen Anwendungsbereichen, die ja primär ältere Menschen betreffen, kann Nabelschnurblut aber auch bei zerebralen Schäden, wie sie beispielsweise durch Sauerstoffmangel während der Geburt entstehen, eingesetzt werden. Die positiven Ergebnisse solcher Therapien haben gezeigt, dass praktisch überall, wo Zellen zerstört worden sind oder einen Defekt aufweisen, die aus Nabelschnurblut gewonnenen Zellen ein enormes Potenzial haben, diese defekten Zellen zu ersetzen. Das liegt vor allem daran, dass bei den Zellen des Nabelschnurblutes noch alle Zellmarker vorhanden sind und sich diese in alle Zelltypen differenzieren können. Dies ist die Basis dafür, dass man überhaupt erst an einen solchen Therapieansatz denken kann.</p>
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		<title>Die autologe Nabelschnurbluttransplantation ist ein ganz neues Therapiekonzept</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 08:24:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im zweiten Teil unseres Interviews mit der Leiterin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin am Städtischen Klinikum München-Schwabing, Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, spricht die Medizinerin darüber, wie sich die Behandlungsmethoden von Typ-1-Diabetes in den letzten Jahren verändert haben. Sie erläutert einen neuen Therapieansatz, bei dem Stammzellen zur Behandlung des Diabetes eingesetzt werden. Erfahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Frau Prof. Ziegler" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2009/12/Frau_Prof_Ziegler-280.jpg" alt="Frau Prof. Ziegler" width="280" height="345" align="left" />Im zweiten Teil unseres Interviews mit der Leiterin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin am Städtischen Klinikum München-Schwabing, Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, spricht die Medizinerin darüber, wie sich die Behandlungsmethoden von Typ-1-Diabetes in den letzten Jahren verändert haben. Sie erläutert einen neuen Therapieansatz, bei dem Stammzellen zur Behandlung des Diabetes eingesetzt werden. Erfahren Sie in diesem Teil, welche Potenziale die Wissenschaftlerin dabei dem Nabelschnurblut beimisst.</p>
<p><em>Wie haben sich die Behandlungsmethoden seit den Anfängen Ihrer Laufbahn verändert?</em></p>
<p>Wenn jemand Diabetes-Typ-1 hat, ist es so, dass er nicht mehr ausreichend körpereigenes Insulin produzieren kann, weil die Zellen durch einen Entzündungsimmunprozess kaputt gehen und das Hormon folglich nicht mehr ausreichend gebildet wird. Beim Typ-1-Diabetes müssen wir grundsätzlich eine Hormonersatztherapie durchführen. Da aber das Hormon Insulin im Magen-Darm-Trakt verdaut wird und deshalb also keine metabolische Wirkung hat, sprich: den Blutzucker nicht senken kann, wenn man es isst, muss Insulin gespritzt werden. Die Insulintherapie als Ersatztherapie ist sicherlich der Goldstandard des Typ-1-Diabetes und wird so natürlich in variabler Form seit der Entdeckung des Insulins durchgeführt. Es gibt mittlerweile viele Verfeinerungen undes gibt neue Insuline; wir verfügen erstmals nicht mehr nur über Schweineinsulin, sondern können Humaninsulin einsetzen. Die Insulintherapie wird mehr der Mahlzeit angepasst. Es gibt auch eine Pumpentherapie im Kindesalter, die ebenfalls sehr häufig genutzt wird und bei der kontinuierlich Insulin abgegeben wird. All diese Varianten haben dazu beigetragen, dass die Einstellung eines Diabetikers sehr viel besser geworden ist. Darüber hinaus gehen Spätkomplikationen des Diabetes durch die verbesserte Therapie weltweit zurück. Aber dennoch gibt es derzeit noch keine Heilung, so dass eine lebenslange Therapie noch immer notwendig ist. Ein neuer Behandlungsansatz ist die Immuntherapie. Zellen, die bei Diabetes kaputt gehen, sollen durch diese Zellersatztherapie wieder zur Verfügung gestellt werden. Diese Strategie ist jedoch nicht ganz unproblematisch. Man ist heute noch auf der Suche nach einer Methode, die transplantierten Zellen vor einer Immunattacke zu schützen. An dieser Stelle brauchen wir eine Weiterentwicklung.</p>
<p><em>Wie genau funktioniert so eine Immuntherapie?</em></p>
<p>Bei diesem Therapieansatz handelt es sich um ein ganz neues Konzept, bei dem einerseits Stammzellen, andererseits auch regulatorische T-Zellen in den erkrankten Patienten transplantiert werden. Damit werden gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Man gibt dem Patienten ein Potenzial voll Zellen, also beispielsweise Stammzellen, die im Nabelschnurblut vorhanden sind. Diese können in die Bauchspeicheldrüse wandern und sich regenerieren. Zudem gibt man die Stammzellen gemeinsam mit sehr vielen T-regulatorischen Zellen, die ebenfalls im Nabelschnurblut enthalten sind. Diese haben zwei Aufgaben: sie versuchen einerseits die falsch gelaufenen Immunantworten zu regulieren, und andererseits sollen sie verhindern, dass die neu gebildeten Zellen gleich wieder attackiert werden. Das ist ein ganz neuer Ansatz, den wir derzeit verfolgen, indem wir Patienten mit neu ausgebrochenem Diabetes ihr eigenes Nabelschnurblut transplantieren.Wir machen derzeit eine Pilotstudie zu dieser sogenannten autologen Nabelschnurbluttransfusion bei Kindern mit Typ 1 Diabetes. Das heißt, es werden Kinder behandelt, deren Nabelschnurblut bei der Geburt eingefroren wurde. Dies geschieht selbstverständich völlig schmerzfrei und ohne Nachteil für das Neugeborene. Da es sich um körpereigenen Zellen handelt sind keine Transplantatabstoßungen oder Nebenwirkungen durch Immunsuppressiva zu erwarten, wie wir es bei Transplantation von körperfremden Material erwarten müssen. Zudem wird darauf geachtet, dass jegliche Risiken durch eine solche Transfusion ausgeschlossen werden können. Das ist ein ganz neues Therapiekonzept. Wir haben gerade erst angefangen mit der Therapie. Bisher haben wir zwei Kinder auf diese Weise behandelt, in Kürze steht der Transplantationstermin für das dritte Kind bevor. Für Ergebnisse ist es zurzeit aber noch zu früh, da wir noch nicht wissen, wie erfolgreich wir mit diesem Ansatz sind und sein werden.</p>
<p><em>Sie sprachen von regulatorischen T-Zellen. Können Sie bitte diesen Zelltyp etwas näher beschreiben?</em></p>
<p>Unser Immunsystem besteht aus unterschiedlichen Zelltypen. Da gibt es sozusagen gute und böse Zellen. Die ”Bösen” sind die so genannten Killer-T-Zellen, die eigentlich wichtig sind bei jeder Infektion, bei jedem Fremdkeim, der in unseren Körper eindringt. Sie fungieren gewissermaßen als ”Polizei&#8221;, die aufpasst, dass dem Körper nichts passiert. Aber diese Zellen wirken dummerweise bei Autoimmunkrankheiten gegen die körpereigenen Strukturen. Es gibt aber noch die regulatorischen Zellen. Diese regulieren eine Immunantwort. Bei einer Grippe, beispielsweise, benötigt man ”die Polizei&#8221; ja auch nicht unentwegt. Diese regulatorischen Zellen scheinen bei Autoimmunkrankheiten zu fehlen oder nicht ausreichend vorhanden zu sein. Solche Zellen befinden sich zum Beispiel im Nabelschnurblut. Sie sind dort in großen Mengen vorhanden, und das ist für uns sehr wichtig bei einer solchen Transfusion. Wir unterstützen damit den regulatorischen Kontrollprozess oder setzen ihn sogar wieder vollständig in Gang.</p>
<p><em>Warum ist körpereigenes Nabelschnurblut für diese neue Form der Therapie geeigneter als Fremdes?</em></p>
<p>Da ist das Eigene insofern günstiger als das Fremdblut, weil Letzteres eine Fremdreaktion im Körper hervorruft. Wenn man körpereigenes Nabelschnurblut nutzen können, ist das sehr viel günstiger, weil die ganze Problematik der Abstoßung entfällt.</p>
<p><em>Sie sprachen davon, dass die Ursache für Diabetes auch genetisch bedingt sein könnte. Kann man denn bei der Transfusion des eigenen Nabelschnurblutes ausschließen, dass dieser genetische Defekt nicht bereits beinhaltet ist?</em></p>
<p>Nachdem, was wir heute wissen, handelt es sich nicht um einen Gendefekt, sondern um eine erhöhte Empfänglichkeit für Autoimmunität. Das bedeutet, dass viele verschiedene Gene dafür verantwortlich sind, ob sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Damit könnte die Veranlagung über das Nabelschnurblut weitergegeben werden. Allerdings enthält das Nabelschnurblut auch sehr viele regulatorische Zellen, von denen wir annehmen, dass diese die Kontrolle über eine fehlgeleitete Immunantwort übernehmen können. Körperfremdes Nabelschnurblut zu nutzen, ist jedoch im Moment keine Alternative, da wir dann Immunsuppressiva dazu geben müssen, um die Abstoßung zu verhindern. Dies könnte im Ergebnis das Krankheitsbild sogar verschlimmern.</p>
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		<title>Nur wenige Einrichtungen können Nabelschnurblut fachgerecht lagern</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 13:16:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im zweiten Teil unseres Interviews mit dem geschäftsführender Direktor der italienischen Nabelschnurblutbank Sorgente gibt Roberto Marani weitere Einblicke über die Verhältnisse in Italien hinsichtlich der Einlagerung von Nabelschnurblut. Interessant ist vor allem die vergleichsweise hohe Zahl an Nabelschnurblutbanken &#8211; insgesamt sind es 23. Zudem erfährt man im Interview, wie die italienische Bevölkerung dem Thema Nabelschnurblut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 0 10px 10px 0;" title="Roberto Marani" src="http://www.nabelschnurblut-experten.de/wp-content/uploads/2010/07/Roberto-Marani-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" align="left" /> Im zweiten Teil unseres Interviews mit dem geschäftsführender Direktor der italienischen Nabelschnurblutbank <a href="http://www.sorgente-salute.it/sorgente/chi-siamo.html" target="_blank">Sorgente</a> gibt Roberto Marani weitere Einblicke über die Verhältnisse in Italien hinsichtlich der Einlagerung von Nabelschnurblut. Interessant ist vor allem die vergleichsweise hohe Zahl an Nabelschnurblutbanken &#8211;  insgesamt sind es 23. Zudem erfährt man im Interview, wie die italienische Bevölkerung dem Thema Nabelschnurblut gegenübersteht und welche Potenziale Marani im Nabelschnurblut selbst sieht.</p>
<p><em>In Deutschland ist es in fast jedem Krankenhaus möglich, Nabelschnurblut bei der Geburt zu entnehmen und einlagern zu lassen. Wie ist die Situation in dieser Hinsicht in Italien?</em></p>
<p>In Italien ist es ähnlich. Die Entnahme von Nabelschnurblut an sich ist eine einfache Angelegenheit. Das Problem liegt allerdings darin, dass es nur wenige Einrichtungen gibt, die Nabelschnurblut fachgerecht lagern können.</p>
<p><em>Nur fünf Prozent des weltweit verfügbaren Nabelschnurblutes wird bei der Geburt entnommen und eingelagert. Wie ist diesbezüglich der Prozentsatz in Italien?</em></p>
<p>In Italien liegt die Zahl bei etwa 4,9%, aber ich gehe davon aus, dass diese Zahl steigen wird, da das öffentliche Interesse an der Einlagerung von Nabelschnurblut kontinuierlich wächst.</p>
<p><em>Gibt es neben Sorgente noch andere private Nabelschnurblutbanken in Italien? Wenn ja, wie würden Sie das Wettbewerbsumfeld beschreiben?</em></p>
<p>Insgesamt gibt es 23 private Nabelschnurblutbanken in Italien. Unsere Firma zeichnet sich jedoch durch Eigenschaften aus, über die andere Unternehmen nicht verfügen &#8211; wir haben also durchaus das Zeug dazu, Marktführer zu werden. Mir ist keine andere italienische Firma bekannt, deren medizinischer Direktor an der medizinischen Fakultät in Harvard tätig ist. Abgesehen davon verfügt Sorgente über ein sehr starkes Kommunikationsmodell.</p>
<p><em>Auf welchen Wegen informieren Sie die Bevölkerung über die Einsatzmöglichkeiten von Nabelschnurblut? Wie sieht Ihre Kommunikationsstrategie aus?</em></p>
<p>Wir nutzen verschiedene Kommunikationswege. Wir publizieren zum einen Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften, zum anderen nutzen wir natürlich auch das Internet und ein medizinisches Netzwerk in ganz Italien. Wir organisieren auch Vorträge für werdende Mütter sowie medizinische Kongresse für Gynäkologen. Meiner Meinung nach schulden es Frauenärzte ihren schwangeren Patientinnen, sie über die Möglichkeit der Einlagerung von Nabelschnurblut aufzuklären. Eltern sollten in der Lage sein, eine Entscheidung zu treffen, die auf umfangreichen Informationen beruht, ganz egal, ob sie sich dafür entscheiden, das Nabelschnurblut ihres Kindes für den privaten Gebrauch oder im Rahmen einer Spende einlagern zu lassen.</p>
<p><em>Wie ist die italienische Bevölkerung zum Thema Nabelschnurbluteinlagerung eingestellt?</em></p>
<p>Die Italiener sind sich noch nicht ausreichend über die Einlagerung von Nabelschnurblut bewusst. Bislang sind nur grundlegende Informationen verfügbar, vor allem im Bezug auf den Unterschied zwischen der Einlagerung zum privaten Gebrauch und der öffentlichen Spende. Andererseits weiß man in Italien besser Bescheid, wenn es um den therapeutischen Nutzen von Stammzellen geht.</p>
<p><em>In Deutschland bieten Nabelschnurblutbanken Kombimodelle an, bei denen Eltern das Nabelschnurblut zwar für ihr Kind einlagern, aber im Bedarfsfall immer noch für einen anderen Menschen spenden können. Gibt es derartige Angebote auch in Italien?</em></p>
<p>Leider nicht. Wenn sich Eltern dafür entscheiden, das Nabelschnurblut ihres Kindes für den privaten Gebrauch einlagern zu lassen, müssen wir die Blutkonserve nach Deutschland bringen und sie dort einlagern lassen.</p>
<p><em>Gibt es auch in Italien bereits Fälle, in denen das Nabelschnurblut für eine Therapie zum Einsatz kam?</em></p>
<p>Soweit ich informiert bin, wurden in Italien bereits in etwa 700 Fällen aus Nabelschnurblut gewonnene Stammzellen zu Therapiezwecken verwendet.</p>
<p><em>Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Anwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut in Zukunft weiterentwickeln?</em></p>
<p>Unser wissenschaftlicher Direktor könnte diese Frage sicher besser beantworten, schließlich bin ich kein Mediziner. Ich glaube aber, dass die Anwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut in den kommenden Jahren relevanter werden wird. Zurzeit befinden sich viele Therapieansätze, die die Verwendung von Stammzellen beinhalten, noch in der Entwicklungsphase, und viele klinische Studien sind noch nicht abgeschlossen. Andererseits haben sich Stammzellen im Rahmen vieler medizinischer Behandlungen als hilfreich erwiesen, beispielsweise bei der Behandlung von Diabetes, was ja bekanntlich eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten ist. Natürlich ist Diabetes nicht die einzige Krankheit, die mit Hilfe von Stammzellen behandelt werden kann, zu nennen sind beispielsweise auch Parkinson, Alzheimer, neurologische Erkrankungen und Leukämie. Ich hoffe, dass es in Zukunft noch weitere Anwendungsmöglichkeiten für Stammzellen gibt und dass die Zahl der Stammzelltransplantationen steigt. Allerdings ist es schwierig, die Zukunft der Stammzellforschung genau vorherzusagen.</p>
<p><em>Vielen Dank für das Gespräch!</em></p>
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